Hühnertheater
Nachdem ein Schwan in den Orchestergraben flatterte, wurde die große Bühne in Freiburg zur geflügelfreien Zone erklärt. Das Federvieh wird sich freuen, denn im Theater hatte es nie viel zu lachen.
Nachdem ein Schwan in den Orchestergraben flatterte, wurde die große Bühne in Freiburg zur geflügelfreien Zone erklärt. Das Federvieh wird sich freuen, denn im Theater hatte es nie viel zu lachen.
Was Firma und Familie zusammenhält: Alvis Hermanis inszeniert Maxim Gorkis „Wassa“ in München als Lebenskampfspiel einer modernen Unternehmerin. Im Wunder eines alten Bildes.
Geht Angela Merkel heimlich in die Disko, um dort stundenlang abzuhotten? Zumindest weckt „Die Aktuelle“ solche Assoziationen. Anders Karl Lagerfeld: Er wahre auch in privatesten Situationen stets Haltung, heißt es - selbst vor seiner Katze.
Als erfahrene, verlässliche und gradlinige „Powerfrau“ wollen die Frankfurter Grünen ihre Oberbürgermeisterkandidatin Rosemarie Heilig präsentieren.
Hör nur, neue lebendige Bilder: Schon der Stummfilm war längst nicht so lautlos, wie gern behauptet wird. Klänge, Geräusche und Musik machen heute mehr denn je aus dem Kino eine Kunst. Hier können Sie es auch hören.
Der Nobelpreis brachte ihre Lebensplanung durcheinander, das Preisgeld hat sie gespendet. Zum Tod der großen polnischen Dichterin Wisława Szymborska.
Jay Leno benimmt sich: Als Michelle Obama in seiner „Tonight Show“ zu Gast ist, isst der Fast Food liebende Talkmaster sogar brav das mitgebrachte Gemüse der First Lady.
Was verraten die Gene über die kulturelle Identität eines Menschen? Nicht so viel, wie einmal versprochen wurde. Das zeigt das Experiment eines Berliner Wissenschaftstheaters.
Jahrzehntelang stand die Bötzow-Brauerei in Berlin leer. Nun möchte ein Privatinvestor das Gelände wiederbeleben. Einzelhandel, Büros und Kultur sollen eine Symbiose eingehen - ein Konzept, dessen Wirtschaftlichkeit nicht zum ersten Mal getestet wird.
Immer im Januar mischt die Familie Nonino ihre Heimat Friaul mit der Verleihung des „Premio Nonino“ auf. Der Preisträger 2012, Hans Küng, übte naturgemäß Kritik am Papst.
Glaubt man vielen Kommentatoren, hat der drohende Staatsruin Griechenland vom Urahn europäischer Kultur zu einer zu allem bereiten Hure gemacht. In Wirklichkeit tut Griechenland nur offen, was ganz Europa macht.
Was gehen uns alte deutsche Gespenster an? Eine Theaterspukreise zu Hochhuths „Stellvertreter“ im Münchner Volkstheater und einer „Rommel“- Uraufführung in Ulm.
Natürlich wäre es schön, wir würden uns immer als die Kapitäne unserer eigenen Untergänge erweisen. Leider handeln wir meistens nur als deren Statisten: Eine Havarie.
Der Kapitän der „Costa Concordia“ beschuldigt die Reederei, diese weist alle Vorwürfe zurück und belastet ihrerseits den Kapitän schwer. Unterdessen ist ein viertes deutsches Opfer identifiziert worden.
Wie jedes Übel kommt auch die Ökonomisierung der Liebe auf leichten Schuhen, in diesem Fall von Miu Miu und mit einem malvenfarbenen Abendkleid mit sehr feinem Rückenausschnitt. Hübsch, aber nichts für mich, denn die Berechnungen gehen in ganz andere Richtungen, die nachzuvollziehen mir leider nicht gegeben ist.
