Biafra zum Beispiel
Der Holocaust dürfe nicht zum Gegenstand von Vergleichen gemacht werden, heißt es. In der Wissenschaft und in der politischen Rhetorik ist es trotzdem geschehen. Die Empathie mit Opfern anderer Verbrechen hat das nicht gefördert.
Der Holocaust dürfe nicht zum Gegenstand von Vergleichen gemacht werden, heißt es. In der Wissenschaft und in der politischen Rhetorik ist es trotzdem geschehen. Die Empathie mit Opfern anderer Verbrechen hat das nicht gefördert.
Religion ist in Japan oft ein Kult des Loslassens. Westliche Religionssoziologen können dort gut lernen, auf ihre starren Begriffe zu verzichten.
Die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock spricht darüber, wie Deutschland im Wettlauf der Industriestandorte bestehen kann, über eine härtere Gangart in der Handelspolitik – und einen Finanzminister als Klimaschützer.
Warum gewinnen die Deutschen in Mannschaftssportarten nichts mehr? Bernhard Peters, einer der wichtigsten Nachwuchsentwickler, vermisst durchgehend die mentale Stärke – und fordert eine radikal neue Strategie.
Der nächste Angriff gegen die Tech-Konzerne: Eine Gruppe von US-Senatoren aus beiden Parteien hat einen Gesetzentwurf gegen die App Stores vorgelegt. Google und Apple müssten ihre Geschäftsmodelle erheblich ändern.
Fritz Jaeckel soll in Nordrhein-Westfalen den Wiederaufbau in den Flutgebieten koordinieren. Das hat er schon zwei Mal in Sachsen gemacht. Der Westen könne sich dabei vom Osten einiges abschauen.
Die IOC-Vollversammlung am Schlusstag der Olympischen Spiele hat gezeigt: Die Macht des Präsidenten Thomas Bach ist unumschränkt. Und seine Mitglieder huldigen ihm wie einem Führer in einem Einparteienstaat.
Baumärkte erfreuen sich nicht nur bei Heimwerkern von großer Beliebtheit, auch Anleger investieren zunehmend. Wettbewerb durch Onlinehandel müssen sie kaum befürchten.
Der Palast der Republik wurde abgerissen, weil er zu preußisch wirkte. Das Museum, das ihn ersetzt, braucht keine Exponate. Im Kultur-Schloss namens Humboldt Forum vollendet sich die Weltanschauung des deutschen Bürgertums.
Seit Jahren fordert die mexikanische Regierung, Washington solle gegen den Waffenschmuggel Richtung Süden vorgehen – vergebens. Deshalb verklagt sie jetzt die Waffenhersteller und gibt sich siegesgewiss.
Einsichten ergeben sich nicht aus dem Aussehen: Um die falschen Prämissen der Identitätspolitik zu entkräften, sollten wir das epochenübergreifende Gespräch über die Möglichkeiten der Vernunft suchen.
Die Historie des Weltverbands „World Athletics“ ist geprägt von Betrug, Erpressung und Korruption. Was in der in der Frühphase begann, setzt sich bis heute fort. Dabei hätten die Spiele in Tokio ein Meilenstein werden können.
Schrumpft der Wettbewerb in Amerika? War Facebooks Übernahme von WhatsApp und Instagram eine Killer-Akquisition? Der Yale-Ökonom Florian Ederer hat Antworten und eine Zerschlagungsfantasie.
Fast 100 Morde am Tag: In Mexiko herrscht der Drogenkrieg. Dafür macht die Regierung des Landes nun auch Waffenhersteller verantwortlich. Und kritisiert: Die Hersteller würden sogar Waffen speziell für Drogenhändler gestalten.
Medienorganisationen fordern von den Parteien, sich zu SLAPP-Praktiken zu positionieren. Kritiker sollen durch Gerichtsprozesse eingeschüchtert werden.
Auf dem Weg zur Ich-AG: Philipp Sarasin untersucht in einem fulminanten Buch, welche Bedeutung das Jahr 1977 für unsere Gegenwart hat.
Es ist eine Geschichte von transkulturellen Verflechtungen: Das Museum Ludwig in Köln zeigt mit der Ausstellung „Vor Ort“ eine Fotogeschichte der Migration am Beispiel der eigenen Stadt.
