Medizin ist, wenn man trotzdem lacht
Zu den ersten beiden Teilen der ZDF-Filmreihe „Der Doc und die Hexe“ mit Dominic Raacke und Christiane Paul gesellen sich nun zwei weitere. Vivian Naefes Regie gelingt es, ernste Themen komödiantisch aufzuheben.
Zu den ersten beiden Teilen der ZDF-Filmreihe „Der Doc und die Hexe“ mit Dominic Raacke und Christiane Paul gesellen sich nun zwei weitere. Vivian Naefes Regie gelingt es, ernste Themen komödiantisch aufzuheben.
Das Bundesverfassungsgericht hat geurteilt. ARD und ZDF waren dabei. Journalisten können aber nur noch das Desaster öffentlicher Meinungsbildung dokumentieren.
Jan-Gregor Kremp ist der neue „Alte“. Er ist unter den bisherigen Darstellern der Jüngste. Wenn man bedenkt, wie lange die Serie im ZDF schon läuft, hat er eine lange Karriere vor sich. Wieso auch nicht?
Bei Günther Jauch gibt sich Angela Merkels derzeit steilste Kritikerin fast moderat. Ursula von der Leyen und Lothar de Maiziere widersprechen Gertrud Höhlers Thesen über die „Patin“ heftig, doch unaufgeregt. Genau so gibt sich die eiserne Kanzlerin zuvor im „Sommerinterview“ der ARD.
Nun hat auch das ZDF mit seinem Talkformat „log in“ die Beschneidungsdebatte entdeckt. Neue Argumente gab es nicht, aber einen bitteren Betroffenenbericht und angestrengt lockere Einspielfilmchen.
Der Kabelnetzbetreiber will Einspeisegebühren von den Öffentlich-Rechtlichen und zieht nach Informationen der F.A.Z. jetzt vor Gericht. Kommt es zu keiner Einigung, wird Kabel Deutschland die Programme von ARD und ZDF ab Januar nicht mehr ausstrahlen.
„München 1970“: In einer hochbrisanten Dokumentation rückt Georg M. Hafner zwei Münchner Attentate ins Zentrum der Aufmerksamkeit – und wirft neue Fragen über den Anschlag auf die Olympischen Spiele von 1972 auf.
Als Dreiteiler entsteht gerade Uli Edels Fernsehfilm über die Geschichte des Hotels Adlon. Bei den Dreharbeiten in Berlin lässt er sich über die Schulter schauen.
Eine exzellente Horrorserie: In der ersten Staffel von „The Fades“ feiert der Zombie ein schlaues Comeback. Aus Angst und Schrecken erwächst das Porträt einer britischen Kleinstadtjugend.
Von der Euro zum Euro: ARD und ZDF berichten aus Warschau und Brüssel. Die Frage ist nur, ob sie schon den Unterschied begriffen haben.
Der Kinderbuchklassiker von Waldemar Bonsels ist umstritten: schwarzer Humor oder angebräunte Ideologie? Die historisch-kritische Erforschung der Biene hat erst begonnen.
In Wien, Hamburg und Berlin hat sie als Redakteurin gearbeitet. Ihr einziger Souverän aber ist die Literatur. Deshalb muss man sich diese Kritikerin als glücklichen Menschen vorstellen.
Moody’s senkt die Bonitätsnoten für 28 spanische Banken, Credit Suisse streicht Stellen im Investmentbanking und Qiagen kauft in den Vereinigten Staaten hinzu. Pfizer und Bristol-Myers erleiden einen Rückschlag bei der Zulassung ihres Thrombose-Mittels und Zypern will unter den Euro-Rettungsschirm.
Das ZDF hat „Ein Jahr mit Kate und Charlene“ verbracht. Die Reportage, die dabei herauskam, ist flaches Royaltainment zwischen London und Monaco.
Wolfgang Schäuble geht die ständige Kritik des amerikanischen Präsidenten am deutschen Krisenmanagement offenbar auf die Nerven. Ganz undiplomatisch erklärte der Finanzminister nun: „Herr Obama soll sich doch vor allen Dingen mal um die Reduzierung des amerikanischen Defizits kümmern.“
Ein überschuldeter Kunde erschießt sich, ein Bankangestellter dreht durch: Mit „Schwerkraft“ legt Maximilian Erlenwein seinen Debütfilm vor. Man sollte sich seinen Namen merken.
Jetzt hat RTL das Trio komplett: Michelle Hunziker sitzt neben Thomas Gottschalk und Dieter Bohlen in der Jury von „Das Supertalent“. Für den Sender ist das ein Coup, für die Entertainer vielleicht eher nicht.
