Medizin ist gut, Vertrauen ist besser
Wer sagt, dass ein Leben mit schwerer Krankheit sinnlos ist? Die Idee der Selbstbestimmung ist der falsche Ratgeber. Wer Suizidhilfe will, der öffnet auch aktiver Sterbehilfe Tür und Tor. Ein Gastbeitrag.
Wer sagt, dass ein Leben mit schwerer Krankheit sinnlos ist? Die Idee der Selbstbestimmung ist der falsche Ratgeber. Wer Suizidhilfe will, der öffnet auch aktiver Sterbehilfe Tür und Tor. Ein Gastbeitrag.
Einige Bundestagsabgeordnete wollen den ärztlich assistierten Suizid ausdrücklich gesetzlich regeln. Damit soll Rechtssicherheit für Ärzte geschaffen und andere Anbieter überflüssig gemacht werden.
Befürchtungen, bei einem gesetzlich geregelten ärztlich begleiteten Selbstmord würde die Zahl der Sterbewilligen steigen, sind Wissenschaftlern zufolge unbegründet. Anders sieht es bei einer „Tötung auf Verlangen“ aus.
Kopilot Andreas Lubitz hat sich vor der Germanwings-Katastrophe im Internet über verschiedene Arten der Selbsttötung informiert. Seine Suizidgedanken verschwieg er aber offenbar seinem gesamten Umfeld.
Soll es Sterbenskranken oder schwer Pflegebedürftigen gesetzlich erlaubt werden, einen früheren Tod mit Hilfe eines Arztes herbeizuführen? In einer Umfrage sprechen sich nun weit weniger Menschen als bisher für den ärztlich assistierten Suizid aus.
Jugendschützer und Politiker schlagen Alarm: Kinder können im Internet leicht auf Inhalte stoßen, die Magersucht, Suizid oder Selbstverletzungen verherrlichen. Aber kann die aktuelle Gesetzeslage überhaupt ausreichend Schutz gewährleisten?
Vor 70 Jahren ging die vorpommersche Stadt Demmin in Flammen auf. Die russischen Soldaten drangsalierten die Bevölkerung – Hunderte brachten sich daraufhin selbst um.
Es gibt keinen Grund, die Beihilfe zur Selbsttötung unter Strafe zu stellen
Weit mehr als hundert Professoren und Praktiker sprechen sich in einem Aufruf dagegen aus, dass die Strafbarkeit der Sterbehilfe ausgeweitet wird. Sie warnen vor einem „Systembruch, dessen Auswirkungen nicht absehbar sind“.
Auf dem Gelände des Sitzes des amerikanischen Kongresses hat ein Unbekannter Suizid begangen. Nach einem Schuss hatte die Polizei zunächst Sicherheitsalarm ausgerufen.
In dem folgenden Text spricht ein junger Mann über schwere Depressionen. Es sind seine. Und die des Unglückspiloten Andreas Lubitz. Ein Plädoyer für mehr Verständnis.
Alle 15 Minuten geweckt, rund um die Uhr – das werfen die Anwälte von Thomas Middelhoff der Justiz vor. Den Anlass zu den Kontrollen gab Middelhoff womöglich selbst.
Für die portugiesischen Behörden ist der Fall klar gelagert: Wolfgang K., einer der Reemtsma-Entführer, reiste an die Algarve und beging Suizid. Deutsche Ermittler zweifeln an dieser Version. Sie wollen die Leiche neu obduzieren.
Ein Pilot reißt 149 Menschen mit sich in den Tod. Die Tat ist zu furchtbar für jegliche Rechtfertigung. Aber ihren Keim findet man auch anderswo.
Hätte man die Absichten des Kopiloten vorher erkennen können? Der Mannheimer Psychiater Harald Dreßing ist skeptisch. Dennoch seien Psycho-Checks für Piloten sinnvoll.
Als „ganz normal“ wird der Kopilot beschrieben, der die Passagiere des Germanwings-Flugs von Barcelona nach Düsseldorf mit in den Tod riss. Aber wie normal ist ganz normal?
Hätte es Lufthansa ahnen können, dass ein Kopilot die Maschine in den Boden steuert? Wer jetzt die Fluggesellschaften verantwortlich macht, verkennt, dass ein Suizid selten vorhersehbar ist.
So unglaublich der Fall der verunglückten Germanwings-Maschine nach derzeitigem Kenntnisstand ist: In den vergangenen Jahrzehnten gab es mehrere dokumentierte Fälle, in denen Piloten sich mit ihrem Flugzeug umgebracht haben.
Der frühere Wettermoderator Ben Wettervogel ist tot in seiner Wohnung in Berlin gefunden worden. Wettervogel hatte neun Jahre lang beim Morgenmagazin moderiert.
