Wie die Türkei mit der Religion ringt
Offiziell ist die Türkei laizistisch, faktisch hat sie jedoch den sunnitischen Islam zur Staatsreligion gemacht. Eine islamische Republik ist sie aber noch nicht – auch wenn das Präsident Erdogan gerne hätte.
Offiziell ist die Türkei laizistisch, faktisch hat sie jedoch den sunnitischen Islam zur Staatsreligion gemacht. Eine islamische Republik ist sie aber noch nicht – auch wenn das Präsident Erdogan gerne hätte.
Franziskus grüßt in alle Richtungen: Im laxen Stil päpstlichen Schreibens „Amoris laetitia“ droht nun die kirchenrechtliche Anerkennung der Piusbrüder. Was für ein „neuer Humanismus“ soll das bitte sein?
Während diskutiert wird, ob „der Islam“ nun zu Deutschland gehört oder nicht, zeigt eine Umfrage: Fast zwei von drei Deutschen haben nicht einen Muslim im Bekanntenkreis. Und auch über den Islam wissen die meisten Deutschen nichts.
Das Grundgesetz schützt den Islam. Es kommt aber immer darauf an, wie er hier gelebt wird.
Der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm wirft der AfD vor, einen „Kampf der Kulturen“ heraufzubeschwören. Die Partei setze auf „Abgrenzung, Abwertung, ja Ausgrenzung“ von Muslimen.
Gemäßigte Töne zum Islam sind aus dem Programm der AfD am Wochenende weggefallen. Doch es hätte noch viel schlimmer kommen können.
Manche reagieren auf die AfD, indem sie sie zum Feind erklären und an die dreißiger Jahre erinnern. Dabei kann man der Partei gar keinen größeren Gefallen tun.
Nach dem Parteitag hagelt es für die AfD heftige Kritik von allen Seiten. Der Tenor: Mit der Partei sei kein Staat zu machen. Vor allem eine Partei teilt kräftig aus.
Mit scharfer Kritik hat Bundesjustizminister Heiko Maas auf die Beschlüsse der AfD zum Islam. Im F.A.Z.-Gespräch wirft der SPD-Politiker der rechtspopulistischen Partei ein verfassungswidriges Rechtsverständnis vor.
Nicht nur Vertreter der Muslime fühlen sich angesichts wachsender Zustimmung für die AfD an finstere Zeiten in Deutschland erinnert. Auch der Verband der Juden Europas zieht einen Vergleich zum Aufstieg der NSDAP und fordert die Kanzlerin zum Eingreifen auf.
Die AfD gehört seit ihrem Stuttgarter Programmparteitag zu den politischen Kräften, die einen Geist der Einschüchterung verbreiten. Der Satz, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, ist autoritär.
Sehen so Liberale aus? Das soll konservativ sein? Der Stuttgarter Programmparteitag der AfD wirft Fragen zu ihrer politischen Ideologiefähigkeit auf.
Der Religionspädagoge Mouhanad Khorchide wirbt für einen Wandel in der religiösen Bildung und hebt den Freiraum des Einzelnen hervor. Das dürfte nicht allen gefallen.
Ein Redner spricht dem Islam die Religionsfreiheit ab, ein anderer fordert zum Dialog auf – und wird ausgebuht. Am Ende steht der Satz „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ im Programm. Für Unruhe auf dem Parteitag sorgt außerdem ein Leak von Teilnehmerdaten.
Wie sich die AfD den Fahrplan in ein anderes Deutschland vorstellt. Eindrücke vom Programmparteitag in Stuttgart.
Mit deutlicher Verspätung hat der Parteitag der AfD begonnen. Vize-Chef Gauland fordert die Mitglieder auf, nicht über jedes Komma zu streiten. Bis zum frühen Nachmittag beschäftigen sie sich aber vor allem mit sich selbst. Verfolgen Sie die Entwicklungen auf FAZ.NET live.
In Deutschland stellt die AfD in Frage, ob der Islam mit der parlamentarischen Demokratie und dem Grundgesetz vereinbar ist. Die Antwort ist einfach.
Der Streit um die Homoehe ist entschieden. Doch nun haben Amerikas Kulturkämpfer ein neues Thema entdeckt - die Toilette. Besonders ein Gesetz in North Carolina heizt die Debatte an.
