Macht euch endlich wieder wichtig!
Jetzt, da auf der Bühne alle Revolutionen abgehandelt wurden, schlägt wieder die Stunde des Textes. Der Theaterautor Volker Lüdecke fordert: Wir brauchen wilde Stücke und manische Dramaturgen.
Jetzt, da auf der Bühne alle Revolutionen abgehandelt wurden, schlägt wieder die Stunde des Textes. Der Theaterautor Volker Lüdecke fordert: Wir brauchen wilde Stücke und manische Dramaturgen.
Dem Publikum näher als Gott: Peter Stein inszeniert zum ersten Mal Molière. Sein „Tartuffe“ am Pariser Théâtre de la Porte Saint-Martin huldigt dem Boulevardtheater.
Die Wahl von Modric zum Weltfußballer ist nach einer Dekade der Dominanz von Superstars ein Sieg der Substanz über die Show. Es ist ein Schritt zurück zum Wesentlichen.
Der erste Tag der langen Pariser Prêt-à-porter-Woche ist der wichtigste. Denn es geht los mit einem Duell von zwei besonders stilprägenden Häusern – mit Dior und Gucci.
Die Chefinspizientin an der Komischen Oper in Berlin lässt Bühnenbilder tanzen. Ihr dabei zuzuschauen ist ein Ereignis.
Alles wird akribisch vermessen und nicht nur zu den Premieren herrscht eine große Wuselei: die Obergewandmeisterin am Theater in Münster über ihre Kunst.
Falten, Schusswunden und immer ganz nah am Menschen arbeiten: Eine Maskenbildnerin vom Münchner Theater am Gärtnerplatz berichtet.
Das Londoner Opernhaus Covent Garden bemüht sich schon lange das Etikett „elitär“ abzustreifen. Durch einen umfangreichen Umbau soll nun ein neues Publikum angelockt werden.
Das Mauer-Kunstprojekt von Ilya Khrzhanovsky wird nach der Absage der Berliner Behörden nicht stattfinden. Damit verspielt die Hauptstadt eine einmalige Chance. Ein Gastbeitrag.
Schwindel am Abgrund, tanzende Avatare, akrobatische Hip-Hop-Anverwandlung: Zum achtzehnten Mal findet die Biennale de la Danse in Lyon statt.
Was haben jene Kulturschaffenden versäumt, die sich der Rücktrittsforderung an Innenminister Horst Seehofer nicht angeschlossen haben?
Geschlechtsteile aus Kinderspielzeug, arbeitslose Balletttänzer und viel lautmalerische Wirkung: „No President“ vom Nature Theater of Oklahoma bei der Ruhrtriennale zeigt ein Meisterstück an Virtuosität.
Bis kurz vor seinem Tod twitterte Steffen M. über die Räumungsarbeiten im Hambacher Forst. Er sei dort oben, „um die Menschen zu informieren, was hier passiert“, sagte er noch am Dienstag.
Intelligent zu sein hat viele Vorteile. Doch die Auffassungsgabe ist unterschiedlich. Beeinflussen Gene oder Erziehung unsere Intelligenz? In „Die Debatte“ können Sie heute Abend mit Experten diskutieren. Den Livestream sehen Sie auf FAZ.NET.
Stefan Bachmann eröffnet die Theatersaison in Köln mit Daniel Kehlmanns „Tyll“. Was die Adaption eines großartigen Romans hätte werden können, schafft nicht viel mehr, als ebenjenen nachzuerzählen.
Was passiert, wenn die Sonne sinkt? Kommt dann die Nacht, oder geht der Tag? Antworten gibt es in „Zwei Monster“ für Kinder am Schauspiel Frankfurt. Zumindest fast.
In Frankfurt wird ein Zentrum für die Forschung am und die Arbeit mit dem Werk eines der bedeutendsten Regisseure der Filmgeschichte entstehen. Das neue Archivzentrum des Deutschen Filminstituts wird 2019 eröffnet.
In „Alcina“ verbinden sich nach der Geschichte des italienischen Dichters Ariosto eigentlich Kampfgeschehen und erotischer Zauber. Beim Saisonbeginn in Wien gerät Händels Oper dafür viel zu harmlos.
