Gegen Antisemitismus, ob in Stadion oder Schule
Auch auf dem Businessrang im Frankfurter Waldstadion werden Schmähungen gegen Juden offenbar hingenommen. Was man tun kann, überlegen sich 200 Tagungsteilnehmer im Jüdischen Gemeindezentrum.
Auch auf dem Businessrang im Frankfurter Waldstadion werden Schmähungen gegen Juden offenbar hingenommen. Was man tun kann, überlegen sich 200 Tagungsteilnehmer im Jüdischen Gemeindezentrum.
Am Jahrestag des Überfalls auf Polen gilt es innezuhalten – und den nachfolgenden Generationen das ganze Ausmaß dieses Krieges zu vermitteln: 60 Millionen Menschen kamen zu Tode und die europäischen Juden wurden Opfer eines Völkermords von singulärem Ausmaß. Ein Gastbeitrag.
Roman Polanski hält sich natürlich nicht für Alfred Dreyfus. Dass sein Film „J’accuse“ im Wettbewerb der Filmfestspiele in Venedig läuft, sorgte dennoch vorübergehend für Irritationen.
Vielen Nachkommen jüdischer Emigranten wurde die Einbürgerung verweigert. Das Innenministerium will abhelfen – doch es bleiben Ungerechtigkeiten bestehen.
Ein 1967 gehaltener Vortrag Adornos über den Neonazismus wird als „aktueller Kommentar“ beworben. Dabei wird historische Erkenntnis der Tagespolitik geopfert.
Florian Mausbach stieß die Debatte um ein Polen-Museum in Berlin an. Doch ist das der richtige Weg, um an die Helden und Opfer der deutschen Besatzung Polens zu gedenken? Ein Gastbeitrag.
Von Anfang an waren die Nationalsozialisten bestrebt, Deutschland auf einen neuen Weltkrieg vorzubereiten. Dazu mussten sie auch die Bevölkerung militarisieren um eine wankende „Heimatfront“ wie im ersten Weltkrieg zu vermeiden. Ein Gastbeitrag.
Zwei Diktatoren verständigen sich über ihr nächstes Opfer: Claudia Weber erzählt die Geschichte des Hitler-Stalin-Pakts, der heute vor achtzig Jahren geschlossen wurde. Manche von Webers Schlüssen sind zweifelhaft.
Amerikas liberales Judentum wird doppelt herausgefordert. Sowohl bei Donald Trump als auch bei zwei muslimischen Demokratinnen vermischen sich Kalkül und kulturelle Sozialisation.
Während der nationalsozialistischen Diktatur wurde der Jude Fritz Levisohn ausgeschlossen, verfolgt, verhaftet, misshandelt – und nach der Heimkehr erster Präsident von Schalke 04 nach dem Krieg. Ihm folgte ein Nazi der ersten Stunde.
Bei der Schwimmer-Gala kommen die Größten in die Hall of Fame. Ein Name auf der Liste ruft jedoch selbst bei ausgewiesenen Experten der Sportart Stirnrunzeln hervor. Seine Geschichte ist eine ganz besondere.
Wer als Jude die Demokraten wähle, sei laut Donald Trump „ahnunglos oder illoyal“. Er spielt damit auf zwei demokratische Abgeordnete an, die einen Israel-Boykott unterstützen. Jüdische Verbände sind entsetzt.
Aus dem Tagebuch eines Flüchtlingshelfers: Norbert Scheuers jüngster Eifelroman „Winterbienen“ zeigt einen Imker im Kampf um das Erinnern, gegen das Regime und seine Krankheit.
Hans Kammler gehörte nie zur engeren Führung des NS-Regimes. Dennoch war er mitverantwortlich für den Holocaust. Im Mai 1945 soll er Suizid begangen haben. Doch daran gibt es große Zweifel, wie das ZDF zeigt.
Der langjährige Grünen-Chef Cem Özdemir ist nun Träger des Ignatz-Bubis-Preises. Der in Frankfurt vergebene Preis würdigt sein „zukunftsorientiertes Handeln zum Aufbau einer friedlichen Welt mit Offenheit und Toleranz“.
Zentralratspräsident Josef Schuster warnt: Die AfD sei enger mit dem Rechtsextremismus verwoben, als sie es nach außen darstellt. Im Vorfeld der Wahlen in Sachsen und Brandenburg hält Schuster einen dringlichen Appell an alle Parteien.
Bespuckt, beschimpft oder verletzt: In den letzten Wochen gab es mehrere antisemitische Angriffe in Deutschland. Gady Gronich, Generalsekretär der Europäischen Rabbinerkonferenz zeigt sich besorgt – und fordert Prävention an Schulen.