Muss der Islam mit dem Grundgesetz vereinbar sein, wie die AfD es fordert? Die Frage ist müßig, denn das Grundgesetz verlangt nichts dergleichen. Auch nicht von Christen. Ein Gastbeitrag.
Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) will Flüchtlinge vermehrt auf dem Land unterbringen. Im Interview mit der F.A.Z. spricht er über die ländliche Willkommenskultur, die Konkurrenz der AfD und Grenzkontrollen am Brenner.
Merkels Ermächtigung für Böhmermanns Strafverfahren hinterlässt ebenso Erklärungslücken wie ihre Unwilligkeit, Korrekturen in der Flüchtlingspolitik vorzunehmen. Das macht es jetzt Rechtspopulisten leicht.
Deutschland hat in Europa nicht nur wirtschaftliche und politische Macht. Unser Land ist auch eine kulturelle Macht durchaus besonderer Art. Für die, die zu uns kommen, enthält Integration diese historisch-kulturelle Zumutung - auch wenn und gerade weil sie aus muslimischen Ländern stammen.
Die stellvertretende AfD-Vorsitzende hat den politischen Islam als „größte Bedrohung für Demokratie und Freiheit“ bezeichnet. Ihre Thesen stoßen auf Widerspruch. Heiner Geißler spricht von „religiösem Rassismus“.
Während der Zentralrat der Muslime ebost auf die Islam-Angriffe der AfD reagiert hat, verweist die Bundesregierung auf die Religionsfreiheit im Grundgesetz. Als „abstoßend“ bezeichnete EU-Parlamentspräsident Schulz die Einlassungen von AfD-Funktionären. Die Reaktionen im Überblick.
Ein Unbekannter hat bei einer Sikh-Hochzeit einen Sprengsatz gezündet, drei Menschen wurden verletzt. Die nach dem Anschlag festgenommenen Männer sind wieder auf freiem Fuß.
Einer Lehrerin wird die Einstellung verweigert, weil sie ein Kopftuch trägt. In Berlin ist das erlaubt. Wie neutral müssen Schulen sein?
Im amerikanischen Bundesstaat Mississippi dürfen Bürger jetzt wegen ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt werden – mit einer für aufgeklärte Menschen unfassbaren Begründung.
In einigen Schweizer Schulen ist es Brauch, jedem Schüler zu Beginn und Ende des Unterrichts die Hand zu reichen. Zwei syrische Brüder verweigern Lehrerinnen diese Geste – und lösen damit eine Grundsatzdebatte aus.
In der AfD wird erstmals ein direkter Eingriff in die Religionsfreiheit gefordert, um gegen den Islam vorzugehen. Wieder ein Vorschlag, der wohl aus dem rechten Lager um Björn Höcke kommt. Nimmt sein Einfluss weiter zu?
Ihre Männer wurden inhaftiert, misshandelt, getötet. Mutige Frauen kämpfen dafür, dass ihre Schicksale nicht in Vergessenheit geraten.
Über Monate hinweg war eine Sporthalle im Hauptgebäude der TU Berlin vor allem freitags überfüllt: Sie wurde von muslimischen Studenten als Gebetsraum, aber auch von Imamen genutzt. Jetzt wird der Raum geschlossen.
Nach dem Brüsseler Gipfel sieht der CDU-Fraktionsvorsitzende Kauder einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Lösung der Flüchtlingskrise. Die Linke wirft der EU hingegen vor, sich von Ankara erpressen zu lassen.
Der Streit der Parteien um die Besetzung des vakanten Richterstuhls am Obersten Gerichtshof in Amerika ist in vollem Gange. Die Nachfolge des Richters Antonin Scalia beeinflusst auf lange Sicht die Politik des Landes.
Papst Franziskus hat Donald Trump scharf kritisiert. Er sei kein Christ, sagt das kirchliche Oberhaupt. Die Antwort des amerikanischen Präsidentschaftskandidaten folgt prompt.
In Bayern werden Flüchtlingen in einem Pilotprojekt die Grundprinzipien unserer Rechtsordnung vermittelt. Dabei zeigt sich: Je nach Herkunft der Geflüchteten sind die Vorstellungen von Recht und Gesetz völlig verschieden.
Der Staat schuldet Respekt. Und der hat seinen Preis. Wirksamer als der Weihrauch der Werte ist die Wirklichkeit, wie sie sich Flüchtlingen zeigt.