EZB-Neubau erheblich teurer als erwartet
Die EZB feiert, doch der Chef sagt kurzfristig ab: Euro-Retter Draghi kann beim Richtfest der neuen Notenbank-Zentrale in Frankfurt nicht dabei sein. Der Bau wird noch teurer als gedacht.
Die EZB feiert, doch der Chef sagt kurzfristig ab: Euro-Retter Draghi kann beim Richtfest der neuen Notenbank-Zentrale in Frankfurt nicht dabei sein. Der Bau wird noch teurer als gedacht.
Die Kosten für den Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) im Frankfurter Osten steigen auf bis zu 1,2 Milliarden Euro.
EU-Kommissar Michel Barnier zeigt sich bei der umstrittenen europäischen Bankenaufsicht kompromissbereit. Die deutsche Bankenaufsicht Bafin werde ihre Rolle behalten. Auch die Einlagen deutscher Sparer würde nicht mit Einlagen anderer Länder vermischt werden.
Nach der Planungsphase haben im Februar 2010 die Bauarbeiten für das neue Gebäude der Europäischen Zentralbank in Frankfurt begonnen. Nach knapp zweieinhalb Jahren Bauarbeiten lädt EZB-Chef Mario Draghi heute zum Richtfest ein.
EZB-Ratsmitglied Christian Noyer erläutert im Gespräch mit der F.A.Z. die Hintergründe der umstrittenen Anleihenkäufe. Zudem verteidigt Frankreichs Notenbankchef die Pläne für eine Bankenunion - und erklärt, warum das Gold der Bundesbank, das die Banque de France verwahrt, dort sicher ist.
Der Dax ist am Donnerstag mit Kursverlusten in den Handel gestartet. Der Leitindex lag am Morgen knapp ein Prozent im Minus bei 7322 Punkten. Auf die Stimmung drückten chinesische Konjunkturdaten. Der HSBC-Einkaufsmanagerindex war zwar leicht gestiegen, blieb aber abermals unter der Schwelle von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Weniger deutlich im Minus als der Gesamtmarkt lagen mit einem Abschlag von 0,8 Prozent die Aktien der Lufthansa. Der Konzern will eine neue Billigfluglinie gründen. Deutsche Bank notierten 1,1 Prozent niedriger. Das Geldhaus hat sich mit dem Finanzinvestor RHJ International auf einen Verkauf seiner Tochter BHF geeinigt.
Die Europäische Zentralbank erwägt, die Sitzungsprotokolle des EZB-Rats öffentlich zu machen. Das ist sinnvoll. Riskant wäre aber, die Transparenz auf die Spitze zu treiben.
ham. FRANKFURT, 19. September. Zahlreiche Großanleger sind gerade dabei, ihre Investitionsquote in Europa, vor allem am deutschen Aktienmarkt aufzustocken.
Die Mitgliedstaaten sind Herren der Verträge. Falls die EZB die Geldwertstabilität vernachlässigt und vertragswidrig handelt, muss Deutschland nicht folgen.
In der Diskussion über den richtigen geldpolitischen Kurs der Europäischen Zentralbank erwägt EZB-Präsident Draghi einem Pressebericht zufolge, die bisher geheimen Protokolle der Ratssitzungen zu veröffentlichen. Mehrere Mitglieder des Rates, darunter Bundesbank-Chef Weidmann, hatten sich dafür stark gemacht.
Gestützt auf die Lockerung der japanischen Geldpolitik ist der Dax am Mittwoch mit Kursgewinnen in den Handel starten. Der Leitindex legte zu Beginn 0,5 Prozent auf 7384 Punkte zu. Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex 0,8 Prozent tiefer bei 7347,7 Punkten geschlossen. An der Wall Street hatten sich die amerikanischen Indizes nach Börsenschluss in Deutschland kaum bewegt. Der Dow Jones Index beendete die Sitzung am Dienstag 0,1 Prozent höher, während der Nasdaq fast unverändert bei 3177,8 Stellen blieb.
jja. MÜNCHEN, 18. September. Die EU-Justizkommissarin Reding beharrt auf einer von der EU eingeführten Frauenquote für Unternehmensspitzen.
Viviane Reding hat die Debatte über die Euro-Rettung in Deutschland kritisiert. Auf dem Juristentag in München sagte die EU-Justizkommissarin, das „Bail-out-Verbot“ werde durch die Rettungsmaßnahmen nicht verletzt.
Wolfgang Schäuble hat am Wochenende gerügt, dass die Diskussionen über die Anleihenkäufe innerhalb der EZB „halböffentlich geführt“ würden. Bundesbank-Präsident Weidmann sieht das ganz anders. Rückendeckung erhält er von seinem Vorgänger Axel Weber.
Die Deutschen haben trotz Schuldenkrise immer mehr privates Vermögen. Und EZB-Chef Mario Draghi ist nicht ganz unschuldig daran. Er hat mit seinem Bekenntnis zum Euro den Deutschen Anlegern Milliardengewinne in ihren Wertpapierdepots beschert.
