Merkels schwerste Stunde
Am Sonntag geht es um die Zukunft der Europäischen Union - und um die der Kanzlerin. Drückt sie ein neues Hilfsprogramm durch den Bundestag? Oder bricht sie mit Frankreich?
Am Sonntag geht es um die Zukunft der Europäischen Union - und um die der Kanzlerin. Drückt sie ein neues Hilfsprogramm durch den Bundestag? Oder bricht sie mit Frankreich?
Die EU-Kommission hat ein Aktionsprogramm für September angekündigt. Die Vorschriften über forderungsbesicherte Wertpapiere sollen gelockert, die Richtlinien über Prospekte reformiert werden.
Alexis Tsipras hat geliefert – doch in Berlin fallen die ersten Reaktionen zurückhaltend bis geschäftsmäßig aus. Aus anderen europäischen Hauptstädten klingt es deutlich optimistischer.
Tsipras hat mal wieder alles durcheinander gebracht. Dabei hatte sich die Diskussion um Griechenland doch sowieso schon von den Gesetzen der Logik gelöst.
Die Staatsausgaben betragen im Euroraum im Durchschnitt 50 Prozent des BIP. Einige Länder liegen aber noch deutlich darüber.
Anne Will fragte, ob sich Europa noch bis kommenden Sonntag retten ließe. So richtig will offenbar niemand mehr daran glauben. Für eine Talkshow herrschte überraschende Einigkeit: Alle haben verloren.
Die griechische Regierung bekommt eine neue Frist bis zum Ende der Woche. Dieses Mal soll es die letzte sein. Sollte der Gipfel mit allen 28 EU-Mitgliedern am Sonntag scheitern, kommt der Grexit.
Die Griechen sind ohne schriftlichen Vorschlag zum Sondergipfel nach Brüssel gereist. Mündlich haben sie mitgeteilt, in Kürze einen neuen Hilfsantrag beim Euro-Rettungsfonds ESM zu stellen.
Wenige Stunden vor dem Gipfel über den Verbleib Griechenlands in der Eurozone melden sich gewichtige Fürsprecher Athens zu Wort. Der französische Premierminister Valls stellt eine teure Lösung in Aussicht.
In Griechenland geht es um alles, ganz Europa ist aufgeregt. An den Börsen bleibt es ruhig. Experten sehen keine Gefahr für einen Flächenbrand. Doch kann man Entwarnung geben?
Griechenland sagt „Nein“. Und was macht das deutsche Fernsehen? Es bespricht in aller Ruhe eine dunkle historische Stunde. Deren Folgen können für ganz Europa gewaltig sein.
Finanzminister Giannis Varoufakis hat dafür gekämpft, dass die Griechen beim Referendum mit „Nein“ stimmen. Im Interview spricht er über die Achterbahnfahrt seiner Amtszeit, sein Verhältnis zu Wolfgang Schäuble und die Frage, wie es am Montag weitergeht.
Griechenland braucht eine Regierung, die den Ernst der Lage erkennt; die einsieht, wie dringend der Staat modernisiert werden muss. Ob das in der Eurozone oder außerhalb der Fall sein wird, das wird sich nun zeigen.
Was finden die Griechen an der linken Regierungspartei Syriza und ihrem Ministerpräsidenten Alexis Tsipras? Ein junger Mann aus Athen erzählt, weshalb er für Tsipras gestimmt hat – und warum er es am Sonntag beim Referendum über Brüssels Sparprogramm wieder tun wird.
Die Folgen eines Neins beim Referendum sind für die Diskutanten bei Maybrit Illner eindeutig: Griechenland muss die Eurozone verlassen. Nur eine Person widerspricht: die Beraterin von Alexis Tsipras.
Ein Austritt oder Ausschluss aus der Währungsunion ist vertraglich nicht vorgesehen – aber dennoch möglich.
Wie wirkt sich die griechische Krise auf die britische Befindlichkeit aus? Und welche Schlüsse würden die Briten womöglich aus einem Ausscheiden der Griechen aus dem Euro respektive aus der EU ziehen? Über Parallelen und Unterschiede.