Der türkische Präsident weiß, wie er den Westen packt: Nun nutzt Erdoğan das Versagen Europas und der USA in Afghanistan aus. Damit er in der Türkei weiter machen kann, was er will.
Ohne Aussicht auf rationale Verständigung: Die Biomedizin und andere Naturwissenschaften geraten in den Strudel identitärer Ideologien, die ihre Erkenntnisgrundlage aushöhlen und sie mit Pauschalvorwürfen überziehen. Ein Gastbeitrag.
Die Namen einiger juristischer Standardwerke gehen auf prominente NS-Juristen zurück. Seit Jahren wurde darüber diskutiert. Nun kommt der Verlag C.H. Beck den Forderungen nach einer Umbenennung nach.
Peitschenknallen, Kamillenduft und eine Auferstehung in der Mixed Reality: Die Kunsthalle Tübingen widmet Marina Abramović eine Retrospektive und leuchtet die spirituellen Seiten ihres Schaffens aus.
Von König David bis zu Harvey Weinstein: Das Motiv von Beute und Besitz begegnet einem oft in der Politik und der Geschichte des politischen Denkens. Ein Gastbeitrag.
Zeitmessung ist Macht: Harald Meller und Kai Michel untersuchen die soziale und politische Bedeutung der Himmelsscheibe von Nebra in der Bronzezeit.
Im Werben um junge Zuschauer sucht die Tour de France nach neuen Formaten. Fahrer fordern das schon lange – andere warnen davor, dass der Mythos verloren geht.
Der Gesetzgeber hat schnell und einschneidend auf den Wirecard-Skandal reagiert. Doch einige Probleme bleiben ungelöst. Das könnte für übersteigerte Erwartungen gegenüber den Wirtschaftsprüfern sorgen.
Keine Amateure mehr: Lange durften sich College-Athleten in den Vereinigten Staaten nicht selbst vermarkten, eine neue Regel ermöglicht das nun. Für manche bedeutet das das große Geld – für andere nicht.
Interkulturelle Toleranz blieb die Ausnahme: Oliver Eberl kritisiert eine Denktradition, in der die „Barbarei“ als Gegenteil moderner Zivilisation in Stellung gebracht wird.
Die britischen Aufseher sind nicht so streng wie die EZB. Für die Forscher vom Leibniz-Institut muss sich der Euroraum aber noch nicht geschlagen geben.
Die großen Musikunternehmen ringen erbittert um Marktanteile. Hohe Vorschüsse für Künstler sind ein Mittel der Wahl – aber auch das Überdenken alter Konditionen aus der Zeit vor dem Streaming.
Die SPD hat derzeit einen schweren Stand, und in anderen Ländern ist die Lage der Sozialdemokratie kaum besser. Gibt es überhaupt noch Hoffnung für die Genossen? Wir fragen den Parteienforscher Wolfgang Schroeder – und er glaubt: ja!
Unter Trump eingezogene Handelsbarrieren müssten weg, sagt der BDI. Währenddessen geht Joe Biden schon gegen Wettbewerbshürden vor – aber im eigenen Land und auch gegen den Willen von US-Konzernen.
Leif Geiges fotografierte Häuser, in denen unerklärliche Phänomene stattfanden. Eine Ausstellung im Freiburger Augustinermuseum zeigt sein Werk.
Sind nach Zahlungsdienstleistern und Versicherungsmaklern die Steuerberater dran? Das Fintech-Start-up Helu glaubt an die Digitalisierung dieser Branche und bietet eine Technik, mit der Berater und Mandanten gemeinsam arbeiten.
Einst war die politische Linke die wichtigste Kraft gegen religiöse Eiferer und Bewahrer einer imaginierten Vergangenheit. Heute gerieren sich Teile der Linken als Speerspitze einer kruden Identitätspolitik, die die Welt in geistige Verbotszonen einteilt. Ein Gastbeitrag.
Beim Internetriesen Amazon beginnt eine neue Ära. Der Gründer verlässt den Konzern auf der Höhe des Erfolges. Kritische Blicke von außen gibt es reichlich.
Nach der historischen Steuereinigung stellen sich praktische Fragen: Steigt die Steuerlast der Unternehmen? Welche Länder kriegen mehr Geld? Und wie lässt sich die Neuregelung in der EU umsetzen? Die F.A.Z. hat sich umgehört.