Wenige Stunden vor Veröffentlichung des ZEW-Konjunkturindex wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Dienstag fast unverändert in den Handel starten. Am Montag hatte der deutsche Leitindex 0,1 Prozent tiefer bei 7404 Punkten geschlossen. An der Wall Street hatten sich die amerikanischen Indizes nach Börsenschluss in Deutschland kaum bewegt. Der Dow Jones Index beendete die Sitzung am Montag 0,3 Prozent tiefer, während der Nasdaq 0,2 Prozent verlor. Der S&P 500 fiel um 0,3 Prozent.
Die Märkte erwarten einen Inflationsansteig von 1,5 Prozent für Deutschland. Großanleger investieren mehr Kapital in Vermögensklassen wie Gold, Rohöl und Immobilien.
Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hat eine „effizientere Sicherheitsstruktur“ gefordert. Im Gespräch mit der F.A.Z. anlässlich des an diesem Dienstag beginnenden Deutschen Juristentages sagte sie, „wir müssen weg vom Nebeneinander der Geheimdienste“.
Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger glaubt nicht, dass die Blasphemie-Gesetze verschärft werden müssen, um Schmähungen zu verhindern: Mit Vorschriften zum Schutz von Religionen könne auch Missbrauch betrieben werden, sagte sie der F.A.Z.
Seine Regierung werde sich keinerlei Diktat unterwerfen, sagt Spaniens Ministerpräsident Rajoy in Richtung EZB. Worte, die von tiefer innenpolitischer Sorge zeugen. Die explosive Mischung aus harten Reformen und zentrifugalen nationalistischen Kräften könnte Rajoys Regierung an ihre Grenzen treiben.
EZB-Anleihenkäufe, Bankenaufsicht, Zuschussrente und Koalitionsoptionen: Bundeskanzlerin Merkel musste bei ihrem Auftritt vor der Bundespressekonferenz einen politischen Rundumschlag leisten.
Nach seiner 500-Punkte-Rally der vergangenen beiden Wochen wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Montag mit leichten Abschlägen in die Börsenwoche starten. Am Freitag hatte er 1,4 Prozent höher bei 7412,13 Punkten geschlossen. An der Wall Street hatten sich die amerikanischen Indizes nach Börsenschluss in Deutschland kaum bewegt. Der Dow Jones Index beendete die Sitzung am Freitag 0,4 Prozent höher, während der Nasdaq 0,9 Prozent gewann. Der S&P500 stieg um 0,4 Prozent.
Der neue Quartalsbericht der BIZ zeigt, dass gerettete Banken aus der Krise nichts gelernt haben. Die BIZ fordert außerdem Strukturreformen für Südeuropa und warnt vor zu viel Euphorie über die steigenden Aktienkurse.
Diese hatten im Juli beschlossen, dass nach Etablierung der Aufsicht der ESM angeschlagene Banken direkt rekapitalisieren könnte.
Nach der geldpolitischen Lockerung durch die amerikanische Notenbank wächst der Risikoappetit der Anleger. Der Bericht von den internationalen Finanzmärkten.
Die Verschuldung der Staaten Europas macht sie abhängig vom undurchsichtigen Finanzmarkt. Dadurch ist das Recht elementar gefährdet.
Nach dem Willen der EU-Kommission hätte die Europäische Bankenaufsicht am 1. Januar anfangen sollen zu arbeiten. Doch so schnell wird es nicht gehen. Deutschland und einige Nicht-Euro-Staaten sind dagegen.
Schon seit Wochen kämpft Bundesbank-Chef Jens Weidmann dagegen, dass die EZB Anleihen von Krisenstaaten kauft. Jetzt kritisiert ihn Finanzminister Schäuble in der F.A.S. dafür. Doch die Anleihenkäufe bekommen neue Gegner: Auch der ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof hält sie für verfassungswidrig.
Kommissionspräsident José Manuel Barroso will eine europäische Einlagensicherung. Im Interview sagt er, warum die Deutschen trotzdem nicht die Einlagen der Spanier sichern sollen - und er erklärt seine Vision einer politischen Union.
F.A.S. Frankfurt/Berlin. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat den Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann für dessen Kritik an den EZB-Anleihenkäufen ...
F.A.S. Frankfurt/Berlin. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat den Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann für dessen Kritik an den EZB-Anleihekäufen ...
Die Deutsche Bank glaubt, dass Europa Inflation bekommt. „Das ist ein Preis, den wir für Europa zahlen werden müssen“, sagt Co-Chef Anshu Jain in einem Interview.
Die Bestätigung des Rettungsfonds ist zwar ein wichtiger Etappensieg für Angela Merkel. Doch das Urteil von Karlsruhe birgt Fallstricke.
Nach dem Willen der EU-Kommission hätte die Europäische Bankenaufsicht am 1. Januar anfangen sollen zu arbeiten. Doch so schnell wird es nicht gehen. Deutschland und einige Nicht-Euro-Staaten sind dagegen.
Finanzminister Wolfgang Schäuble rüffelt den Bundesbank-Chef, weil der sich öffentlich gegen den Kauf von Staatsanleihen ausspricht. Im Interview spricht Schäuble zudem über seine Pläne kurz vor dem 70. Geburtstag und sein Verhältnis zu Helmut Kohl.