Vor dem Referendum in Griechenland macht China Druck auf die Gläubiger: Das Land, das die Chinesen als Einfallstor nach Europa nutzen wollen, soll im Euro bleiben.
Was würde eigentlich passieren, wenn Griechenland seine eigenen Euroscheine drucken würde? Technisch wäre das ohne Weiteres möglich - und wird auch heute schon praktiziert. Rechtlich käme es aber einer Straftat gleich.
Der Regierung Merkel reißt offenkundig der Geduldsfaden. Sie will und darf sich nicht zum Narren halten lassen. Nicht von einer griechischen Regierung, die immer neue Kapriolen schlägt und wenig Skrupel hat, die eigene Bevölkerung ins Elend zu stürzen.
Die Einführung der D-Mark in Ostdeutschland und der Euro stehen für zwei Währungsprojekte, die von der Politik eifrig vorangetrieben wurden. Trotz der Warnungen vieler Ökonomen. Was lehrt das die Politiker?
Die griechische Opposition warnt vor einem Referendum: Es geht ihrer Meinung nach nicht nur um den Euro. Es geht um viel mehr.
Kann Griechenland zum Grexit gezwungen werden? Juristen streiten darüber, ob ein Ausschluss aus der Währungsunion rechtlich möglich ist.
Die Griechenland-Krise ist in vielerlei Hinsicht neu. Was für ein Wunder also, wenn Anleger nervös werden. Doch Ruhe bewahren scheint das Gebot der Stunde zu sein.
In Frankreich regt sich kaum Kritik an der griechischen Regierung. Stattdessen Nachsicht, wo man hinhört. Das liegt nicht nur an den griechischen Vorfahren maßgeblicher französischer Politiker.
Wenn Griechenland den Euro verlässt, müssen Unternehmen schnell reagieren: Sollen sie Warenpreise erhöhen oder senken? Die Produktion ausweiten oder einschränken? Eine neue Software soll helfen.
Die politische Torheit der Athener Regierung hat die Debatte über die Krise fundamental verändert. Das war gestern Abend auch bei Frank Plasberg zu erleben.
Der frühere Bundesaußenminister befürchtet einen ungeordneten Austritts Griechenland aus der Eurozone – und warnt vor möglicherweise verheerenden Folgen. Das angekündigte Referendum sei „das Rezept für ein Desaster“.
Die Regierung Tsipras hat das Vertrauen ihrer Europartner zerstört und das eigene Land ins Chaos gestürzt. Der Grexit ist unausweichlich.
Wenn es in Europas Währung Schwierigkeiten gibt, macht sich Amerika Sorgen – von der Regierung bis zum Investor. Mancher zweifelt gleich an der ganzen Währungsunion.
Der Konflikt um Griechenland scheint kaum lösbar. Jauchs Sendung zeigte: Wie kurz vor dem Ersten Weltkrieg ist die Führung Europas wegen innenpolitischer und ideologischer Zwänge kompromisslos. Eine gefährliche Situation.
Die Botschaft der Eurogruppe ist eindeutig. Wenn Griechenland nicht mehr im Euroraum zu halten ist, gibt es dafür nur einen Verantwortlichen: die Regierung in Athen.
Griechenlands Zahlungsunfähigkeit scheint unvermeidlich. Jetzt ist es zu spät, das griechische Volk zu befragen.
Egal, wie die Griechen–Krise ausgeht: Die Währungsunion wird nicht zur Ruhe kommen. Denn die Konstruktion des Euro selbst ist das Problem.
Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen das Gezerre um Griechenlands Zukunft in der Eurozone beenden. Kanzlerin Merkel bezeichnet das am Samstag anstehende Krisentreffen als entscheidend. Auch Ratspräsident Tusk will nun einen Schlussstrich ziehen.
Die Eurogruppe hat ihre Griechenland-Gespräche schon wieder unterbrochen. Vor dem Wochenende gibt es wohl kein Ergebnis. Und was passiert, wenn eine Einigung zu spät für Griechenland kommt?