Hessen setzt auf freiwillige Rückkehr
In den nächsten Wochen will auch Hessen das neue Asylrecht anwenden und abgelehnte Bewerber schneller abschieben. Dabei will man die Menschen vor allem davon überzeugen, aus freien Stücken zu gehen.
In den nächsten Wochen will auch Hessen das neue Asylrecht anwenden und abgelehnte Bewerber schneller abschieben. Dabei will man die Menschen vor allem davon überzeugen, aus freien Stücken zu gehen.
Rund 1500 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge leben in Frankfurt. Platz für sie zu finden ist nicht einfach. Gemeinsam mit der Caritas schaffen Kirchengemeinden Wohnungen, etwa im Gemeindesaal von St.Aposteln in Sachsenhausen.
Erika Steinbach hält die Flüchtlingspolitik für falsch und sieht ihre CDU auf dem Holzweg. Sie kritisiert die Bundeskanzlerin und lobt den ehemaligen SPD-Generalsekretär Peter Glotz, der ihr in Sachen Vertriebene nahestand.
Flüchtlinge sollten nach Ansicht von kommunalen Spitzenverbänden nur in Ausnahmefällen in Sporthallen einquartiert werden. Sie fürchten, dass sonst die Stimmung in der Bevölkerung kippen könnte.
60 Vertreter von Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Verbänden tagen in Wiesbaden beim ersten hessischen Asylkonvent. „Wir wollen die Flüchtlinge zu Mitbürgern machen“, sagte Ministerpräsident Bouffier.
Neue Herausforderung in der Flüchtlingskrise: Zeltstädte in ganz Deutschland müssen winterfest gemacht werden. Die Zeit ist knapp. Besonders viel zu tun gibt es in Hessen.
Der SPD-Parteivorsitzende sieht in der Flüchtlingskrise große Nähe seiner Partei zur Bundeskanzlerin. Man könne Angela Merkel gar in die SPD aufnehmen, scherzt er. Zu den Unionsparteien aber hält er deutlich Abstand.
Der Oppositionsführer im Landtag äußert sich zu den Flüchtlingsströmen und den Auswirkungen auf Hessen. Das Ziel, die Staatsfinanzen zu konsolidieren, will er aber nicht aus den Augen verlieren. Ein Gespräch.
Kommunalpolitikern im Rhein-Main-Gebiet wird derzeit klar: Die dringend notwendigen Unterkünfte für Flüchtlinge werden die Stadtentwicklung beeinflussen. Sie brauchen Pragmatismus - und Phantasie. Ein Kommentar.
Die Flüchtlinge beschäftigten Behörden und Bürger im ganzen Land. Die Regierung in Wiesbaden sucht nach einer gemeinsamen Strategie und verbreitet Zuversicht. Doch für die Städte beginnt die Arbeit erst so richtig.
Nach wie vor kommen zahlreiche Flüchtlinge nach Hessen, das sich auch mit Zelten behilft. Letzteres soll sich bis zum Winter aber ändern. Derweil laufen bei der Stadt Wiesbaden wegen einer Notunterkunft das Bürgertelefon heiß.
Der Handel mit Gewerbeimmobilien in Frankfurt floriert, viele Büros stehen allerdings leer. Makler vermuten, dass Kommunen in der nächsten Zeit auf Eigentümer zugehen, um Flüchtlinge in leerstehenden Bürogebäuden unterzubringen.
110 pensionierte Polizeibeamte sollen fortan in der Verwaltung in Hessen ihre Kollegen unterstützen, die mit Flüchtlingen zu tun haben. Dafür seien entsprechende Verträge mit ihnen abgeschlossen worden, heißt es in Wiesbaden.
Von den Flüchtlingsströmen finanziell besonders belastete Kommunen sollen 2016 vom Land beim Finanzausgleich besser gestellt werden. Gießen kann mit zwei Millionen Euro mehr rechnen als zuletzt. Aber es gibt auch viele Verlierer. Etwa Frankfurt.
Von Freitag bis Sonntag haben insgesamt etwa 1,4 Millionen Besucher gemeinsam das Einheitsfest in Frankfurt gefeiert. Vom maskierten Rapper bis zu Saltos auf dem Wasser war alles dabei.
Schwangerschaften, Brüche, Traumata: Flüchtlinge brauchen ärztlichen Beistand. Viele Mediziner engagieren sich. Eine riesige Aufgabe ist psychologische Hilfe.
Hunderttausende Flüchtlinge strömen nach Deutschland, sie fliehen vor Krieg und Zerstörung, Hunger und Verfolgung. Wie ergeht es ihnen bei uns? Wie kommen sie in ihrer neuen Heimat zurecht, wie planen sie ihre Zukunft? In unserem Blog "Hier. Und jetzt? Als Flüchtling in Deutschland" begleiten wir einige auf ihrem Weg in Deutschland - nicht nur einmal, sondern über einen langen Zeitraum hinweg.
