Wie Unternehmen Willkommenskultur üben
Deutschland hat mehr als eine Million Flüchtlinge aufgenommen. Unternehmen arbeiten daran mit, sie zu integrieren - ein Tropfen auf den heißen Stein. Erste Erfolge lassen sich aber schon beobachten.
Deutschland hat mehr als eine Million Flüchtlinge aufgenommen. Unternehmen arbeiten daran mit, sie zu integrieren - ein Tropfen auf den heißen Stein. Erste Erfolge lassen sich aber schon beobachten.
Ob in Misch-, Gewerbe- oder Industriegebieten - fast überall dürfen mittlerweile auch Flüchtlinge angesiedelt werden. Die Stadt bittet bei der Unterbringung um Mithilfe, will aber keine „Mondpreise“ zahlen.
Ahmed Rifai war 16, als er mit seiner Familie von einem Dorf bei Damaskus in Richtung Europa floh. Seit Griechenland ist er alleine unterwegs, mittlerweile lebt er als unbegleiteter Minderjähriger in Frankfurt. Sein größter Wunsch bei der Ankunft: Endlich lernen zu dürfen.
Auf der Hanauer Landstraße in Fechenheim entsteht eine neue Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Eine langjährige Nutzung wird erwartet, denn in Hessen kommen weiter zahlreiche geflüchtete Menschen an.
In diesem Jahr werden insgesamt wohl knapp 260.000 Wohnungen in Deutschland neu gebaut. Die Bauministerin sagt, es sollten künftig 350.000 im Jahr sein. Nun heißt es in einer Studie: Auch das wird nicht reichen.
Hunderttausende junge Flüchtlinge sollen zur Schule gehen. Frühestens nach einem halben Jahr können sie genug Deutsch, um in eine Regelklasse zu wechseln. Sie zu unterrichten ist eine anspruchsvolle Aufgabe.
Das Land Hessen will auch angesichts der vielen Flüchtlinge mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Nicht nur für die Asylsuchenden - insbesondere in den Ballungsräumen soll Familien geholfen werden.
7500 Euro Monatsmiete für die Unterbringung von Flüchtlingen in einer 80 Quadratmeter großen Wohnung? Falsche Zahlen geisterten durch Wiesbaden und sorgten für Empörung.
Rund 400 junge Leute hatten nach einer Demonstration ein leerstehendes Haus besetzt und forderten, obdachlose Migranten darin unterzubringen. Nach der Räumung durch die Polizei gab es lautstarke Kritik an der Stadt und den Ordnungshütern.
Für das Flüchtlingsmanagement ist die Sozialdezernentin zuständig. Ihr Blick auf die Integration der Neuankömmlinge ist nüchtern. Und jetzt richtet das Land auch noch eine große Erstaufnahme-Einrichtung in Frankfurt ein.
Der Hochtaunuskreis eröffnet eine Ambulanz für Flüchtlinge. Es ist eine Praxis, wie es sie bisher kein zweites Mal in Hessen gibt. Die Chancen sind groß, dass sich Patienten und Personal gut verstehen.
Asylsuchende in Hessen sollen bald nicht mehr in Zelten wohnen und schlafen müssen. Die Regierung ist zuversichtlich, dass feste Unterkünfte bis zum Jahresende diese Notquartiere ablösen können.
In Hessen gibt es es so wenige Arbeitslose wie seit 23 Jahren nicht mehr. Gegen den Trend ist die Zahl arbeitsloser Flüchtlinge kräftig gestiegen. Dass sich die Arbeitsagentur dennoch gelassen gibt, hat einen guten Grund.
Praktikumsplätze, Lehrstellen und Mentoren: Viele Betriebe heißen Flüchtlinge auf ihre Art willkommen. Doch längst nicht jedes Angebot findet Abnehmer. Meist liegt das weniger am mangelnden Willen, sondern vielmehr an der deutschen Bürokratie.
In dem ehemaligen Neckermann-Gebäude in einem Frankfurter Gewerbegebiet ziehen 2000 Flüchtlinge ein. Die Unterkunft dient als Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung. Die Stadt hatte das Areal für die Unterbringung bereits als nicht geeignet abgelehnt.
Auch den Skeptikern in der CDU will Volker Bouffier vermitteln, dass es keine Zauberlösung für die Flüchtlingskrise gibt. Im Interview äußert sich der Ministerpräsident enttäuscht über die Haltung von Gewerkschaften, Kirchen und Wirtschaftsverbänden.
Die ehrenamtliche Initiative „Über den Tellerrand“ bringt Frankfurter und Flüchtlinge beim Essen zusammen. Bei einem 3-Gänge-Menü entspinnen sich viele Gespräche - auf Deutsch, Englisch oder ganz einfach mit Händen und Füßen.