Für das breite Publikum war Vadim Glowna der Fernseh-Bösewicht. Über Jahrzehnte hinweg bestach er aber durch die Vielseitigkeit seiner Rollen und Regiearbeiten. Nun ist er in Berlin gestorben.
Drei Tote wurden schon geborgen, mindestens 15 Menschen werden noch vermisst: Mitten im historischen Zentrum von Rio de Janeiro sind zwei Hochhäuser und ein kleineres Gebäude eingestürzt. Schuld waren womöglich illegale Bauarbeiten.
Matratzenlager für die Ahnen: Peter Handkes Stück „Immer noch Sturm“ kann in der Karlsruher Inszenierung trotz des starken Hauptdarstellers seine Poetik nicht entfalten.
Beim Wettbewerb „unart“ schaffen Schüler eigene Performances. Probenbesuch bei „Augenblickwinkel“, einer Frankfurter Produktion, die am Mittwoch gezeigt wird.
Warum es in den dm-Drogeriemärkten so schön ist - und bei Schlecker nicht.
Der Schriftsteller Chad Harbach ist hierzulande noch unbekannt. Ganz Amerika aber liest seinen Baseball-Roman „The Art of Fielding“ mit Begeisterung.
Seit Monaten ist von der Schuldenkrise in Europa die Rede - dabei ist die Lage direkt vor der eigenen Haustür ähnlich prekär: Die Schulden der deutschen Kommunen sind gigantisch. Die Zeit, da sie als beste Schuldner galten, ist lange vorbei.
Vom Schüler bis zum Rentner: Alle gehen an Bord. Kreuzfahrtschiffe werden immer größer, die Ausstattung immer irrwitziger. Glasbläserei und Wildwasserbahn dürfen nicht mehr fehlen.
Erst an Land begreifen sie, was geschehen ist: Die Kochs buchten ihre erste Kreuzfahrt und gingen an Bord der „Costa Concordia“. Es waren perfekte Ferien - bis am letzten Abend das Licht ausging.
Es ist Wahlkampf in Frankreich - da kann Wutbürger Eric Cantona nicht schweigen. Einen Tag lang glaubt das Land, der frühere Fußballstar wolle Präsident werden. Doch die Idee entpuppt sich als PR-Coup für eine Hilfsorganisation.
Für die türkische Justiz ist der Mord an dem Journalisten Hrant Dink aufgeklärt. Für viele Türken nicht. Sie demonstrieren. Auch in Berlin.
Eine monumentale Retrospektive in Germanischen Nationalmuseum Nürnberg ehrt Johannes Grützke. Der Künstler zeigt sich dort als ein Universaldarsteller der Gegenwart.
Vom Berliner Ballhaus Naunynstraße zu den Wiener Festwochen: Shermin Langhoff macht Theater der ganz anderen Art. Ein Gespräch über das Leben als „Vorzeigetürkin“, kosmopolitisches Theater, Besetzer und Besitzer.
Die Idee der funktionalen Stadt ist gescheitert - trotzdem breitet sie sich aus. Was mit der Psyche der Menschen geschieht, wenn Architektur keine Geborgenheit mehr vermittelt, kann man in Cergy-Pontoise bei Paris besichtigen.
Zu dessen dreihundertstem Geburtstag zeigt Potsdam ein „Theaterspiel für den König von Preußen“. Doch „Fritz!“ zieht lediglich bekannte Klischees durch den brachialdramatischen Kakao.
Königin Margrethe II. ist ihrem Volk nah und wahrt doch Distanz. Seit 40 Jahren arbeitet sie an ihrer Beliebtheit.
Die Wechseljahre als Revue-Thema: Im Frankfurter Rémond-Theater erleben vier Frauen „Heiße Zeiten“.
Schwäbische Kunde oder Erinnerung eines Kindes an schlechtere Tage, aber bessere Zeiten und einen fabelhaften Mann namens Theodor Heuss. Aus gegebenem Anlass.