Agenda 2017
Welche Partei auch immer an der britischen Regierung ist: Sie unterstellt der BBC Parteinahme. Die Frage nach dem EU-Verbleib führt jetzt zu ungewöhnlichen Verteidigungsmechanismen des Senders.
Welche Partei auch immer an der britischen Regierung ist: Sie unterstellt der BBC Parteinahme. Die Frage nach dem EU-Verbleib führt jetzt zu ungewöhnlichen Verteidigungsmechanismen des Senders.
Mount McKinley war einmal. Nordamerikas höchster Berg heißt nun Denali. Er ist die Krönung jeder Alaska-Reise - sofern er sich seinen Bewunderern zeigt.
Frederick Forsyth war Pilot der Royal Air Force, Lokaljournalist, Geheimdienstmitarbeiter und Bestsellerautor. In seiner Autobiographie „Outsider“ erzählt er von alldem – und begleicht eine offene Rechnung.
Er kennt die Grenzen, die Wüsten, die Küsten, die Berge: In London stellt Peter Bellerby handgefertigte Globen her. So viel Sorgfalt hat ihren Preis.
Er hat alles auf eine Karte gesetzt, die Spaltung seiner Partei Syriza in Kauf genommen – und wurde belohnt. Aus dem naiven Linksrevolutionär Alexis Tsipras ist bei seinem zweiten Wahlsieg in Griechenland ein Pragmatiker geworden. Eine Würdigung.
An diesem Mittwoch sitzt Elisabeth II. länger auf dem britischen Thron als Königin Viktoria. Sie hat der Monarchie über unmonarchische Zeiten hinweggeholfen. Trotz kleiner Spleens.
Mangelndes Mitgefühl musste sich Cameron vorwerfen lassen, weil er nur Flüchtlinge aus den Lagern im Nahen Osten aufnehmen will. Großbritannien will sich nicht erpressen lassen – vor allem nicht von Deutschland.
Mit „Königin der Wüste“ liefert Werner Herzog auf seine alten Tage banales Mainstreamkino. Nicole Kidman spielt botoxglatt die Abenteurerin Gertrude Bell und bleibt dabei ganz Nicole Kidman.
Rechtzeitig zum 90. Geburtstag von Hilmar Hoffman hat „Rundschau“-Redakteur Claus-Jürgen Göpfert die Biografie des Kulturdezernenten Hofmann vorgelegt. Am Dienstag wird Hoffmann in einer Feierstunde im Römer geehrt.
Vor siebzig Jahren fiel die zweite Atombombe: auf die Stadt Nagasaki. Ein Waffentest, den es für die schnelle Kapitulation Japans gar nicht gebraucht hätte, meint der Fernsehjournalist Klaus Scherer – und macht es sich damit zu leicht.
„Für unser Kriegskind“ oder „Unsere Feinde“ hießen im Ersten Weltkrieg massenhaft verbreitete Bilderbücher. Wie Kinderbücher damals benutzt wurden, zeigt jetzt das Frankfurter Struwwelpeter-Museum.
Dass sie uns ähneln, ist nicht zu leugnen, doch gut gefahren sind sie deshalb mit uns nicht gerade: Thomas Macho schreibt eine kleine Kulturgeschichte unserer Beziehungen zum Schwein.
Die Öffentlich-Rechtlichen zeigen ihre Instrumente: ARD und ZDF wollen ihre Berichterstattung über die Paralympics überdenken. Weil sie den Verlust der Senderechte für Olympia-Rechte nicht verwinden.
Zum ersten Mal fragt die „Bank of England“ die Bürger nach ihrer Meinung, wer auf einer ihrer Banknoten abgedruckt werden soll. Am Sonntag endete die Nominierungsfrist – und die Liste birgt einige Überraschungen.
Für die einen ist er ein Held, für die anderen eine Hassfigur: Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble wird als Antieuropäer geschmäht - dabei meint er es doch nur gut.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat gegen den Atom-Vertrag mit Iran gekämpft – vergeblich. Nun steht er vor einem politischen Scherbenhaufen.
In nahezu allen Ländern hat der EU-Beitritt dazu beigetragen, Staat und Wirtschaft zu modernisieren. In Griechenland dagegen hat er einem tief in der Geschichte wurzelnden System des Klientelismus neue Kraft gegeben. Eine Chronik des Desasters.
Vor 70 Jahren wurden die Vereinten Nationen gegründet mit dem Ziel, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und eine bessere Welt zu schaffen. Aber das hieß nicht, dass die Mächtigen bereit gewesen wären, nationale Politik zugunsten globaler Interessen zurückzustellen.
