Sehnsucht nach einer neuen Zeit
Von diesem Montag an wählen die Bischöfe den neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. In einem dürften sich viele Bischöfe einig sein: Er muss anders führen als Reinhard Kardinal Marx.
Von diesem Montag an wählen die Bischöfe den neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. In einem dürften sich viele Bischöfe einig sein: Er muss anders führen als Reinhard Kardinal Marx.
Geduldiges Zuhören und Moderieren zählen nicht zu den Stärken von Reinhard Marx. Nun war das Maß voll – der Erzbischof von München und Freising gibt den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz auf.
Die Versammlung des „Synodalen Wegs“ in Frankfurt endet mit einer positiven Bilanz. Aber ein Kardinal kritisiert die Veranstaltung. Ihn erinnere das an ein „protestantisches Kirchenparlament“.
Die Versammlung des „Synodalen Wegs“ in Frankfurt demonstriert ein anderes Verständnis von Kirche – und wie rasch sich eine Institution verändern kann.
Auf dem „Synodalen Weg“ wollen sich deutsche Katholiken mit schwierigen Themen auseinandersetzen. Es geht unter anderem um Zölibat und Gewaltenteilung in der Kirche. Etwaige Beschlüsse haben aber kaum Bindekraft.
Daniela Marschall-Kehrel hat hohe Erwartungen an den Synodalen Weg: Im Interview formuliert die Laienvertreterin der Frankfurter Katholiken ihre Hoffnung auf konkrete Ergebnisse.
Am Donnerstag tritt in Frankfurt zum ersten Mal eine Versammlung zusammen, die die katholische Kirche in Deutschland reformieren soll. Alle heißen Eisen werden angefasst. Doch die Entscheidungsgewalt hat letztlich jemand anderes.
Eigentlich wollten die 230 Mitglieder des „Synodalen Wegs“ in der katholischen Kirche im Frankfurter Kaiserdom tagen. Doch der wird gerade saniert. Außerdem ist es dort Ende Januar zu kalt. Jetzt muss ein Ausweichquartier her.
Die katholische Kirche muss die Kluft zwischen ihrem Lehramt und der Lebenswelt der Christen rasch verringern. Sonst wird die zahlenmäßige wie die gedankliche Leere in ihr noch größer.
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken setzt sich für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ein. Und erwartet von den Diözesanbischöfen die Bereitschaft zu einer „Neubesinnung auf das Wesen menschlicher Beziehungen“.
Katholische Bischöfe konnten sich bei der Entschädigung der Missbrauchsopfer weder auf die Summe einigen noch darauf, wo das Geld herkommen soll. Dafür soll eine andere Maßnahme in Zukunft greifen.
Der Vatikan legt sich mit den deutschen Bischöfen an, es geht um die Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal. Dahinter stecken zwei mächtige Männer, denen der ganze Weg nicht passt.
Der Vatikan wirft deutschen Bischöfen vor, Reformgespräche seien unvereinbar mit Kirchenrecht. In einem Brief, der der F.A.Z. vorliegt, schreibt der Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, Rom hätte lieber das Gespräch suchen sollen.
Die katholischen Bischöfen in Deutschland und Papst Franziskus stehen vor einem handfesten Konflikt. Es geht um den Umgang mit gleich vier Themen: Macht, priesterliche Lebensform, Sexualmoral – und Frauen.
Dürfen Frauen Priester werden? Ist der Zölibat noch zeitgemäß? Die katholische Kirche prüft nach dem Missbrauchskandal ihre Strukturen. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz sagt, was sich ändern muss – und was nicht.
Papst Franziskus hat sich in einem Schreiben an die deutschen Katholiken gewandt. Das hat es seit mehr als fünfzig Jahren nicht mehr gegeben. Doch die Botschaft des Briefs bleibt strittig.
In seinem Brief an die Katholiken in Deutschland geht der Papst auf die schwere Krise der Kirche ein. Seinen Mahnungen stoßen bei Bischöfen und Laien auf große Zustimmung.
Mit einer weiteren Kaskade von Ankündigungen und Wohlverhaltensbekundungen ist die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz zu Ende gegangen. Deutliche Worte kamen vom Vorsitzenden, dem Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx.