Der Fall des belgischen Sexualstraftäters Frank Van Den Bleeken sorgte für Aufsehen. In letzter Minute wurde der von ihm gewünschte begleitete Suizid abgesagt. Offenbar hat ein Minister ihn umstimmen können.
Die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner glaubt zwar nicht mehr an einen Suizid des Staatsanwaltes Alberto Nisman, der gegen sie Anklage erheben wollte, spricht nun aber von einem Komplott gegen die Staatsführung.
Nach dem mutmaßlichen Suizid des Staatsanwaltes Alberto Nisman macht der Oberste Gerichtshof Argentiniens überraschend dessen Anklage gegen Präsidentin Fernández de Kirchner vollständig publik.
Nach der gerichtsmedizinischen Untersuchung gehen die Behörden in Argentinien von einem Suizid des Sonderstaatsanwalts Alberto Nisman aus. In Buenos Aires und weiteren Städten kommt es zu Protesten gegen die Regierung.
Wer kann beurteilen, aus welchen Gründen jemand aus dem Leben scheiden will? Wird die Sterbehilfe einmal legal, bleibt sie nicht lange geregelt. Die Befürworter des assistierten Suizids denken die Sache nicht zu Ende.
Einem Menschen, der sein eigenes Leben für lebensunwert erklärt, darf man um der Menschenwürde willen nicht nachgeben. Selbstbestimmtes Sterben ist dennoch möglich: im Hospiz.
Sterbehilfe-Vereine sehen den assistierten Suizid als Ausdruck von Menschenwürde. Doch nicht immer stehen dahinter bestimmte weltanschaulichen Lager. Oft ist es ein zeitgemäßes Autonomiedenken mit ganz eigener Dynamik.
Jeder will würdig sterben. Was ist, wenn das nicht möglich ist? Wer nicht über Tugenden wie Gelassenheit und Zuversicht verfügt, kann immer noch die richtigen Bücher lesen. Eine Lektüre zum Totensonntag.
Im Bundestag wollen viele Abgeordnete organisierte Formen der Sterbehilfe verbieten. In der emotionalen Debatte ging es auch um persönliche Erfahrungen. Strittig bleibt die ärztliche Beihilfe zum Suizid.
Sollte die ärztliche Beihilfe zum Suizid explizit erlaubt werden, könnten sich Schwache zum Selbstmord gedrängt fühlen. Das befürchtet Kardinal Woelki. An diesem Donnerstag debattiert der Bundestag über die gesetzliche Neuregelung der Sterbehilfe.
An diesem Donnerstag debattiert der Bundestag über Sterbehilfe. Auch Frau W. wollte diese in Anspruch nehmen, als sie von dem Tumor in ihrem Bauch erfuhr. Doch dann nahm ihr ein Arzt die Angst vor dem natürlichen Tod - vorerst.
Die Palliativmediziner vom Krankenhaus Barmherzige Brüder in München bieten eine Alternative zum Selbstmord aus Angst vor einer Krankheit: Sie begleiten die Menschen bis zu ihrem natürlichen Tod.
Mit dem Freitod der unheilbar erkrankten Brittany Maynard wird für Sterbehilfe geworben. Ihre Videobotschaften vermitteln den selbstbestimmten Tod als Vorbild. Ein Signal, das den Begriff der menschlichen Würde auf fatale Weise verengt. Ein Kommentar.
Vor fünf Jahren starb Nationaltorwart Robert Enke. Sein Suizid und jahrelang verborgene schwere Depressionen erschütterten nicht nur die Sportwelt. Was hat sich seitdem verändert?
Gerichtsmediziner haben den Suizid von Robin Williams offiziell bestätigt. Laut ihrem Bericht hatte der Schauspieler vor seinem Tod weder Drogen noch Alkohol zu sich genommen. Allerdings zeigte die Autopsie Spuren verschreibungspflichtiger Medikamente.
Sterben in Würde und Autonomie: Ist das zu viel verlangt? Schwerkranke müssen Ärzte auch um einen letzten Dienst bitten können. Plädoyer für die Liberalisierung der Suizidhilfe.
Umfassende und geistesgegenwärtige Pflege, die Seelsorge und den achtsamen Umgang mit den spirituellen Bedürfnissen der Menschen einschließt, eine Erweiterung der Hospizarbeit, zureichende palliativmedizinische Ausbildung sowie die Erreichbarkeit palliativer Hilfe für jeden, der sie braucht: Das sind die vorrangigen Antworten, die unsere Gesellschaft auf die Sorge um menschenwürdige Bedingungen beim Sterben geben muss.