Das Gewissen eines Gutachters
Mit welchem Ereignis die deutschen Mittelschichten für das neue Regime gewonnen wurden – und was es heißt, zum Gutachter zu werden: Ein Gastbeitrag zur Debatte um die Hohenzollern und den Nationalsozialismus.
Mit welchem Ereignis die deutschen Mittelschichten für das neue Regime gewonnen wurden – und was es heißt, zum Gutachter zu werden: Ein Gastbeitrag zur Debatte um die Hohenzollern und den Nationalsozialismus.
Sie hatten fürchterliche Angst, immer wieder, erinnert sich Irmgard Bohlen aus Mayen. Die Eiflerin berichtet über ihre Kindheit zur Zeit des Nationalsozialismus
Die Lehre von Auschwitz lautet: Wehret den Anfängen! Schon die Vorgeschichte des Holocausts muss den Anhängern der freiheitlichen Demokratie daher eine Warnung sein.
Zum ersten Mal besucht Angela Merkel das ehemalige Vernichtungslager in Auschwitz. Dass die Bundeskanzlerin gerade jetzt dorthin reist, ist kein Zufall.
Auf dem Parteitag der Sozialdemokraten kommt es zum Showdown um den stellvertretenden Parteivorsitz, während in Frankreich abermals gestreikt wird. Wo es heute sonst noch spannend wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.
Nach heftiger Kritik hat das „Zentrum für politische Schönheit“ eine Säule mit mutmaßlich menschlichen Überresten von NS-Opfern verdeckt. Abgebaut wurde sie aber noch nicht – das ZPS weiß nicht, wohin mit dem „Inhalt“.
Israels Premier Netanjahu gibt sich in einer widersprüchlichen Rede als Ludwig XIV. Dabei wird er als eine verblasste Version von Kaiser Nero in die Geschichte eingehen, wenn er nicht bald von seinem Amt zurücktritt. Ein Gastbeitrag.
Noch nach dem Krieg tauschte die Stadt Frankfurt jüdische Handschriften für ein Grundstück an der Börse ein. Heute ist die Judaica-Sammlung eine der wichtigsten weltweit. Dank Rachel Heuberger, die jetzt in den Ruhestand gegangen ist.
Wie antisemitisch war die Deutsche Demokratische Republik? Der frühere Fraktionsvorsitzende der Linken, Gregor Gysi, spricht über seine ganz persönlichen Erfahrungen.
Das Künstlerkollektiv „Zentrum für Politische Schönheit“ behauptet die Grabplatte Franz von Papens entwendet zu haben. Ihre letzte Aktion provozierte nun Kritik vom Zentralrat der Juden.
Roger Hallam, Gründer der Klimaschutzbewegung „Extinction Rebellion“, vertritt antisemitische Thesen. Was bedeutet das für die Bewegung in Deutschland, und wie weit reichen die Verbindungen zur britischen Fraktion?
Hitler zur Wahl empfehlen, um ihn zu verhindern? Bei dem Versuch, den Kronprinz der Hohenzollern von dem Vorwurf freizusprechen, den Nationalsozialisten „erheblichen Vorschub“ geleistet zu haben, versteigt sich ein Gutachten in kühne Thesen. Ein Gastbeitrag.
Der Bundesrat fordert härtere Strafen für antisemitische Straftaten. Derzeit wird Antisemitismus als Beweggrund nicht ausdrücklich erwähnt und kann nur unter „menschenverachtende Beweggründe“ gefasst werden.
Die Justizministerin fordert, dass antisemitischer Motive künftig bei allen Straftaten strafverschärfend wirken können. Es seien deutliche Signale nötig. Mehrere Bundesländer hatten sich bereits für eine solche Novelle stark gemacht.
Rechtsextreme Studentenaufmärsche in Berlin empören die Republik. Doch schuld sei nicht die Jugend selbst – sondern vielmehr eine veraltete Sozialdemokratie. Die solle sich dringlichst erneuern.
Weltreligionen sind ursprünglich nicht dazu da, dass sie Frieden stiften. Religiös geprägte Gewalt wird auch künftig in keinem Fall auszuschließen sein. Ein Gastbeitrag.
Der oberste Rabbiner Großbritanniens wirft dem Labour-Vorsitzenden vor, zu wenig gegen den Antisemitismus in seiner Partei zu tun – und erhält viel Zuspruch.
