Die Mordlust im Netz wird immer größer
Einige Internetforen verwandeln die kreative Meme-Kultur in ein Radikalisierungsprogramm für erfolg- und orientierungslose junge Männer. Dort lernen sie auch, wie man Waffen baut.
Einige Internetforen verwandeln die kreative Meme-Kultur in ein Radikalisierungsprogramm für erfolg- und orientierungslose junge Männer. Dort lernen sie auch, wie man Waffen baut.
Stephan B. zeigt in dem Video, das er von seiner Tat aufgenommen hat, Menschenverachtung und einen tiefsitzenden Antisemitismus. Am Tag danach fragen viele nach dem gesellschaftlichen Nährboden für den Hass – und wie man den Rechtsextremismus bekämpfen kann.
Der Anschlag in Halle bezeugt, wie sich Achsen des gesellschaftlichen Zusammenhalts verschoben haben. Wer Hass sät oder zulässt, dass andere ihn säen, braucht sich über die Ernte nicht zu wundern.
Während man in Deutschland um Worte für die unfassbare Tat von Halle ringt, richten sich alle Blicke gen Oslo – dort wird heute mit der Vergabe des Friedensnobelpreises ein Zeichen gegen den Hass gesetzt.
Den Kampf gegen den Hass muss die ganze Gesellschaft führen. Auch und besonders im Netz. Extremisten suchen und finden dort alles, was sie für die Verwandlung in eine Mordmaschine brauchen.
Die dunklen Ecken des Internets bringen immer mehr antisemitische und fremdenfeindliche Attentäter hervor – auch Stephan B. brüstete sich hier vor seiner Tat.
Stephan B. schwafelte von einer „zionistisch besetzten Regierung“ und sah „den Juden“ als Wurzel allen Übels. Aber sein Verhalten war „untypisch für deutsche Neonazis“, sagt ein Terrorismusexperte.
Die Polizei sichert jüdische Einrichtungen im Rhein-Main-Gebiet bisher umfangreich. Trotzdem fordert der Rat der Religionen in Frankfurt angesichts der aktuellen Geschehnisse mehr Schutz für Gemeinden.
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle dauerhaft besseren Schutz für jüdische Einrichtungen in Deutschland angekündigt. Das Attentat sei eine „Schande für unser ganzes Land“.
Politiker und Medien in Israel kommentieren den Anschlag auf die Synagoge in Halle. Vom „Mythos“ eines besseren Deutschlands ist die Rede. Juden seien „wieder einmal leichte Beute geworden“.
Nach dem Anschlag in Halle denken jüdische Gemeinden über bessere Schutzkonzepte nach. Große Gemeinden haben dafür bereits jetzt eigenes Sicherheitspersonal, viele kleinere haben ein Problem.
In Benndorf bei Eisleben ist die Wohnung des Täters von Halle durchsucht worden. Unterdessen nennt Bayerns Innenminister den AfD-Politiker Höcke einen der geistigen Brandstifter für wachsenden Antisemitismus in Deutschland.
Der Holocaust liegt achtzig Jahre zurück – doch der Antisemitismus ist scheinbar unausrottbar. Sicherheitsmaßnahmen rund um jüdische Einrichtungen sind immer noch dringend nötig.
In Halle wird der Opfer der Attacke auf die Synagoge vom Mittwoch gedacht. Doch in der Stadt gibt es rechte Strukturen, die die Tat von Stephan B. begünstigt haben könnten.
Die Nachrichten über zwei Morde und das Attentat auf die Synagoge in Halle sind zunächst verwirrend. Das zeigt sich auch in den Sondersendungen des Fernsehens. Nur einer weiß mal wieder ganz genau, was läuft.
Die Zahl der antisemitischen Straftaten steigt. Warum aber hatte die Synagoge in Halle keinen Polizeischutz? In Syrien geht Erdogans Militäroperation „Friedensquelle“ weiter. Was sonst wichtig wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.
Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, nach den tödlichen Schüssen in Halle/Saale sagt, dass Rechtsrextremismus eben nicht nur eine politische Entwicklung, sondern auch brandgefährlich sei.
Am höchsten jüdischen Feiertag wird in Halle auf die Synagoge geschossen. Anders als in Berlin oder Frankfurt gibt es hier keinen Polizeischutz. Zwei Passanten sterben, ein größeres Blutbad wurde nur knapp verhindert.
