Pest oder Cholera
In Großbritannien wird gewählt – und Sandra Maischberger bemüht sich in ihrer Sendung, den Zuschauern einige Hintergründe zu vermitteln. Im Dickicht der sonstigen Themen der Woche funktioniert das aber nur mit Einschränkungen.
In Großbritannien wird gewählt – und Sandra Maischberger bemüht sich in ihrer Sendung, den Zuschauern einige Hintergründe zu vermitteln. Im Dickicht der sonstigen Themen der Woche funktioniert das aber nur mit Einschränkungen.
Was für eine bizarre Woche! Politische Spekulation übertrumpfte adventlichen Spekulatius. In der Talkshow von Frank Plasberg wurde derweil klar: Es muss kein Ruck gehen durch Deutschland – ein bisschen Bewegung vielleicht aber schon.
Welche Konsequenzen bringt der SPD-Parteitag für die „Groko“? Ob diese Regierung zusammen bleibt, wussten die Zuschauer auch nach dieser Sendung nicht. Aber sie bekamen einen Eindruck von den Schwierigkeiten, den der Generationenwechsel mit sich bringt.
Wie lange hält die große Koalition noch? Bei Maybrit Illner rechnen mehrere Gäste damit, dass es bald zu Neuwahlen kommt. Dabei wird auch die vorgespielte Harmonie in der Union offensichtlich.
Kurz vor dem SPD-Parteitag ist Kevin Kühnert zu Gast bei Sandra Maischberger. Er beweist in dem Interview seine beeindruckenden politischen Fähigkeiten.
Die Geschichte sozialer Bewegungen kennt Irrtümer und Einsichten. Das macht sie nützlich – auch wenn man ihre Ansichten nicht teilt. In der Talkshow von Frank Plasberg war das in Zeitlupe zu lernen.
Unter Umständen erleben wir in diesen Tagen den endgültigen Zerfall der SPD. Wenigstens gab es zuvor keinen Vorsitzenden, der schon vor seiner Wahl derart an der eigenen Selbstdemontage arbeitete wie Esken und Walter-Borjans bei ihrem ersten gemeinsamen Talkshow-Auftritt.
Bei „Maybrit Illner“ hatte man den Eindruck, diese Frage könnte etwas peinlich sein. Dennoch ist sie berechtigt. Aber was genau bedeutet ein solcher Crash überhaupt? Und wer druckt eigentlich das ganze Geld, von dem immer die Rede ist?
Kurz vor dem AfD-Parteitag darf Bundessprecher Jörg Meuthen in der Sendung von Sandra Maischberger was vom Pferd erzählen. Wären da nicht auch noch Jan Fleischhauer und Albrecht von Lucke, wäre das zum Davonlaufen.
In der Show von Frank Plasberg wünscht sich die Kriminologin Dorothee Dienstbühl einen „realistischen Blick“ auf die Integrationspolitik in Deutschland. Den hat der Abend bei Frank Plasberg zum Thema Clan-Kriminalität durchaus geboten.
Am Beispiel des umstrittenen Telekom-Zulieferers Huawei stritten die Gäste von Anne Will die Hälfte der Sendung lang über die wichtige Frage, wie abhängig Deutschland sich von China machen darf. Dabei übersahen sie einen wichtigen Aspekt.
Frauen stützen die Gesellschaft: als Mütter, als Arbeitskräfte, als Sozialkapital, als Partnerinnen. Keineswegs sollten sie daher als Bittstellerinnen von Pontius zu Pilatus laufen müssen, um zu bekommen, was ihnen zusteht.
Mit dieser Beschreibung charakterisierte der Journalist Hajo Schumacher bei Sandra Maischberger die beiden Vorsitzenden der Grünen. Diese haben ihren Parteitag hinter sich, die CDU noch vor sich – das bestimmte dann auch diese Sendung.
Wer hätte das gedacht, dass ein neuer Popsong und eine Krebsdiagnose einem Kandidatenpaar für den SPD-Vorsitz zu Rückenwind verhelfen?
Hat Deutschland zu viele Krankenhäuser? Diese Frage stellt Frank Plasberg in seiner Talkshow – und präsentiert Dänemark als Antwort. Hierzulande ist das dortige Modell allerdings nicht möglich. Da sollte sich niemand etwas vormachen.
Weder Konjunktur noch Klima geht es sonderlich gut. Doch ob Deutschlands Wohlstand nun sicherer oder unsicherer wird, konnte man am Sonntagabend nicht erfahren.
Die forderte gestern Abend Sascha Lobo. Solche Forderungen sind zwar schon öfter in unserer Geschichte gestellt worden. Aber die hielten sich immerhin nicht für „linksliberal“.