Die Integration der ankommenden Flüchtlinge hängt entscheidend davon ab, ob sie Arbeit finden. Gelingen kann sie aber nur, wenn auch die Zuwanderer bereit sind, sich auf den hiesigen Arbeitsmarkt einzulassen. Ein Kommentar.
Es gibt Versuche von Salafisten, Flüchtlinge zu radikalisieren. Ob diese fruchten, bleibt zweifelhaft. Schließlich sind die meisten Menschen vor den Islamisten geflohen.
An einer Kleinigkeit entzündete sich in einer Flüchtlingsunterkunft in Kassel-Calden eine Massenschlägerei zwischen Albanern und Pakistani. Am Ende waren mehr als ein Dutzend Asylbewerber und drei Polizisten verletzt.
Die streitenden Gruppen sind getrennt, es ist wieder ruhig in Calden. Doch wie kann die vielerorts immer wieder ausbrechende Gewalt in den überfüllten Asylunterkünften gestoppt werden?
Unionspolitiker begrüßen die jüngste Rede des Bundespräsidenten zur Flüchtlingskrise. Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner mahnt: „Integration ist keine Einbahnstraße“. Der Grüne Hofreiter zweifelt indes, ob Gaucks Äußerung „klug war“.
Bei einer mehrere Stunden andauernden Auseinandersetzung zwischen fast 400 Beteiligten sind in der Flüchtlingsunterkunft in Kassel-Calden 14 Menschen verletzt worden. Die Schlägerei ist der Höhepunkt einer Reihe von Vorfällen in den vergangenen Tagen.
Die vielen Ehrenamtlichen, die derzeit die Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen praktizieren, brauchen Unterstützung. Auch in Zukunft darf der Einsatzwille nicht erlahmen. Ein Kommentar.
Die Hilfsbereitschaft ist riesengroß - jetzt soll das ehrenamtliche Engagement in Frankfurt an die richtigen Stellen geleitet werden. Dazu gibt es auch eine neue Internetseite.
Mit der vom Bundesinnenminister gemachten Zusage für mehr Hilfe will sich Hessen nicht begnügen. Unterdessen sind neue Flüchtlinge im Land eingetroffen. Die Notfallplätze wurden jedoch nur teilweise in Anspruch genommen.
Die Stadtpolizisten müssen sich um die Flüchtlinge und ihre Sicherheit kümmern. Da bleibt für die Überwachung des ruhenden Verkehrs keine Zeit. Aber das soll sich bald ändern.
Das ist keine leichte Aufgabe: Darmstadt soll am Wochenende 1000 Plätze für Flüchtlinge bereitstellen - als Provisorium, bis sie zur Erstaufnahme kommen.
Weil die Stadt Platz für Flüchtlinge braucht, sind fünf Sporthallen belegt. Fünf weitere könnten hinzukommen. Das trifft Sportler und Schüler. Noch ist das Verständnis groß.
In Wiesbaden ist ein Großteil der eingetroffenen Flüchtlinge bereits wieder weitergereist - auf eigene Faust. Sie wollen zu Verwandten in ganz Deutschland und teilweise in Nordeuropa. Das birgt Risiken.
In Hessen werden die Ausgaben für die Aufnahme von Flüchtlingen im laufenden Jahr auf etwa eine halbe Milliarde Euro steigen.
Schnellrundgang mit Aha-Erlebnis: In gut 90 Minuten macht sich die Kanzlerin auf der IAA ein Bild von den Neuheiten der Autobranche. Sie sieht E-Autos und Hybride. Besonders angetan ist Merkel aber von Autos, die selbstständig einparken.
Erstmals haben Regierung und Opposition gemeinsam über die Bewältigung der Flüchtlingskrise beraten. 16.000 Flüchtlinge warten derzeit in hessischen Erstaufnahmen, immer weitere kommen an. Klar ist: Es werden noch größere Anstrengungen nötig sein.
Unter den Flüchtlingen sind viele Kinder ohne Eltern. Fast 30.000 nahmen die deutschen Jugendämter in den vergangenen fünf Jahren in ihre Obhut, die hessischen 3.700. In diesem Jahr wird ein Rekord erwartet. Frankfurt holt Ruheständler zur Betreuung.
Tag für Tag befragen Bundespolizisten in Frankfurt Flüchtlinge. Ihre Schicksale gehen an den Beamten nicht spurlos vorüber. Und die nächsten Züge sind schon unterwegs.
Um Flüchtlinge aufzunehmen, soll es in Deutschland weitere Drehkreuze geben. Im mittig gelegenen Hessen aber nicht, wie der Ministerpräsident sagt.