Das Frankfurter Festival „Textland“ präsentiert deutsche Literatur vor dem Hintergrund der Migration. Neben sehr gelungenen Werken gibt es auch Tiefpunkte.
Sex als Gegenleistung: Tänzer werfen dem belgischen Choreographen Jan Fabre Machtmissbrauch vor. Eine Aufklärung der Vorgänge ist im Tanz jedoch viel schwieriger als in Hollywood.
Es passiert nicht viel auf der Bühne. Zudem macht es das Stück seiner Heldin nicht leicht. Aber es nimmt einen gefangen: Eric Assous’ Komödie „Die Frau aus dem Michelangelo“ im Stalburg Theater in Frankfurt.
Der Streit um die Volksbühne in Berlin und die Münchner Kammerspiele hat aus künstlerischer Vielfalt künstliche Antagonismen gemacht. Wie kommt man da wieder heraus? Gespräche mit Akteuren, die es wissen könnten.
„Brechts Dreigroschenfilm“ hat es nie gegeben, aber jetzt gibt es einen Film, der so heißt. Doch der Regisseur Joachim A. Lang weiß zu viel und überfrachtet sein Werk damit bis zur Ermüdung.
Das Erbe eines der radikalsten Künstler Nachkriegsdeutschlands bekommt eine Heimat in Frankfurt. Hier war Rainer Werner Fassbinders Schaffen besonders umstritten.
Souverän als Autor und als Regisseur: Es scheint, als habe René Pollesch mit seinem fröhlich-klugen Diskurstheater beste Chancen, auch am Deutschen Theater zum Publikumsliebling zu werden.
Beifall für die falsche Seite: Die Inszenierung von Ibsens „Volksfeind“ in Peking sorgte für Aufruhr im Publikum. Nun wurde die China-Tournee der Berliner Schaubühne ganz abgesagt.
Rund hundert Texte sind für den Michael-Althen-Preis 2018 eingereicht worden, der am 17. Oktober verliehen wird. Neun von ihnen kommen in die engere Wahl. Hier sind sie.
In Wien beginnt die Theatersaison mit einer Romanadaption von David Grossman, einer Daniel-Kehlmann-Uraufführung und einem feministisch inspirierten „Kaufmann von Venedig“.
Florence Kasumba sehen wir bald als Ermittlerin im „Tatort“. Davor geht es für sie rund bei „Cobra 11“. Angefangen hat die Schauspielerin im Musical. Ein Gespräch über Tanz, Kung-Fu und #MeTwo.
Wenn eine Stadt in Aufruhr gerät, kann Kunst keine Wunder vollbringen, aber die Zivilgesellschaft stärken. Ein Interview mit Frédéric Bußmann, Direktor der Kunstsammlungen in Chemnitz.
Mit René Heinersdorffs Stück „Fremde Verwandte“ zieht ein großes Liebesdurcheinander in die Frankfurter Komödie ein. Darin ergeben sechs Figuren drei Paare – und alle treibt es um.
Herrscht in Frankfurt tatsächlich der Geist der Rekonstruktion? Die neue Altstadt könnte das vermuten lassen. Doch ein Blick in die Nachbarschaft belehrt eines Besseren.
Hier lacht man weit unter seinem Niveau: Herbert Fritsch depotenziert Mozarts „Così fan tutte“ in Hamburg: Eine Komödie, die musikalisch zu viel opfert.
Das Frankfurter Schauspiel eröffnet mit einem Totalausfall und einem Glanzstück. Das ganzheitliche Fazit fällt nicht leicht, doch zumindest die prinzipielle Daseinsberechtigung des Intendanten Anselm Weber scheint geklärt.
Tohuwabohu im Treppenhaus: Im Frankfurter Fritz-Rémond-Theater erfüllt Heidi Mahler als Tratsche Frau Boldt in bunt geblümter Kleiderschürze die Glanzrolle ihrer Mutter Heidi Kabel mit neuem Leben.
Warum wird einer Nazi und ein anderer nicht? Eine Begegnung mit dem 24 Jahre alten Lukas Rietzschel, Autor des Romans „Mit der Faust in die Welt schlagen“, in Görlitz.