Ein Rechtsextremist will schwer bewaffnet in eine Synagoge eindringen und scheitert. Dann erschießt er zwei Menschen. Als er später festgenommen wird, hat er am Hals eine Schusswunde.
Am wichtigsten jüdischen Feiertag befreien sich die Gläubigen von ihrer Schuld und versöhnen sich mit Gott. Die Ursprünge des Tages liegen im hebräischen Teil der Bibel.
Nach der Diskussion um den Nelly-Sachs-Preis gibt es jetzt auch Streit um den Kunstpreis Aachen. Wieder geht es um die Boykott-Bewegung BDS. Und das ist gut so.
Der einst bettelarme Bauernstaat ist längst zu einem bewunderten Industrieland geworden. Aber auch die Schweizer Geschichte kennt dunkle Kapitel - mancher Blick in die jüngere Vergangenheit ist sogar ausgesprochen schaurig.
Die Geschichte der Juden Afghanistans reicht mehr als 100 Generationen zurück. Doch Krieg, Armut und Verfolgung haben die einst große Gemeinde dem Untergang geweiht. Ein einziger Überlebender hält einsam die Stellung.
Die Hinweise sind mehr als deutlich und dürfen nicht verschwiegen werden: Der Antisemitismus Wilhelms II. war keine zeitweilige Verirrung, er hatte System, erklärt der Historiker John Röhl in seinem Gastbeitrag.
Dass die deutschen Bischöfe jetzt über Sexualmoral, Missbrauch, Zölibat und die Rolle von Frauen zumindest sprechen, ist ihnen hoch anzurechnen – und es ist dringend notwendig, um dem Bedeutungsverlust der katholischen Kirche entgegenzuwirken.
Der Kulturwissenschaftler Klaus Theweleit war Mitte dreißig, als 1977 sein spektakuläres Buch „Männerphantasien“ erschien. Jetzt wird es im Herbst neu aufgelegt. Ein Gespräch über Werk und Leben.
Für mich als jemanden, der in der Sowjetunion aufgewachsen ist, ein Déjà-vu: Warum mir das Bemühen, bestimmte Worte zu verbannen, unheimlich ist. Ein Gastbeitrag.
Elizabeth McGovern über ihre Rolle als Cora Crawley, ihre wilden amerikanischen Vorfahren, den Brexit – und warum sie mit ihrer Band keinen Country spielt.
Die Initiative „Rent A Jew“ vermittelt jüdische Referenten an öffentliche Einrichtungen. Dadurch sollen Vorurteile abgebaut werden und kultureller Austausch gestärkt werden. Eine Gemeinde in Hessen hat es ausprobiert.
Es war ein ersehnter Höhepunkt beim Filmfest in Toronto: Taika Waititis „Jojo Rabbit“ macht Hitler zum Mitwirkenden einer Komödie über die Schoa.
Was bringt Menschen dazu, an Nazis auf dem Mond und ferngesteuerte Politiker zu glauben? Roland Imhoff geht dieser Frage nach. Er hält wenig davon, Verschwörungsgläubige für krank zu erklären.
Mehr als zehn Prozent der Wahlberechtigten in Israel sprechen Russisch. Der wachsende Einfluss der orthodoxen Juden bereitet ihnen Sorgen – für Benjamin Netanjahu ist das keine gute Nachricht.
Die französische Kunsthistorikerin Emmanuelle Polack untersucht den Pariser Kunstmarkt zur Zeit der deutschen Besetzung von 1940 bis 1944.
Der legalistische Islamismus ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Sein Einfallstor ist die Bildung – sein Ziel die Errichtung eines islamischen Gottesstaats mit friedlichen Mitteln. Ein Gastbeitrag.
„Der Krieg und ich“ schildert Kindern den Zweiten Weltkrieg und das Grauen des Holocausts. Auf dieser Gratwanderung findet die Serie einen Weg, den Jüngsten darzustellen, was das NS-Regime anrichtete.
Am Wochenende beginnt an vielen Theatern des Landes die neue Spielzeit. Worauf können wir uns freuen? Was wird uns ärgern? Und welche Häuser lohnen den Besuch ganz besonders?