Feindliche Verbündete
Griechenland will seine Militärausgaben um 300 Millionen Euro kürzen. Der Sparzwang könnte auch die Haltung des Landes gegenüber der Türkei verändern.
Griechenland will seine Militärausgaben um 300 Millionen Euro kürzen. Der Sparzwang könnte auch die Haltung des Landes gegenüber der Türkei verändern.
Im Rat der Europäische Zentralbank gibt es Streit über Geldschwemme und schwache Sicherheiten. Es herrscht großer Druck wegen der hohen Inflationsrate.
Möglichst große Transparenz und eine breite Beteiligung der Bürger: Das sind für die Piraten die zentralen Forderungen. Ihr Kandidat Herbert Förster erklärt, warum beides so wichtig ist.
Nach schwachen Wachstumssignalen aus China hat der Dax den ersten Tag der neuen Handelswoche mit Verlusten beendet.
Das zweite Rettungspaket sichert die Finanzierung des griechischen Staats bis Anfang 2015. Doch was kommt dann? Ein drittes Hilfspaket von etwa 50 Milliarden Euro könnte notwendig werden, heißt es im Umfeld der Troika.
In dieser Woche wird bekannt, ob die größte Umschuldung der neueren Geschichte wie geplant gelingt. Der Bericht vom internationalen Finanzmarkt.
Er ist der ökonomische Stichwortgeber der Nation. Hartnäckig kämpft der Chef des Münchener Ifo-Instituts für seine Überzeugung: So lange, bis jeder weiß, was Target 2 heißt.
Nach Standard & Poor’s hat nun auch die Ratingagentur Moody’s den Daumen gesenkt und verpasst Griechenland die schlechteste Note. Ob das Land 2015 wieder selbständig Kredite besorgen kann, bleibt fraglich. Der jüngste Troika-Bericht soll dazu ursprünglich eine heikle Passage enthalten haben.
Die Geldflut der EZB für die Banken schafft Luft für Reformen in den Krisenstaaten und erfreut die Kanzlerin. Die Ausweitung des ESM spielte auf dem EU-Gipfel eine geringe Rolle.
EZB-Chef Mario Draghi hat mit der „Dicken Bertha“ gefeuert. Den schweren Mörser aus dem ersten Weltkrieg hat er als Metapher für eine nie dagewesene Geldschwemme gewählt. Ist die Schuldenkrise jetzt vorbei?
Der EU-Fiskalpakt ist vor allem eine Botschaft an die Märkte: die Staaten der Eurozone verteidigen ihre Währung durch mehr Haushaltsdisziplin. Ob die Märkte das glauben, hängt vor allem von Taten ab - und von der Unterstützung der Europäischen Zentralbank.
Die eintägigen Einlagen der Geschäftsbanken bei der EZB sind auf einen Rekordwert gesprungen. Die Übernacht-Einlagen stiegen am Freitag um mehr als 300 Milliarden Euro auf 776,9 Milliarden Euro.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin sucht einen neuen Chef. Viele Bewerber gibt es nicht. Von Philip Plickert
Europas Börsen bleiben am letzten Handelstag der Woche ohne klare Impulse.
Der neue EZB-Dreijahrestender soll einer Kreditklemme vorbeugen - und lässt die Aktienkurse vor allem italienischer Banken steigen. Sie sollen 139 Milliarden Euro abgerufen haben.
Die wachsenden Ungleichgewichte im Zahlungssystem der Notenbanken untereinander spiegelt eine breite Debatte unter den Währungshütern wider. Das Problem und die Dimension im Überblick.
Anleger an den Anleihemärkten bewerten Italien und Spanien nun wieder mit annähernd derselben Kreditwürdigkeit. Die Zehnjahresrenditen beider Länder liegen unter 5 Prozent.
Die neuen Zentralbank-Kredite bringen Vermögenspreis-Inflation und treiben die Anleihenpreise - selbst wenn das Geld gar nicht in der Wirtschaft ankommt. Von Patrick Bernau
Fünf europäische Spitzenpositionen müssen in den nächsten Monaten neu besetzt werden, vier davon sind noch offen. Am Rande des EU-Gipfels geht es auch um die geeigneten Kandidaten und den nationalen Proporz.