Das Massaker von Katyn vom Frühjahr 1940 steht auch für eine der großen Propagandaschlachten der Geschichte, die im Januar 1943 begann.
In Nürnberg entsteht eine Akademie, die das Erbe der Prozesse gegen die Kriegsverbrecher des NS-Staates pflegen soll. Doch was dieses Erbe ist, darüber gibt es noch Diskussionen.
Organisationen wie der Weltfußballverband neigen zu Boss-zentrierten Strukturen mit Klientelwirtschaft. Dergleichen ist in der Soziologie gut bekannt.
Stalin wollte Rache - und Churchill wollte das Einvernehmen mit ihm nicht gefährden: Wie die britische Armee in den Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Zehntausende Kosaken, Kaukasier, Slowenen und Kroaten aus Österreich an die Sowjetunion und an Titos kommunistische Partisanen auslieferte. Die Geschichte einer Völkerwanderung, die im GULag und in jugoslawischen Massengräbern endete.
Ein neues englisches Kabinett ohne Sir Winston Churchill? Über die Veränderungen in der politischen Landschaft Englands berichtet die Frankfurter Zeitung am 27. Mai 1915.
Im Mai 1985 glänzte Richard von Weizsäcker mit einer großen Rede aus Anlass des Kriegsendes. Durch die damals als sensationell empfundene gesamtdeutsche Konsensformel „Tag der Befreiung“ gerieten Ansprachen anderer Politiker wie Theodor Heuss, Willy Brandt, Walter Scheel und Helmut Kohl in Vergessenheit. Eine Spurensuche.
Mit dem Bollerwagen betrunken durch die Straßen zu ziehen ist ein seltsames Ritual. Aber aus demographischer Weitsicht verbietet sich die Abschaffung des Vatertags.
Vollgas mit vollem Bewusstsein, Essen mit Ethik, SUV mit Solidarität: Wenn die Begründung moralisch vorzeigbar ist, kann jeder Exzess zur sittlichen Vervollkommnung beitragen.
Aus einem Tag des stillen Gedenkens an die Opfer des Zweiten Weltkriegs ist der 9. Mai in Putins Russland zu einem Fanal des Größenwahns geworden. Der siebzigste Jahrestag des Sieges markiert den Beginn einer neuen Ära.
„Wir haben eine besondere Pflicht zur Solidarität mit jenen Ländern, die Opfer des Hitler-Stalin-Pakts waren“, sagte der Historiker Heinrich-August Winkler zum Weltkriegsgedenken im Bundestag. FAZ.NET dokumentiert seine Rede in Auszügen.
Mit dem Prager Aufstand begann die Vertreibung der Deutschen aus Böhmen und Mähren. Obwohl sie einige Merkmale eines Genozids aufweist, erhebt bis heute keine Regierung diesen Vorwurf.
Russlands Präsident Putin nutzt den 70. Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland zur Propagandaschau. Die Millionen Opfer des Krieges und des Stalinismus kommen darin nicht vor.
Vor 100 Jahren schoss ein deutsches U-Boot auf die „Lusitania“. Ihr Untergang führte zum Kriegseintritt Amerikas. Noch immer ranken sich Gerüchte um den genauen Hergang.
Hundert Jahre nach ihrem ersten Einsatz sind Chemiewaffen eine Herausforderung für Abrüstungsexperten und Historiker: Warum etwa scherte sich nach dem Ersten Weltkrieg kaum jemand um ihre Ächtung? Und warum blieb der totale Gaskrieg 1939 bis 1945 dennoch aus?
Michael Jürgs war schon alles. Er war Reporter, Redakteur, Kolumnist, Feuilletonchef und Chefredakteur. Und in allen seinen Jobs ging es ihm um eines: um Geschichte und Geschichten. Jetzt wird der Journalist siebzig.
Ein seit mehr als 80 Jahre geschlossener Londoner U-Bahnhof ist zu mieten. Die geschichtsträchtige Down-Street-Station könnte bald ein In-Place sein.
Tradition und eiserne Disziplin, das kommt offenbar an bei der ausländischen Kundschaft: Deutsche Schüler stürmen die britischen Privatschulen. Dahinter steckt Bildungspanik.
Für das geschichtsbewusste Großbritannien ist der 8. Mai 1945 ein Tag von besonderer Größe. Zunächst im Alleingang hatte das Vereinigte Königreich bis 1941 dem Aggressor Hitler widerstanden. Wie wird in dem stolzen Land das siegreiche Ende des Krieges in Europa gefeiert?