Auf dem synodalen Irrweg
Die Bilanz des katholischen Reformprojekts „Synodaler Weg“ fällt mager aus. Mehr Veränderungen wären möglich gewesen. Das lag nicht nur am fehlenden Mut der Bischöfe.
Die deutschen Bischöfe wählen einen neuen Vorsitzenden. Wer Italienisch kann, ist im Vorteil. Aber einen Favoriten gibt es nicht. Sicher ist nur, wer es nicht wird.
Die Bilanz des katholischen Reformprojekts „Synodaler Weg“ fällt mager aus. Mehr Veränderungen wären möglich gewesen. Das lag nicht nur am fehlenden Mut der Bischöfe.
Nach einem langen erbitterten Schlagabtausch mit dem Vatikan hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken einer Satzung der neuen Synodalkonferenz mit römischer Handschrift zugestimmt.
Ein neues nationales Gremium soll über wichtige Belange der katholischen Kirche in Deutschland beraten und Beschlüsse fassen. Wie verbindlich diese für wen sein sollen sind, bleibt jedoch offen.
Deutsche Bischöfe und der Vatikan stritten verbissen darüber: Am Freitag entscheidet sich die Zukunft des „Synodalen Rates“. Was ist von dem Reformprojekt übrig geblieben?
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken will in der Berliner Politik mitmischen und überschätzt sich dabei gehörig. Der neue Papst? Bleibt Nebensache. Das ist deutscher Provinzialismus pur.
Eine Handreichung für die Segnung homosexueller Paare in der katholischen Kirche in Deutschland war überfällig. Aber sie zwei Tage nach dem Tod des Papstes zu verabschieden, hinterlässt einen fatalen Eindruck.
Eine neue Anleitung soll Segnungen von wiederverheirateten und homosexuellen Paaren regeln. Die Autoren des Papiers sagen, das sei im Sinne des verstorbenen Papstes Franziskus. Doch es gibt Kritik.
2013 wurde erstmals in der Geschichte der katholischen Kirche ein Lateinamerikaner zum Papst gewählt. Der Jesuit Jorge Mario Bergoglio nahm sich Großes vor. Ein Nachruf auf Papst Franziskus.
Wo die katholische Kirche in Deutschland noch jung ist, ist sie von Migranten geprägt. Die hätten Politik und Gesellschaft womöglich viel zu sagen – aber kommen nicht einmal in ihrer eigenen Kirche zu Wort.
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist längst auf dem besten Weg, den politischen Katholizismus der Lächerlichkeit preiszugeben. Rücktritte wie der Kramp-Karrenbauers werden die Entwicklung kaum aufhalten – im Gegenteil.
Der Anschlag in Solingen erschüttert das Land. Die Kirchen in der Stadt sind mit Seelsorgern im Einsatz und haben ihre Gotteshäuser geöffnet. Ein Stadtpfarrer schildert die Situation.
Die Letzte Generation stört auf dem Katholikentag eine Podiumsdiskussion mit dem Kanzler. Der lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und ruft dazu auf, den öffentlichen Raum und die Meinungsfreiheit zu verteidigen.
Bevor in Erfurt der Katholikentag beginnt, skizziert Friedrich Merz, wie eine christlich-demokratische Friedenspolitik aussehen sollte. Am Ende klatschen sogar Sozialdemokraten.
Er war Minister unter Lothar de Maizière und Kurt Biedenkopf und oberster Laienkatholik in Deutschland. Jetzt ist Hans Joachim Meyer im Alter von 87 Jahren gestorben.
Bischöfe, Laien und der Papst streiten über Reformen. Dabei gibt es allerorten ganz praktische Probleme, die für einzelne Einrichtungen existenziell werden können – aber auch für die Kirche insgesamt.
Weißer Rauch ist im Streit zwischen dem Vatikan und den deutschen Katholiken nicht in Sicht. Bischof Georg Bätzing hat am Freitag in Rom einen schweren Stand. Beim zentralen Streitpunkt sind die Fronten verhärtet.
