Hiob als Schlüsselfigur
Auch nach der Schoah den Glauben nicht verlieren: Margarete Susman hat das 1946 mit ihrem Werk „Das Buch Hiob und das Schicksal des jüdischen Volkes“ versucht. Jetzt erscheint es in einer neuen Ausgabe.
Auch nach der Schoah den Glauben nicht verlieren: Margarete Susman hat das 1946 mit ihrem Werk „Das Buch Hiob und das Schicksal des jüdischen Volkes“ versucht. Jetzt erscheint es in einer neuen Ausgabe.
Deutsche, israelische und ukrainische Politiker haben ihr Entsetzen über eine Äußerung des russischen Außenministers Lawrow zum Ausdruck gebracht.
Im Namen „der Kinder“ und der „Freiheit“ der Eltern werden in den USA von Konservativen immer mehr Bücher aus Bibliotheken oder von Leselisten verbannt. Zehn repräsentative Beispiele.
Nachdem der russische Außenminister den ukrainischen Präsidenten Selenskyj mit Hitler verglichen hatte, fordert Israel eine Entschuldigung. Lawrow hatte gesagt, dass die eifrigsten Antisemiten Juden gewesen seien.
2022 ist ein besonderes Jahr: Nur alle 33 Jahre fallen Ramadan, Pessach und Ostern auf den gleichen Tag. Vor allem in der Heiligen Stadt der drei monotheistischen Religionen bringt das allerhand in Wallung.
Seit Jahren liest man, die Türkei sei nur noch wenige Schritte von einer Diktatur entfernt. Jetzt erwartet Osman Kavala Einzelhaft. Ist das noch der Weg oder schon längst das Ziel?
Wegen der unbeantworteten Antisemitismusvorwürfe hat der Zentralrat der Juden in Deutschland nun einen Brandbrief an die Documenta XV in Kassel gerichtet. Er fordert ein klares Bekenntnis.
Yom HaSchoah ist der israelische Holocaust-Gedenktag, das ganze Land steht dann für zwei Minuten still. Auch in der Frankfurter Westend wird an die Opfer und Überlebenden des Holocausts erinnert.
Ein Basketballspiel als Geschichtsstunde. Der Berliner Profi Yovel Zoosman erklärt im Interview, warum er mit dem Namen seiner Großmutter auf dem Trikot spielt.
Dina Porat, die Chefhistorikerin von Yad Vashem liest im Jüdischen Museum aus ihrem neuen Buch über die israelische Gruppe Nakam. Die Mitglieder, allesamt Holocaust-Überlebende, planten einen großangelegten Racheakt für die Schoah: Sie wollten sechs Millionen Deutsche ermorden.
Im Jahr 2005 war Bärbel Bas in Duisburg dabei, als ein Stolperstein für eine von Deutschen ermordete Jüdin enthüllt wurde. Jetzt gedachte die Bundestagspräsidentin ihrer wieder, in Jerusalem.
„Im Schatten und im Zorn über einen neu entfesselten Krieg“ gedenken heute weltweit Überlebende des Holocaust ihrer ermordeten Angehörigen. Sie fordern von Putin, den Angriff auf die Ukraine sofort zu beenden.
Ein Antrag zur Unterstützung der Ukraine kommt in den Bundestag. Guterres und Selenskyj treffen sich in Kiew. Putin droht mit „blitzschnellen Schlägen“. Und die Gesundheitsminister beraten über Isolations- und Quarantäneregeln. Alles Wichtige im F.A.Z.-Newsletter.
Die „Initiative Gemeinsames Fastenbrechen“ hat am Dienstag ins Frankfurter Bahnhofsviertel geladen. Menschen aller Konfessionen setzten sich zusammen, um gemeinsam zu essen.
Darf man sich nicht manchmal auch einfach nur verzaubern lassen? Spaziergänge durch schöne und weniger schöne Viertel Algiers.
Zum ersten Mal wohnt eine ranghohe Vertreterin Deutschlands als Ehrengast dem israelischen Holocaust-Gedenktag bei. Die Bundestagspräsidentin beschwört die Verpflichtung Deutschlands, Antisemitismus zu bekämpfen.