Die Sendung von Sandra Maischberger scheint nun da angekommen, wo die Gastgeberin hin will: auf dem Boulevard, auf dem man den Ball flach halten kann, solange es irgendwie bunt ist und prominente Gäste aus der Patsche helfen.
Wenn soziale Integration am Frühstücksbrot scheitert: Welche Folgen es hat, dass die Deutschen den Sozialstaat aus der Perspektive des Individuums betrachten, hat der gestrige Abend mit Eckart von Hirschhausen gezeigt.
Am Tage erzielt die Große Koalition einen Kompromiss über die Grundrente. Am Abend beugen sich ihre Beobachter über das Ergebnis und schütteln besorgt die Köpfe. Die Lage bleibt unklar.
So präsentierten sich gestern Abend zumindest die beiden Vorsitzenden der Jugendverbände von CDU und SPD. Dennoch konnte die Sendung zum Rentenstreit keinen Aufschluss darüber geben, wie es mit der Berliner Koalition weitergehen wird.
Sandra Maischbergers neues Format hat an Form gewonnen. Das liegt an überraschenden Konstellationen und unverhofften Erinnerungen. Die Mischung wird endlich kritisch.
Diese Bundesregierung ist am Ende – denn sie beschäftigt sich nur noch mit ihrer Vergangenheit. Diesen Eindruck bestätigen in der Talkrunde von Frank Plasberg zwei ihrer führenden Repräsentanten. Wenn auch wider Willen.
Die große Koalition wirkt zerrüttet, ist aber kein Fall für das Scheidungsrecht. Sie ist zum Erfolg verurteilt. Gibt die Halbzeitbilanz Gelegenheit, die Kräfte zu sammeln und zu zeigen, dass man die Gelben Karten auf den regionalen Spielfeldern verstanden hat?
Die desaströse Wahlniederlage der CDU in Thüringen zwingt die Partei zur schonungslosen Bestandsaufnahme. Doch wie kann ein Neuanfang gelingen? In der Show von Maybrit Illner werden Schwierigkeiten deutlich – und es fällt der Name Merz.
Das Thüringer Wahlergebnis hat eine Schockwelle ausgelöst. Die meisten Parteien zeigen sich in schlechter Verfassung. Der Osten wählt, der Westen schaut gequält? Frank Plasbergs Gäste sehen das anders.
An einem bemerkenswerten Wahlabend wird auf allen Kanälen vor allem eine Frage diskutiert. In der Talkshow von Anne Will geben zwei Gäste zudem tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelt.
In der Talkshow von Maybrit Illner spricht Heiko Maas über den Syrien-Vorschlag von Annegret Kramp-Karrenbauer. Die Bedenken des Außenministers erscheinen nachvollziehbar – doch einige Fragen bleiben unbeantwortet.
Für Maischbergers Woche im neuen Format gilt: Was ihr zugespielt wird, greift sie auf. Was sie und ihre Gäste – wie Bernd Lucke und Georg Restle – daraus machen, wirkt aber halbgar, mit heißer Nadel genäht.
Der Feldzug der Türkei gegen die Kurden stellt die Welt vor vollendete Tatsachen. Das außenpolitische Establishment des Westens ist entsetzt. Was sind die Folgen? Was wäre zu tun, und durch wen?
Der Einmarsch der Türkei in Syrien beherrscht die öffentliche und politische Debatte auch in Deutschland. „Wie machtlos ist Europa?“ fragte Maybrit Illner ihre Gäste und erhielt eine nüchterne Bestandsaufnahme der deutschen Außenpolitik.
Nun wird Sandra Maischberger künftig mehrere Themen einer Woche aufgreifen und in wechselnder Besetzung erörtern. Auch der neue Anlauf wirkt nicht überzeugend. Das gilt für das Arrangement ebenso wie für die Details.
Ist Judenhass nur bei Rechtsextremisten zu finden? Diesen Eindruck versuchten die Gäste von Frank Plasberg zu vermitteln, und benannten mit der AfD auch gleich einen Verantwortlichen.
Der Anschlag in Halle bezeugt, wie sich Achsen des gesellschaftlichen Zusammenhalts verschoben haben. Wer Hass sät oder zulässt, dass andere ihn säen, braucht sich über die Ernte nicht zu wundern.
In der Debatte um die Deutsche Bahn bei „Hart aber fair“ beschreibt der Bahnchef das Grundproblem seines Unternehmens. Grüne und CDU werfen sich unterdessen wechselseitig Verfehlungen vor.
Der Spielfilm „Wendezeit“ liefert den Einstieg zum Thema „Spione im Kalten Krieg". Sandra Maischbergers Gäste geben einen Einblick in die Trivialität nachrichtendienstlicher Arbeit – die heutige Lage beurteilen sie jedoch ganz unterschiedlich.