Der Vatikan hat die deutschen Bischöfe aufgefordert, nicht über die Satzung des „Synodalen Ausschusses“ abzustimmen. Die Entscheidung wäre „ungültig“, heißt es in einem Schreiben, das der F.A.Z. vorliegt.
Bischöfe und Laien scheren sich nicht um das Verbot des Papstes, sein Lieblingswort „Synodalität“ auf Deutsch auszubuchstabieren.
Die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken hat am Samstag nahezu einstimmig grünes Licht für die Arbeit des Synodalen Ausschusses gegeben. Andere Vorschläge stoßen dagegen auf Ablehnung.
Die katholischen Laien wollen auf ihrer Tagung über Strukturreformen beraten. Zur Debatte steht unter anderem, die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken erheblich zu verkleinern.
Nach dem „Synodalen Weg“ konstituiert sich in der Ruhrgebietsstadt ein „Synodaler Ausschuss“. Entgegen aller Aufbruchsrhetorik schließen sich hinter den Anwesenden aber die Türen.
Nach dem „Synodalen Weg“ konstituiert sich in der Ruhrgebietsstadt ein „Synodaler Ausschuss“. Entgegen aller Aufbruchsrhetorik schließen sich hinter den Anwesenden aber die Türen.
Vertreter der katholischen Kirche, von Orden und Verbänden warnen vor Populismus in Debatten über das Klima. Sie sehen eine „Aufheizung des gesellschaftlichen Klimas“.
Mehr als eine halbe Million Menschen sind im vergangenen Jahr aus der katholischen Kirche ausgetreten. Damit werden die Austrittszahlen aus dem Jahr 2021 noch übertroffen.
Die große Masse der Bischöfe tut sich bis heute schwer mit dem Reformprozess, die Fronten sind verhärtet. Kein Wunder, dass die Zahl der Austritte mit jedem Jahr größer wird.
Konservative Bischöfe blockieren die Finanzierung eines neuen Entscheidungsgremiums mit Beteiligung von Laien. Die Zukunft des „Synodalen Ausschusses“ ist damit unklar.
Die Ampelkoalition hat sich vorgenommen, die Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen anzugehen. CSU-Chef Söder ist gegen entsprechende Pläne – und deutet an, dass es ihm dabei auch um eine Universität in Bayern geht.
Priestertum für Frauen, Segensfeiern für Homosexuelle, Ausnahmen vom Zölibat: Diese Fragen stehen beim „Synodalen Weg“ im Mittelpunkt – der von Rom weiter mit Ablehnung begleitet wird.
Europas Katholiken sind in der Reformdebatte tief gespalten. Die Kirchen in Osteuropa lehnen Veränderungen ab. Was bedeutet das für den „Synodalen Weg“?
Die Welt trauert um Benedikt XVI. Am Silvesterabend dankt Papst Franziskus im Petersdom für das Zeugnis seines verstorbenen Vorgängers. In andere Würdigungen mischen sich auch kritische Töne.
Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken lässt ihrer Verärgerung über den Vatikan freien Lauf – und lobt die deutschen Bischöfe.
Das Verhältnis der deutschen Katholiken zum Vatikan hat einen Tiefpunkt erreicht. Daran sind auch die deutschen Bischöfe schuld. Aber nach Canossa müssen sie nicht gehen.
Der Vatikan hatte gewarnt, aber beeindrucken ließ sich die übergroße Mehrheit der Mitglieder des „Synodalen Wegs“ nicht. Der Weg ist frei für neue Leitungsstrukturen in der der katholischen Kirche in Deutschland.
Ein neues Leitungsgremium aus Laien und Bischöfen soll künftig über zentrale Fragen der katholischen Kirche beraten. Ein Theologieprofessor spricht von einer „kleinen kulturellen Revolution“.
Auf der Vollversammlung des „Synodalen Wegs“ in Frankfurt kommt es zum Eklat. Erst ein Kompromiss bei einem anderen Thema sorgt für etwas Ruhe.
Der Vatikan wirft den deutschen Katholiken einen Sonderweg vor. Doch Bischofskonferenzen aus anderen Ländern berichten über die gleichen Probleme.