Innenministerin Faeser ist bestürzt ob der antisemitischen Demos. Aber Judenfeindlichkeit hat ihren Platz in Deutschland. Wie sehen das wohl die ukrainischen Juden, die gerade zu uns fliehen?
Was sich seit 1945 nicht geändert hat: Eine Rede anlässlich des Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg.
Als die Nationalsozialisten das Sagen hatten, wurde die Familie von Astrid Werndt von fast allen im Stich gelassen. Nur ihr Haus an der Allerheiligenstraße in Frankfurt schützte sie wie eine Trutzburg. Eine beinahe unglaubliche Geschichte.
Die Ukraine spricht schon jetzt vom größten Kriegsverbrechen des 21. Jahrhunderts, das im Südosten des Landes stattfinde. Doch wie sehen Russlands Pläne für die „zweite Phase“ des Krieges aus?
Viele Katholiken fragen sich, warum Franziskus nicht Russland als Angreifer nennt. Ist der Papst ein Putin-Versteher?
Manche Form des Antisemitismus dürfte mit dem Ende der Corona-Pandemie verschwinden. Der politische und rassistische Antisemitismus auf der extremen Rechten wie im Islamismus wird bleiben.
Zum ersten Mal dieses Jahr wurde eine Rakete von palästinensischem Boden auf Israel abgefeuert. Dem Angriff waren Zusammenstöße zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften am Tempelberg in Jerusalem vorangegangen.
„Parasit“ taugt immer noch als diffamierendes Bild. Dabei gelten die Organismen als ökologisch unverzichtbar, und wir könnten noch etwas von ihnen lernen.
An zwei Tagen in Folge kam es am Tempelberg in Jerusalem zu Zusammenstößen zwischen Israelis und Palästinensern. Nun droht die arabische Raam-Partei mit einem Rückzug aus der Regierungskoalition.
Was macht die ukrainische Kultur aus? Wann wurde Putin zum Hobby-Historiker? Was war der Holodomor? Ein Gespräch mit dem Historiker Andrii Portnov, der in Frankfurt an der Oder am Lehrstuhl für Ukrainistik arbeitet.
Bei einer Diskussion in Frankfurt weisen Historiker die Argumente ihres Berufskollegen Dirk Moses zurück, beim Gedenken an den Holocaust seien „Hüter der erinnerungspolitischen Orthodoxie“ am Werke, und Vergleiche mit Kolonialverbrechen seien in Deutschland nicht erlaubt.
Dieser Freitag war ein Tag, der allen drei monotheistischen Weltreligionen heilig ist. Dennoch eskalierte auf dem Tempelberg und an der Aqsa-Moschee die Gewalt.
Sie haben den Schutz der Ukraine versprochen. Deutschland muss mehr tun. Selenskyjs Affront sollte eher Ansporn sein. Offener Brief einer ukrainisch-deutschen Schriftstellerin an den Bundespräsidenten.
Aus Verantwortung aus der Geschichte hat sich Deutschland geschworen: Nie wieder! Die Realität ist eine andere. Deutschland tut zu wenig, um die Gräuel in der Ukraine zu stoppen. Ein Gastbeitrag.
Heimat im Plural: Wilma Iggers, die deutsch-tschechisch-amerikanische Kulturhistorikerin, kam 1938 nach Kanada und bis heute immer wieder nach Europa zurück.
Der Zwanzigjährige aus Spangenberg soll Sprengstoff gemischt und Anschlagsziele recherchiert haben. Besonders brisant: Bei der Kommunalwahl 2021 kandidierte er auf einer Liste der CDU.
Der humanistische Gelehrte Johannes Reuchlin ist weithin unbekannt. Jetzt kann sein „Augenspiegel“, ein Manifest für Freiheit, auch wieder in Schulen und Universitäten gelesen werden.
Der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn hat ein kontroverses Buch veröffentlicht. In der Jüdischen Gemeinde Frankfurt stellt er es vor und streitet darüber, wie frei Wissenschaft sein soll.
Mimi Reinhardt tippte die Namen der tausend Juden ab, die der Industrielle Oskar Schindler vor dem Tod in Auschwitz retten konnte. Nun ist sie im Alter von 107 Jahren gestorben. Ein Nachruf.