Bei ZDFinfo, dem Nachrichtenkanal des Zweiten, geht es um Polens Aufstieg, die ukrainischen Oligarchen und die deutschen Fußballhelden.Zu Beginn schnürt Wolfgang Büscher seine Stiefel und wandert gen Osten.
Der Streit um die Internetauftritte der öffentlich-rechtlichen Sender ist noch immer nicht beigelegt. Dabei zeigt sich bei genauerem Hinsehen: ARD und ZDF sind im Netz nicht dasselbe.
Die öffentlich-rechtlichen Sender berichteten gestern Abend von einem Schicksalstag – für Deutschland. In Athen, Berlin (und Paris) saßen die Zuschauer jedoch in der zweiten Reihe. Der Platz auf dem Thron blieb König Fußball reserviert.
Gestohlenes Auto, Kleindealer, Waffenlager und große Schlacht auf offener Straße: „Unter Beschuss“ im ZDF ist ein französischer Polizeithriller, wie er im Lehrbuch steht.
Mit einschläfernden Dialogen und begütigenden Bildern verstellen ARD und ZDF bei der EM den Blick auf Europa. Ihre Programmpolitik ist das reinste Ablenkungsmanöver von den dramatischen politischen Vorgängen.
Werner Herzog lebt und arbeitet für das Kino, ob man ihn beachtet oder nicht. In Deutschland beachtet man ihn nicht so sehr. Jetzt wird er mit dem Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises ausgezeichnet - ein Porträt.
Das ZDF zeigt einen Fernsehfilm zu Afrika, wie wir ihn leider kennen: In „Die Jagd nach dem weißen Gold“ sind es die Weißen, die ein Land vor Ausbeutung und Elefantenjagd beschützen müssen.
Wenn ARD und ZDF die Fußball-Europameisterschaft übertragen, strebt die Uefa nach totaler Kontrolle, auch außerhalb der Stadien. Großzügig räumt sie den Fans das Recht zum Jubeln ein.
Zwar gut gemeint, aber nicht gut gemacht: Der Digitalkanal Einsplus geriert sich in neuen Shows als Jugendkanal. Aber das Konzept ist schon fast Realsatire.
„Röttgens Rausschmiss – Merkel im Abstiegskampf.“ Anne Will verfehlte bezeichnenderweise ihr Thema. Die Kanzlerin kann nämlich machen, was sie will.
Ohne Sensation keine Aufmerksamkeit: Das ZDF versucht es trotzdem. Ein „vertrauliches“ Nachgespräch aus dem Interview mit Horst Seehofer wurde gesendet. Nur leider ohne Inhalte.
Ein Zeitgeschichtsmelodram zwischen Ceausescu-Furcht und Kapitalismuskritik: In „das Geheimnis in Siebenbürgen“ kämpfen zwei Länder und zwei Frauen um die Annerkennung des Siebenbürgers.
Die Leidenschaft, mit der der Fernsehregisseur Matti Geschonneck spannende Handlung und psychologische Präzision verbindet, wurde oft gelobt. Jetzt wird der bescheiden gebliebene Mann sechzig.
Bei „Maybrit Illner“ ging es um politischen Pragmatismus, sportliche Boykotte, Besserwisserei und um die Frage, ob der Fußball Julija Timoschenko helfen kann.
Das ZDF suchte das politische Nachwuchstalent 2012 – und fand eine Fürsprecherin für die Kita-Pflicht. Sehenswert war die Sendung, weil sie vorführte, in welcher Rolle sich das Fernsehen im politischen Prozess immer noch sieht, selbst wenn die Fundamente längst wackeln.
Dieser Kommissar ist jung und schön. Das ist stimmig. Warum muss er auch noch ein Griesgram sein? In „Die Tote ohne Alibi“ gibt es zu viele Leichen und zu viele alte Rituale.
In „Bella Australia“ spielt Andrea Sawatzki eine Frau, die mit ihren besten Jahren noch etwas anfangen will. Also geht es ab nach „down under“. Das ergibt eine sehr passable Komödie.
Im Poker um die Medienrechte für die Fußball-Bundesliga ist die Telekom leer ausgegangen. Sky Deutschland hat sich nicht nur die Lizenzen für Live-Übertragungen im Bezahlfernsehen gesichert, sondern der Telekom völlig überraschend auch die Rechte für die Übertragung im Internet und über Mobilfunk abgenommen.
628 Millionen Euro geben die Sender künftig je Saison für die Bundesliga aus. ARD, ZDF, Sport 1 und Sky sind am Ball. Die Revolution durchs Internet bleibt aus. Sie dürfte aber nur vertagt sein.