Weil sie Israel das Existenzrecht absprächen, will die stellvertretende Außenministerin Chotoveli die amerikanischen Demokratinnen Tlaib und Omar nicht einreisen lassen. Damit entspricht sie auch einer Forderung Donald Trumps.
1989 – in das Trauma der Doppeldiktatur krachte das Trauma der Verunsicherung. Verstörung, Abwehr, Gefühlsmüdigkeit, Desillusion machten sich breit. Nach vorn hin wurde saniert und saniert, inwendig blieb das Ganze ohne Boden.
Amerikanische Athleten haben politische Demonstrationen eigentlich strikt zu unterlassen, ansonsten drohen härteste Strafen. Die nun wachsende Solidarität spaltet die Vereinigten Staaten – dabei wäre eine Lösung ganz einfach.
Das Arolser Archiv ist eine der weltweit größten Sammlungen über NS-Verbrechen. Die Dokumente der Zeitgeschichte sollen jetzt anhand eines „Bürgerwissenschaftsprojekts“ digital abrufbar werden.
An dem für Juden, Christen und Moslems gleichermaßen heiligen Tempelberg kam es zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischer Polizei.
Momentan kommt es täglich zu Angriffen auf Menschen, weil sie als anders wahrgenommen werden – zum Beispiel auf Juden oder Muslime. Damit muss Schluss sein. Wir brauchen mehr als abgespulte Solidaritätsbekundungen. Ein Gastbeitrag.
Der Egalitäre Minjan ist die liberale jüdische Gemeinschaft in Frankfurt. Sie verbindet Intellekt mit Leidenschaft – und mit gutem Essen. In den Gottesdiensten dürfen auch Frauen vorbeten.
Die Ultraorthodoxen und ihre Befreiung von der Wehrpflicht werden vor den Neuwahlen im September zum Wahlkampfthema in Israel. Mit mehr als einer Million Gottesfürchtigen im Land hat sich ihr Einfluss vergrößert.
Eine Reihe von Internetseiten boten den rechten Attentätern von El Paso, Christchurch und Pittsburgh ein Forum. Ihre Propaganda ist jedoch auch in Amerika älter als das Internet.
Ein Vater und seine beiden Söhne kommen aus einer Synagoge. Sie tragen die traditionelle jüdische Kopfbedeckung. Dann werden sie auf der Straße unvermittelt attackiert.
War es richtig, über die Bloggerin Marie Sophie Hingst und ihre erfundene Familiengeschichte zu berichten? Der „Spiegel“-Journalist Martin Doerry erklärt, warum er über die junge Frau, die Mitte Juli gestorben ist, geschrieben hat.
Zum 75. Mal jährt sich der Warschauer Aufstand. Was aber wissen wir von den Helden des polnischen Widerstands? Es wird Zeit, der Opfer der deutschen Besatzung Polens öffentlich zu gedenken. Ein Gastbeitrag.
„The Red Sea Diving Resort“ erzählt auf Netflix, wie der Mossad in den achtziger Jahren äthiopische Juden aus dem Sudan schmuggelt – allerdings im Hollywood’schen Schonungsmodus.
Der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin ist mit seinem Kind unterwegs. Dann wird er von zwei Männern auf Arabisch beschimpft – und bespuckt. Politiker verurteilen die Tat.
Die Leute um Björn Höcke sind nationalistisch. Hilft es aber, sie deshalb „Nazis“ zu nennen? Und kann ein Vortrag, den Adorno vor 52 Jahren hielt, uns heute dabei helfen, den neuen Rechtsradikalismus zu verstehen?
Der Zentralrat der Juden ist empört: Die Staatsanwaltschaft hat eine Anzeige wegen Volksverhetzung gegen die Partei „Die Rechte“ zurückgewiesen. Die hatte mit einem Wahlspruch geworben, der sich an die Rhetorik aus dem Dritten Reich anlehnt.
Noch ist Corbyn der beliebteste Politiker an der Basis, ohne die bei der Labour Party nichts geht. Aber seine Zustimmungsraten sind auch dort gesunken. Sollte man Corbyn loswerden?
Wenn Georg Chernyak seine Basketballspieler trainiert, geht es um den Sport – nicht um Religion. Dennoch ist Antisemitismus ein Dauerthema für ihn. Das gilt auf dem Sportplatz, aber auch abseits davon.
Vor den Parlamentswahlen werden polnische Kulturstätten von Rechtsnationalen als Brutstätten antipolnischen Gedankenguts bezeichnet. Polens Kulturminister spielt mit – und sich selbst als Kunstrichter auf.