Alte Sprachen unter weltumspannenden Denkmalschutz?
Der Berliner Senator für Justiz und Verbraucherschutz soll als Notar umstrittene Immobilienverkäufe beurkundet haben. Nun tritt Michael Braun zurück.
Mit seiner Skepsis gegenüber einem NPD-Verbotsverfahren sieht sich der hessische Innenminister Boris Rhein nach eigener Einschätzung im Kreis seiner Länderkollegen in der Minderheit.
Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt verleiht erstmals eigenständig akademischen Titel. Denn der Bologna-Prozess macht auch vor den Musikakademien und -hochschulen nicht Halt.
Experten und Praktiker erwarten einen strukturellen Einkommensrückgang: Das umstrittene Steuerabkommen mit Deutschland wird den Finanzplatz Schweiz umstülpen.
Die Hypothese, dass der Mensch das Klima verändert, brachte die Klimaforschung auf den Gedanken, ihm ein neues Verhalten vorzuschreiben. Kritischer Blick auf den Erfolg eines Faches.
Günther Jauch diskutierte am Sonntag über die „Generation doof“. So doof wie der Titel es vermuten ließ, war die Sendung zum Glück nicht. Sie endete mit einer verklausulierten Einladung.
Woher die Kultur der Menschenrechte kommt und wie sie sich begründen lässt: Der Sozialphilosoph Hans Joas fragt in einer geistesgeschichtlichen Studie nach der Sakralität der Person.
Ein Elektrofahrrad ist nicht bloß ein Fahrrad, dem ein Elektromotor angebaut wurde. Das müssen nicht nur die Benutzer lernen, sondern auch die Händler.
Schulen gibt es dort zwar nicht, nur Immobilien und Gefängnisse. Der Kunsthistoriker Andreas Tönnesmann deutet Monopoly aber trotzdem als Spiel gewordene Variante einer Idealstadt.
Natur ist nicht, was übrig bleibt, wenn man Kultur fortlässt: Philippe Descola hat ein großes Buch über eine alte Unterscheidung geschrieben.
Über berühmte Frauen, letzte Blicke, alte Städte, merkwürdige Weltformeln, politische Fragen, gekonntes Scheitern und Einteilungen der Welt: Eine Auswahl neuer Sachbücher aus der F.A.Z.-Literaturbeilage zum Advent.
Mit seinem 20-Prozent-auf-alles-Rabatt ist die Baumarktkette Praktiker ziemlich auf die Nase gefallen, weil die Kunden an anderen Tagen gar nicht mehr zum Einkaufen gekommen sind. Lebensmittel-Discounter wie Lidl versuchen trotzdem, Kunden mit Preisaktionen zu locken. Dabei ist eigentlich Konkurrent Aldi Schuld am "Super-Samstag".
Ein dunkler Fleck auf der weißen Weste des Rechtsstaats: Deutschland fehlt ein modernes Staatshaftungsgesetz. Es begnügt sich mit bedenklichen Konstruktionen.
Die Versicherungsbranche wollte in diesem Jahr transparenter werden. Dann erschütterten sie Vertriebsexzesse. Und die Schuldenkrise zieht sie in den Sog instabiler Märkte.
Unter dem Namen Donnie Brasco drang er einst in die Mafia ein - als leibhaftiger Staatstrojaner. Warum Joseph D. Pistone jetzt vor allem vor Experten für Computersicherheit spricht.
Michael Jordan, einst der beste Basketballprofi der Welt, gilt als Triebfeder im Tarifstreit der NBA - auf Seiten der Klubbesitzer. Kritiker werfen ihm Verrat vor.
Von den Historiendramen bis zum „Sturm": Der Münchner Anglist Andreas Höfele hat ein exzellentes Buch über die Effekte der Animalisierung in Shakespeares Theaterstücken geschrieben.
Als einer der bedeutendsten Protagonisten der polnischen Gegenwartskunst stellt Paweł Althamer immer wieder die Grenzen des Kunstbetriebs in Frage. Seine Auftragsarbeit ALMECH lässt das Deutsche Guggenheim jetzt eine der spannendsten und radikalsten Transformationen seiner Geschichte erleben: Althamer macht die Ausstellungshalle zur Fabrikhalle, in der lebensgroße skulpturale Porträts der Besucher gefertigt werden. Monika Szewczyk stellt den Künstler und sein außergewöhnliches Projekt für Berlin vor.
Die Deutschen schwören Tütensuppen ab, demonstrieren gegen Massentierhaltung und gründen Selbsternte-Projekte. Noch nie war die Lebensmittelindustrie so unter Verdacht wie heute: Eine Suche nach den Ursachen.
So wird das Werk Michel de Certeaus von einer Geschichte der Spiritualität verständlich: In vorzüglicher Übersetzung ist seine „Mystische Fabel" nun auch der deutschen Leserschaft zugänglich.
Im Fall Beltracchi sind die Urteile gesprochen worden. Vieles bleibt dunkel. Was sind die Konsequenzen für die Kunstwelt? Und welche Wahrheiten kommen noch ans Licht?
Die amerikanische Großbank legt durch eine Zahlung in Millionenhöhe die Betrugsvorwürfe der SEC im Zusammenhang mit Hypothekenanleihen bei.
Die besten Sportbücher des Jahres: Das „Große Buch vom Reitturnier“ führt Kinder vom ersten Lesealter an durch die ganze Turnier-Szenerie des Reitsports.
Kajak, Spielboot, Floß, Katamaran, Schlitten, alles leicht zu schultern - das will der Klepper Backyak sein. Das Faltboot lässt sich in sechs Teile zerlegen und als Rucksack transportieren.
Bei den Vorwahlen der französischen Sozialisten kam Arnaud Montebourg zwar nur auf den dritten Platz. Doch im Duell um die Kandidatur bei den Präsidentenwahlen müssen François Hollande und Marine Aubry nun seine Wähler umgarnen.
Für jede Disziplin ist was dabei: Die jetzt neu edierten Schriften Ludwik Flecks gehören zum Lohnendsten, was die Wissenschaftsforschung zu bieten hat.
Ein Band zeigt Ludwik Fleck als Paten der modernen Wissenschaftsforschung, Steven Pinker sieht den ewigen Frieden kommen, Werner Busch folgt Bilderspuren bei Laurence Sterne. Dies und mehr in den F.A.Z.-Sachbüchern der Woche.
Der amerikanische Präsident kritisiert abermals das Gebaren der Kreditinstitute und stimmt sich damit auf den bevorstehenden Wahlkampf ein.
Über die Korrektur von Denkgewohnheiten, große Bilder und antike Ruinen, Lebensgeschichten und naturphilosophische Spekulationen. Dies und vieles mehr in unserer Auswahl von Sachbuch-Rezensionen aus der F.A.Z.-Literaturbeilage.
Wenn sich das große Gefühl verläppert: Der französische Soziologe Jean-Claude Kaufmann sieht im Internet eine Revolution des Liebeslebens heraufdämmern.
John Ioannidis von der Stanford-Universität schlägt in der aktuellen Ausgabe von „Nature“ ein völlig neues System der Vergabe von Forschungsgeldern vor.
Sie reden uns ein, dass wir Staaten vor dem Zusammenbruch bewahren oder den Müll trennen sollen: Wie steht es hier und heute mit den Ideologien?
Der griechische Soziologe Michael Kelpanides von der Universität Thessaloniki meint, sein Land sollte aus der Europäischen Währungsunion austreten - zum Wohle aller.