Hunderte Flüchtlinge erreichen Wiesbaden
Hunderte Flüchtlinge sind in der Nacht in Wiesbaden angekommen. Hinter ihnen liegt eine dramatische Reise. Nun werden sie zunächst in Sporthallen untergebracht.
Hunderte Flüchtlinge sind in der Nacht in Wiesbaden angekommen. Hinter ihnen liegt eine dramatische Reise. Nun werden sie zunächst in Sporthallen untergebracht.
Die Buchmesse, die vom 14. bis 18. Oktober in Frankfurt stattfindet, ermöglicht Flüchtlingen kostenlosen Zugang. Auch Lern- und Leseecken und Flüchtlingsbibliotheken sollen entstehen.
Zuletzt kamen 7.500 Flüchtlinge nach Hessen. Durch die Grenzkontrollen lässt der Strom leicht nach. Trotzdem bleibt die Lage ernst, heißt es aus Frankfurt.
Rund 7.000 Flüchtlinge sind seit dem Wochenende in das Bundesland gekommen. Für die meisten von ihnen ist eine vorübergehende Unterkunft gefunden worden. Doch weitere Kapazitäten sind dringend nötig.
Brigitte Henzel ist überzeugt, dass die Stadt die Zahl der Flüchtlinge meistern kann. Die Leiterin des Jugend- und Sozialamtes weiß aber auch, was noch zu tun ist.
Bis heute Abend werden 150 Flüchtlinge in Stadtallendorf in Mittelhessen erwartet. Ob im Laufe des Wochenendes weitere Flüchtlinge ankommen, ist noch nicht bekannt.
Hessen will Zeltplätze für Flüchtlinge abbauen und bis zum Winter genügend feste Unterkünfte schaffen. Noch diese Woche sollen zwei neue Standorte hinzukommen.
Eine Menge freiwilliger Helfer sind dieser Tage für die vielen Flüchtlinge in Hessen da. Diese Ehrenamtliche brauchen professionelle Unterstützung bei dem, was sie tun. Denn die Arbeit kann auch frustrierend sein.
Beim Thema Flüchtlinge sieht sie sich von ihrer Partei nicht mehr vertreten: Mürvet Öztürk, Sprecherin für Migrationspolitik, verlässt die Grünen-Fraktion. Und die Opposition spekuliert schon über weitere „Wackelkandidaten“.
Es gibt Gerüchte, Hintermänner einer der größten Schlepperorganisationen säßen in Frankfurt. Doch die meisten Flüchtlinge schweigen dazu, wer sie aus ihrer Heimat geschleust hat. Nicht selten sollen es ehemalige Flüchtlinge sein.
In den Unternehmen, Verbänden und der Arbeitsverwaltung der Region wird heftig überlegt, wie Flüchtlinge zu unterstützen sind. An Ideen mangelt es offenbar nicht.
Am Frankfurter Bahnhof haben mehr als 200 Menschen auf einen Zug mit Flüchtlingen gewartet. Doch die meisten fuhren weiter.
Stabsunteroffizier Abudi Akil hat syrische Wurzeln. Im Moment ist er damit in der Starkenburg-Kaserne in Darmstadt ein gefragter Mann.
Die Ankunft Tausender Flüchtlinge wird in Deutschland erwartet. Aus Österreich fahren die Züge nach München, Frankfurt und Saalfeld. Auch die Bahn bereitet sich an den Zielpunkten auf die ankommenden Flüchtlinge vor.
Flüchtlinge willkommen: Wer das „helle Deutschland“ sucht, kann nach Darmstadt blicken. Dort hat die Zivilgesellschaft bewiesen, wozu sie fähig ist.
Das geplante Flüchtlingscamp in Offenbach liegt mitten auf einem Bombenabwurfgebiet des Zweiten Weltkriegs. Nun muss das Gelände nach alter Munition abgesucht werden.
Frankfurt sucht derzeit nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten für die neuen Asylbewerber. Dieses Jahr sollen bis zu 6000 Geflüchtete in die Stadt kommen.