Abschreibungen drücken Lagardere in die Verlustzone, die Deutsche Bank leiht sich 5 bis 10 Milliarden bei der EZB und Fitch stuft drei deutsche Landesbanken herab. Apple und Holtzbrinck-Firma droht eine Klage wegen E-Books, Texas Instruments senkt seine Erstquartalsziele und Griechenland einigt sich mit Siemens in der Schmiergeldaffäre. Die Beteiligungsquote für den griechischen Schuldenschnitt fällt hoch aus, die deutschen Verbraucherpreise steigen im Februar, außerdem nehmen die Exporte im Januar zu. Die Inflation in China schwächt sich ab und die chinesische Zentralbank setzt den Yuan-Wechselkurs überraschend hoch fest.
In der Bundesbank rumort es: Der größte Posten in der Bilanz sind Forderungen von zuletzt knapp 500 Milliarden Euro gegenüber Notenbanken finanzschwacher Länder, die über das Target-Zahlungsverkehrssystem aufgelaufen sind. Ein Brief von Bundesbankpräsident Weidmann zeugt von großer Sorge.
Anleger haben positiv darauf reagiert, dass die EZB weitere 529 Milliarden Euro an die Geschäftsbanken verlieh. Aussagen Ben Bernankes enttäuschten aber offenbar.
Die negativen Vorgaben haben Anleger am Aktienmarkt verdaut und greifen wieder zu. Die Freenet-Aktie gewinnt 10 Prozent an Wert.
Im mit Spannung erwarteten Dreijahrestender der Europäischen Zentralbank haben sich 800 Banken im Euroraum zusammen 529,5 Milliarden Euro geliehen.
Die deutschen Aktien tendieren am Donnerstag etwas fester. Im Mittelpunkt des Börsengeschehens steht der geplante Schuldenschnitt in Griechenland.
Nach der Geldspritze der EZB vom Vortag nehmen Anleger an den europäischen Aktienmärkten Gewinne mit. Die gedämpften Aussichten auf eine weitere Lockerungsrunde der Fed wirken ebenfalls ernüchternd.
In Erwartung der neuen EZB-Geldspritze steigen die Kurse der deutschen Aktien am Mittwoch. Spannend sei vor allem die Frage, wie viel Geld die Banken abrufen werden.
Die Geldspritze der EZB hat am Freitag zum Handelsstart die europäischen Börsen noch etwas gestützt. Der Dax lag am Morgen 0,1 Prozent im Plus bei 6947 Punkten, nachdem er am Vortag 1,3 Prozent gewonnen hatte.
Hochtief streicht wegen hoher Verluste die Dividende, die Erste Group rutscht tief in die roten Zahlen, Swiss Life steigert den Gewinn weniger stark als erwartet, der starke Franken belastet Holcim. Standard Chartered legt zu und Bouygues hält den Gewinn stabil. FMC darf den Konkurrenten Liberty kaufen, die Vereinigte Staaten ermitteln strafrechtlich wegen Zinsmanipulationen, Indiens Wachstum verlangsamt sich, Japans Industrieproduktion steigt und die Schweizer Nationalbank will den Mindestkurs zum Euro mit allen Mitteln verteidigen.
Am Tag vor der nächsten Geldspritze der EZB tendieren die Aktienmärkte etwas freundlicher. Und Italien kann sich weiter günstiger Geld leihen.
Portugal kann nach Angaben der Regierung mit der nächsten 14,6-Milliarden-Tranche aus dem Rettungspaket rechnen. Das hochverschuldete Land rutscht aber noch tiefer in die Rezession.
Das zweite Langfristgeschäft der EZB steht an. Erwartet wird, dass die Nachfrage abermals groß sein wird. Die Banken kaufen fleißig Staatsanleihen.
Europas Schuldenkrise ist nach Griechenlands Umschuldung nicht beendet. Neue Hilfsrunden und eine weitere Geldschwemme der EZB stehen bevor.
Wie brisant sind die 500 Milliarden Euro schweren Target-Forderungen der Bundesbank? Die Europäische Zentralbank sieht keine Risiken. Ifo-Präsident Sinn, der die Salden „entdeckt“ hat, widerspricht vehement - und zeigt Lösungen auf.
Durch die überraschende Kapitalerhöhung und die unsicheren Gewinnaussichten sind weiterhin hohe Kursschwankungen wahrscheinlich.
Die EZB wird den Banken zum zweiten Mal Geld für die ungewöhnliche lange Laufzeit von drei Jahren anbieten. Bankanalysten erwarten eine große Nachfrage.