Auch wenn Aktualisierungsspießer buhen: Daniel Barenboim und Damián Szifron deuten an der Staatsoper in Berlin „Samson et Dalila“ von Camille Saint-Saëns vorzüglich als klingende Theologie und Psychologie.
Marina Weisband war der Star der Piratenpartei, dann verschwand sie aus der Öffentlichkeit. Jetzt ist sie zurück. Ein Gespräch über Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und das Leben unter den Deutschen.
Roger Hallam, Mitbegründer der Klimaprotestbewegung Extinction Rebellion, relativiert den Holocaust. Sein Buch wird jetzt nicht mehr auf Deutsch erscheinen. Doch was steht in seinem sogenannten Manifest? Und was sagt er selbst, wenn man ihn auf dem Land besucht?
Warum nur bedauert man die Deutschen dafür, ihre Schuld zu tragen? Der Mitbegründer der Klimabewegung Extinction Rebellion relativiert den Holocaust.
In einem Interview äußert sich Roger Hallam, einer der Mitbegründer von Extinction Rebellion, zum Holocaust und relativiert ihn. Der deutsche Arm der Klimabewegung ist entsetzt – und erklärt Hallam zur persona non grata.
Beim israelischen Siedlungsbau sind seit Jahren alle Argumente ausgetauscht, alle Lösungsmodelle erdacht und wieder verworfen worden: Ist es nun die Schuld Israels oder der Palästinenser, dass nichts vorangeht?
Zum dreißigjährigen Jubiläum des Mauerfalls wird vor dem Brandenburger Tor in hebräischer Schrift „Schluss mit der Besatzung!“ auf eine Leinwand projiziert. Unser Autor fragt: Warum, bitte schön, feiert Berlin den Mauerfall mit „Israelkritik“?
Sprache als Heimat, Übersetzungen als Tragödie, eine Frauenrolle für einen Mann: Die französische Schriftstellerin Yasmina Reza hat einen neuen Monolog geschrieben – „Anne-Marie die Schönheit“
Tel Aviv feiert sich als rechtmäßige Erbin der Dessauer Avantgardisten. Das hat erhebliche Nebenwirkungen. Denn die Architektur der Stadt fußt noch auf ganz anderen Einflüssen.
Im Kampf der Meinungen verhärten sich die Fronten zusehends. Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts trägt zur Lösung des Konflikts wenig bei.
Felix Klein schlägt vor, dass sich antisemitische Motive strafverschärfend auswirken. Außerdem verlangt er, dass alle Schulen judenfeindliche Vorfälle melden müssen.
Ordnungspolizisten waren in der NS-Zeit für den Tod Zehntausender Juden verantwortlich. In Münster widmete sich jetzt eine Tagung diesen von Christopher Browning so genannten „gewöhnlichen Männern“.
Um den jungen Countertenor Jakub Józef Orliński wird viel Marketingzirkus betrieben. Jetzt singt er in Zürich den Prinzen Cyrus in Händels „Belshazzar“. Den Zirkus braucht er gar nicht.
Die Partei „Die Rechte“ demonstriert ausgerechnet am 9. November für die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck. Aus Sicht des Verfassungsschutzes ist damit eine deutliche Grenze überschritten.
Das große Alterswerk des Philosophen Jürgen Habermas liegt vor: Eine immens belesene Abhandlung über die Frage, wie viel vom Glauben in Wissen überführt werden kann – und bereits überführt worden ist.
Auch in Wien zerstörte der Nationalsozialismus das jüdische Leben. Ein archäologischer Fund zeugt nun von der jüdischen Gemeinde, die bis zur Reichspogromnacht existierte.
Er bescherte dem Nahen Osten zumindest einen Moment der Hoffnung. Eine Biographie über Jitzhak Rabin.
Seit Jahren sind deutsche Fußballstadien Orte judenfeindlicher Hetze. Der Politikwissenschaftler Florian Schubert geht dem Phänomen auf den Grund und kommt zu erschütternden Ergebnissen.
Fünf Jahre nachdem er das einzige Barfuß-Tor der WM-Geschichte sah, überlebt Noah Klieger in Auschwitz dank seines Bauchgefühls. Bis zu seinem Tod vergaß er nichts „aus der Zeit, die nicht mehr existiert“.