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier zieht die Prognose der Bundesregierung über die zu erwartenden Flüchtlingszahlen in Zweifel. Er spricht von einer Herausforderung, die Deutschland noch auf Jahre fordern werde.
Wer eine Prognose zur Finanzlage der Kommunen in zehn Jahren versucht, muss davon ausgehen, dass nicht mehr Geld zu verteilen sein wird als heute. Also müssen Schwerpunkte gesetzt werden. Aber ist das überhaupt möglich?
Flüchtlinge wollen arbeiten und Betriebe suchen Lehrlinge. Könnten Flüchtlinge also dem Fachkräftemangel ein Ende setzen? Es liegen einige Hindernisse zwischen Flüchtling und Firma.
Vize-Kanzler Sigmar Gabriel kam zur Visite in die hessische Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen und zum Frankfurter Hauptbahnhof. Für die Versorgung der Flüchtlinge stellt er drei Milliarden Euro in Aussicht.
Von Protesten keine Spur. Stattdessen lösen die vielen Flüchtlinge, die Darmstadt unterbringen muss, in der Stadt eine Welle der Hilfsbereitschaft aus.
Auch das Land Hessen hat die Zahl der Menschen, die nach Hessen kommen könnten, neu berechnet. Es geht nun von 55.000 Menschen aus. Pensionierte Beamte und zusätzliche Ärzte sollen helfen.
In Darmstadt sind am Wochenende Zelte für 250 Flüchtlinge aufgebaut worden. Aber sie reichen nicht. Die Stadt sucht nach weiteren Unterkünften.
Jetzt auch in Darmstadt und Bensheim: Weil die Gießener Erstaufnahmestelle massiv überfüllt ist, hat Hessen zwei weitere Zeltstädte für Asylbewerber errichtet. Es sind Nummer fünf und sechs.
In Bensheim wird eine Unterkunft zur Erstaufnahme von Flüchtlingen errichtet. In Gießen sind derweil schon fast 10.000 Menschen untergebracht.
Unter den Flüchtlingen in Wiesbaden leben 118 Jugendliche. Sie haben sich auf Schlepper und auf sich selbst verlassen - und Glück gehabt.
In der Gutleutkirche fanden in den vergangenen eineinhalb Jahren 60 Männer Platz. Auch die restlichen 19 müssen nun ausziehen. Die evangelische Kirche bringt sie vorübergehend anders unter – und will eine neue Flüchtlingspolitik.
Eigentlich sollten sie nur wenige Tage in den Notunterkünften bleiben. Weil aber immer mehr Asylbewerber ankommen, werden daraus auch Wochen. Das ist für die Menschen zermürbend.
Der Flüchtlingszustrom schlägt auch auf den hessischen Landesetat durch. Der Finanzminister sorgt sich um Etatziele und zeigt auf den Bund.
Frankfurt gehen Plätze für Flüchtlinge aus. Deshalb greift die Stadt nun auf eine Sporthalle zurück. Architekten schwebt etwas ganz anderes vor.
Volker Bouffier will den Flüchtlingen in Hessen das Taschengeld verwehren. Ist dieser Vorschlag ein Zeichen von Anspannung? Bouffier muss fürchten, dass nun Populisten hoch im Kurs stehen.
Das Land Hessen erhöht die Ausgaben für Flüchtlingshilfen um 60 Prozent. In Berlin hat der Flüchtlingsrat unterdessen Alarm geschlagen. Der Städtetag sieht die Lage weniger schwarz.
Immer mehr Flüchtlinge kommen auch nach Hessen - neben Unterkünften ist auch das Personal knapp. Doch viele Ehrenamtliche helfen in sehr unterschiedlichen Projekten. Was treibt die Helfer an, die Geflüchteten zu unterstützen.
Flüchtlinge sollen schneller anfangen zu arbeiten. In der Praxis ist das allerdings nicht so einfach. Eine rasche Sprachschulung und Klärung der Qualifikation sollen den Schritt in die Arbeit beschleunigen.
Vor wenigen Wochen erst baute Hessen Zelte auf, um die Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Gießen zu entlasten. Nun sind weitere Notunterkünfte nötig.