Auf der Herbsttagung des Bundeskriminalamts hat es niemand gewagt, die Flüchtlinge mit den Anschlägen in Paris zusammenzubringen. Warum wurde auch dort um den heißen Brei herumgeredet?
Jeden Mittwoch kommen rund 170 zugewiesene Flüchtlinge in Frankfurt an. Das System funktioniert immer besser, aber perfekt ist es noch nicht.
Horst Sichert hat einen Flüchtling aus Eritrea eingestellt. Beide wissen, wie wichtig gute Deutschkenntnisse im Beruf und für die Integration sind. Ein Projekt, für das die Rhein-Main-Zeitung um Spenden bittet, soll gezielt bei der Sprachförderung helfen.
Die Landesregierung erhöht das Haushaltsbudget für Integration und Aufnahme. Durch einen Aktionsplan werden neue Stellen für Lehrer und Polizisten geschaffen. Aus der Opposition erntet sie dafür Lob.
Auf der Suche nach einer weiteren Flüchtlingsunterkunft ist das Land in Wiesbaden fündig geworden. Im September hatten die örtlichen Grünen schon die frühere Army-Liegenschaft ins Gespräch gebracht.
Der hessische CDU-Politiker Manfred Pentz hat davor gewarnt, Flüchtlinge und Muslime pauschal unter „Generalverdacht“ zu stellen. Die „allermeisten“ Menschen seien auf der Flucht vor Mördern wie jenen, die das Massaker verübt hätten.
Die Versorgung der Flüchtlinge und die Schuldenbremse, Finanzausgleich und der „Fall DFB“: Hessens Finanzminister Thomas Schäfer von der CDU im Gespräch.
Das Land Hessen baut die Sprachförderung für junge Flüchtlinge aus. Der Großteil der Minderjährigen ist noch gar nicht in den Schulen angekommen.
Die Verteilung unbegleiteter Minderjähriger stellt Städte und Kreise vor große Herausforderungen. Nicht immer können alle Standards der Jugendhilfe eingehalten werden - manche Jugendliche protestieren dagegen auf ihre eigene Weise.
Eine Frankfurter Studentin wollte in der Flüchtlingskrise mehr machen als nur zuzusehen. Jetzt hilft sie dem jungen Afghanen Masoom dabei, im deutschen Behördendschungel nicht die Nerven zu verlieren. Ein Glücksfall - für beide Seiten.
Seit anderthalb Jahren lebt der frühere Übersetzer Masoom Gharibyar in Frankfurt. Langsam geht es aufwärts, auch dank einer neuen Bekannten. Marie Schwesinger hilft ihm mit Rat und Tat - ab und an auch mit einem kleinen theatralischen Auftritt.
Dolmetscher sind für viele Flüchtlinge mehr als nur Übersetzer. Frankfurt schafft nun feste Strukturen: Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten soll die Ehrenamtlichen schulen und schützen.
Ukraine-Krise, IS-Terror, Griechenland-Rettung und nun die Flüchtlinge: In der ersten Hälfte der Legislaturperiode sind zwei Frankfurter Bundestagsabgeordnete kaum zur Ruhe gekommen.
„Eine Volksbefragung zur Flüchtlingspolitik wäre jetzt der richtige Weg“ - das meint zumindest der Chef der FDP im hessischen Landtag. Die CDU sieht darin Nähe zur AfD.
Bei einer CDU-Veranstaltung in Darmstadt hat die Bundeskanzlerin erklärt, warum sie dagegen ist, Grenzen zu schließen. Dies könne zu militärischen Konflikten führen. Für ihre Flüchtlingspolitik erntete Merkel in Darmstadt mehr Lob als zuletzt in Sachsen.
Mangelhaftes Essen, zu wenig Kleidung: Flüchtlinge in Offenbach machen ihrem Ärger Luft. Auch Helfer dringen auf Verbesserungen und darauf, dass die Ankömmlinge endlich registriert werden. Das Land bittet um Geduld.
Mit Schauspiel und Musik hat Frankfurt ein Willkommensfest für Flüchtlinge in der Paulskirche gefeiert und sich bei den vielen Helfern bedankt. Bewusst hat sich die Stadt für diesen Veranstaltungsort entschieden.
Das Land Hessen möchte zusätzlich zu Babenhausen eine weitere Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge einrichten. Als Standort ist das alte Krankenhaus in Bad Homburg im Gespräch.
Wohnen in Uni-Städten wird teurer, die Suche immer schwieriger. In der Not bilden sich auch außergewöhnliche Wohngemeinschaften. Wir stellen einige von ihnen vor und fragen in unserer FAZ.NET-Fotoaktion: Wie wohnt Ihr?