Die Studie zu Missbrauchsfällen innerhalb der katholischen Kirche ist nur der vorläufige Gipfel jahrzehntelanger Skandale und Enthüllungen. Mit diesen fünf Vorschlägen sollen Prävention und Aufarbeitung reformiert werden. Ein Gastbeitrag.
Nicht allein der Mangel an Unrechtsbewusstsein ist das Problem der deutschen katholischen Kirche, sondern vor allem das Fehlen einer Rechtskultur. Wie es besser geht, zeigen die Würdenträger in Österreich.
Thomas Sternberg zieht Parallelen zur NSDAP, die in der Weimarer Republik demokratisch ins Parlament gewählt wurde. Er fordert den „Widerstand aller freiheitlich-demokratischen Kräfte“, um den Aufstieg der AfD zu verhindern.
Auf dem Katholikentag ist die Erinnerung an Karl Kardinal Lehmann wach: Auf einer Gedenkveranstaltung erzählen frühere Weggefährten von berührenden, heiteren und skurrilen Momenten.
Merkel wird beim Katholikentag herzlich empfangen. Sie spricht über Krisen – das Publikum interessieren vor allem die Rüstungsausgaben.
Bei der Eröffnungsfeier des Katholikentages plädiert Bundespräsident Steinmeier für mehr Offenheit und Zusammenarbeit der Konfessionen – spricht jedoch auch eine deutlich Warnung aus.
Mit mehr als 50.000 Teilnehmern wird der Katholikentag in Münster wahrscheinlich alle Besucherrekorde sprengen. Das Motto „Suche Frieden“ überzeugt auch Udo Lindenberg – der seine Bilder zu den Zehn Geboten zeigt.
An diesem Mittwoch beginnt der katholische Kirchentag in Münster. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken macht schon davor seine Meinung zum Paragraphen 219a klar.
Die Kluft scheint kaum überbrückbar: Der Islam gehöre nicht zu Deutschland, da werde man sich nicht bewegen, sagt die CSU. Gegenwind bekommt sie nicht nur aus der CDU, sondern auch von der Kirche.
Jetzt hat sich auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble in die Debatte über Antisemitismus von muslimischen Einwanderern eingeschaltet. Der CDU-Politiker sieht einen „Stresstest für westliche Demokratien“. Gleichwohl sei der Islam ein Teil Deutschlands.
Er verkörperte die „radikale Mitte“ des deutschen Katholizismus. Auch Auseinandersetzungen mit der höchsten kirchlichen Autorität scheute er nicht – und wurde für seine Standfestigkeit belohnt. Zum Tod von Karl Kardinal Lehmann.
Der Katholikentag diskutiert nicht mit, aber über die AfD. Die Kirche sieht sich auch selbst in der Verantwortung, rechtspopulistischen Parolen zu begegnen.
In deutlichen Worten begründet ZdK-Präsident Sternberg, dass keine AfD-Politiker zum Katholikentag in Leipzig eingeladen wurden. Der Partei wirft er vor, durch ihre Haltung zum Islam auch das Christentum zu bedrohen.
Der Fuldaer Bischof Algermissen hat in harschen Worten die Gleichmacherei der Geschlechtsunterschiede kritisiert. Diese Ideologie widerspreche den katholischen Werten von Ehe und Familie.
Zwei prominente Bischöfe wenden sich gegen das Zentralkomitee der Katholiken. Sie kritisieren, dessen Forderung nach einer Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften stehe im Widerspruch zur „Lehre der Kirche“.
Unter dem Eindruck des Attentats auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ beginnt in Deutschland eine Debatte über den Blasphemie-Paragrafen. ZdK-Präsident Alois Glück warnt davor, „die Ereignisse in Paris zu instrumentalisieren“.
Eine Mehrheit der Deutschen Bischofskonferenz hat sich dafür ausgesprochen, Gläubige, die nach einer Scheidung wieder heiraten, in „Einzelfällen“ im Gottesdienst wieder zu den Sakramenten zuzulassen.
In Köln endet eine Ära. Nach 25 Jahren an der Spitze des größten deutschen Erzbistums hat Joachim Kardinal Meisner auf sein Amt verzichtet.