Blicke über den Rand der Welt
Den Literaturnobelpreis hat sie sich verdient: Olga Tokarczuks jetzt auf Deutsch erschienene Essays und Reden zeigen eine Schriftstellerin, die höchst reflektiert die Bedingungen ihres Schreibens untersucht.
Den Literaturnobelpreis hat sie sich verdient: Olga Tokarczuks jetzt auf Deutsch erschienene Essays und Reden zeigen eine Schriftstellerin, die höchst reflektiert die Bedingungen ihres Schreibens untersucht.
Das weibliche Individuum ist schon früh aufgestanden: Das Kölner Schnütgenmuseum beendet die Mär vom frauenfeindlichen und anonymen Mittelalter.
Querdenker, „Cancel Culture“, „Genderwahn“ – an den Universitäten könnte es kaum bessere Zeiten für Debattierklubs geben. Oder?
Die Republikaner haben nicht nur in Virginia den Demokraten einen schmerzhaften Rückschlag verpasst. Die Kongresswahl in einem Jahr wirft jetzt schon ihre Schatten voraus.
Radikalisierter Konservatismus auf Katholisch: Was will das „Renovatio-Institut für kulturelle Resilienz“ in Augsburg? Ein Gastbeitrag.
Die Wahl in Virginia ist ein wichtiger Test für Präsident Joe Biden – und für seinen Vorgänger Donald Trump. Wie steht es um die beiden Rivalen?
Auch in reduzierter Form mangelt es der Buchmesse nicht an Gesprächsstoff: Wer ist überhaupt da? Warum ist ein rechter Verlag direkt beim Blauen Sofa plaziert? Und welche Farbe hatte die Maske von Christian Kracht?
Satire darf alles, meint Nico Wehnemann, der für „Die Partei“ im Frankfurter Stadtparlament sitzt. Für diese radikale Haltung nimmt er auch Morddrohungen in Kauf.
Im Lockdown haben sie angefangen, Videos auf TikTok zu laden. Jetzt haben die Influencer Millionen Follower, leben in einer Villa und ihr Nachbar ist Zinedine Zidane. Was machen sie da? Und wer sind diese Menschen?
Mathias Brodkorb +++ kulturelle Aneignung +++ Klimaschutz +++ orientalische Geschichten +++ Greser&Lenz-Karikatur
„Der Circle“, Dave Eggers’ dystopischer Roman über eine Welt unter Kontrolle des Silicon Valleys, geht weiter: In „Every“ wird es noch totalitärer. Und platter.
Der Regisseur Dietrich Brüggemann wurde als einer der Initiatoren von #allesdichtmachen bekannt. Jetzt bringt der Kritiker der Corona-Politik einen neuen Film ins Kino: „Nö“. Eine Begegnung.
Mehr als vierhundert Unterstützer aus Medien und Kultur fordern den WDR auf, Nemi El-Hassan als Moderatorin für die Sendung „Quarks“ zu engagieren. Sie wittern „rechte Hetze“. Das ist zu einfach.
Wo liegt die geheime Schwäche des Bundestrainers? Wer schützt die Königskinder vor Drogen? Und wer nannte sich Herr Saphir? Die neuen Herzblatt-Geschichten.
Frankreichs Intellektuelle streiten über die Lehren aus dem Afghanistan-Rückzug. Die radikale Linke und „Woke“-Aktivisten entdecken ihre Sympathien für die Taliban und - kritisieren Israel.
Für Trudeau schien der Moment günstig: Kanada kam gut durch die Pandemie, sein Konkurrent wirkte schwach. Er setzte Neuwahlen an, um wieder eine Mehrheit zu erringen. Aber das könnte schief gehen.
Die Kunstsammlungen Dresden überdenken ihren kuratorischen Sprachgebrauch. Gut 150 vermeintlich diffamierende Objekttitel wurden umformuliert. Darüber ist jetzt ein politischer Streit entbrannt.
In Netzwerken organisieren sich Wissenschaftler, die den Fächern misstrauen und auf politische Steuerung hoffen. Genderforscher und ihre Kritiker bilden denselben Habitus aus.
Die wahre Cancel Culture ist die, die darin besteht, das Kulturerbe Aleppos in Schutt und Asche zu legen oder auf Menschen zu schießen, weil sie in Paris tanzen. Sie löscht Sprachen, Religionen und Gemeinschaften aus.
Sandra Kegel spricht mit der ehemaligen Fraktionsvorsitzenden der Linken, Sahra Wagenknecht, über Gegenwind in der eigenen Partei, importierten linken Liberalismus und Cancel Culture.
Ein leidenschaftlicher Künstler, ein grausamer Herrscher: Dass unser Bild von Nero schwarze Züge trägt, liegt an den Historikern seiner Zeit. Eine Ausstellung im British Museum sucht nun den Menschen hinter dem Mythos.
Immer diese „Social-Justice-Warriors“: Judith Sevinç Basad polemisiert gegen Identitätspolitik, Sprachbereinigungen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Lagebeurteilung der Taliban +++ Image Bundeswehr +++ Dantes Verse +++ Fundamentalistischer Islam +++ Kein Einheitsbrei +++ Klimaschutz und Stromerzeugung
In „Die Professorin“ übernimmt Sandra Oh eine verschnarchte Englisch-Fakultät, in der alte weiße Herrschaften regieren. Das ändert sich, zum Vorteil aller.
Der Komiker John Cleese hat mit seiner legendären Serie „Fawlty Towers“ selbst erlebt, was es heißt, gecancelt zu werden. In einer neuen Serie will er die „Cancel Culture“ ergründen. Das verspricht Aufklärung.
Die Mainzer Gutenberg-Uni hat aus Anlass ihres Bestehens seit 75 Jahren eine monumentale Festschrift herausgegeben. Trotz Hochglanzoptik verschweigt sie auch Skandale nicht.
Georges-Arthur Goldschmidt begann als Übersetzer. Heute, mit 93 Jahren, ist er das, wozu er sich nie berufen fühlte: ein Schriftsteller mit einer bewegten Vergangenheit.
Als Wutmensch Gernot Hassknecht in der „heute-show“ ist der Satiriker Hans-Joachim Heist bekannt geworden. In seinem Wohnort Pfungstadt engagiert er sich als Stadtrat.
Mit Andrew Cuomos Rücktritt muss sich auch Amerikas Präsident Biden befassen. Schon die erste Nachfrage bringt ihn in Verlegenheit. Der New Yorker Gouverneur habe „verdammt gute Arbeit“ geleistet, sagt er.
In Spanien wird über ein Auftrittsverbot kleinwüchsiger Clowns vor Stierkämpfen diskutiert. Die Künstler sehen ihren Broterwerb in Gefahr und berufen sich auf eine Tradition, die weit zurückreicht.
Demonstrationen in Frankreich +++ Euthanasie-Programm +++ Reform der öffentlich-rechtlichen Sender +++ Auswüchse von Cancel Culture
Der Schriftsteller Matthias Politycki hat kürzlich begründet, warum er Deutschland verlassen hat: Politisch korrekte Sprachregelungen mache ihm das Schreiben unmöglich. Ihm antwortet nun ein Freund und Kollege.
Enttäuscht von Europa: Russland feiert Fjodor Dostojewski als Verteidiger eines komplexen Menschenbildes, das angeblich im Westen eingeebnet wird, aber auch als humoristischen Analytiker des Handwerks der Macht.
Die Zensurschere im Kopf vieler Wissenschaftler wird immer länger, obwohl sie eigentlich die größte Freiheit haben. Hochschulen sind und bleiben Risikozonen. Ein Gastbeitrag.