War er nicht vielmehr Antirevolutionär?
Über Bertolt Brechts politische Haltung glaubt man sich im Klaren: immer auf der linken Seite. Aber als vor hundert Jahren die alte Ordnung des Kaiserreichs zusammenbrach, agierte er unerwartet.
Über Bertolt Brechts politische Haltung glaubt man sich im Klaren: immer auf der linken Seite. Aber als vor hundert Jahren die alte Ordnung des Kaiserreichs zusammenbrach, agierte er unerwartet.
René Jacobs hat das Quellenmaterial zu Georg Friedrich Händels „Teseo“ gründlich ausgewertet und mit eigenen Kompositionen die Urfassung der Oper wiederhergestellt. Sein Dirigat präsentiert erregende Ergebnisse: eine echte Neuentdeckung im Theater an der Wien.
Sein Spiel hat uns im Kino das Fürchten vor dem Lachen gelehrt: Zum Tod des großen deutschen Schauspielers Rolf Hoppe.
Im Zwischenreich der Geschlechter: Karin Henkel inszeniert „Drei Schwestern“ am Deutschen Theater Berlin. Tschechows komplexes Menschendrama wird klug interpretiert.
Erstmals seit einem Jahr beaufsichtigte Kim Jong-un wieder persönlich einen Waffentest. Allzu sehr will er Washington damit aber nicht reizen.
Zu seinem 85. Geburtstag sagte Rolf Hoppe, er habe ein gutes Leben – und dass er keine Angst vor dem Tod habe. Nun ist der Schauspieler, der mehr als 400 Rollen spielte und ein eigenes Theater hatte, gestorben.
Wohnungslosigkeit ist längst kein männliches Problem mehr. Hierzulande steigt die Zahl betroffener Frauen dramatisch. Sie haben kaum eine Chance, eine neue Bleibe zu finden.
Die Geschichte beginnt mit banalem Sex: Paolo Sorrentinos Film „Loro – Die Verführten“ inszeniert Silvio Berlusconis Machtbiographie als Groteske.
In den deutschen Großstädten haben Privatschulen regen Zulauf. Eine Mutter erzählt von der Hysterie unter Eltern – und warum sie ihren Sohn dann doch auf die normale Schule schickte.
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Die „Tischgesellschaft für Zeitverkostung“ will sozialistische Generationen im Dialog zusammenführen. Dazu greift die Performance auf Gesangs- und Schauspieleinlagen, Filmvorführungen und sogar Lesungsfrequenzen zurück.
Regisseur Kirill Serebrennikow wurde festgenommen, als er den Film „Leto“ drehte. Er musste ihn im Hausarrest fertigstellen. Was dabei herauskam, hat seherische Kraft: „Leto“ deutet an, wie die Ära Putin Russland einfriert.
Tim Crouch hat eine Liebeserklärung an das Theater geschrieben. Die Inszenierung „An Oak Tree“ am Schauspiel Frankfurt bricht mit den Konventionen des Schauspiels.
Bei Audi ist die Stimmung seit der Diesel-Manipulation im Argen. Die Softwarenachrüstung macht mehr zu schaffen als anderen Herstellern – und nun rumort es auch noch in der Belegschaft.
Katalanen verlieren ein torreiches Spiel. Real siegt. Gündogan trifft im Stadtderby. Klopp gewinnt nach Blitzangriff. Kein Sieger beim turbulenten „Superclasico“. Sehen Sie das Fußball-Wochenende im Video.
In Goldonis „Der Diener zweier Herren“ am Staatstheater in Darmstadt geht es drunter und drüber. Jeder Fehltritt führt zu freiem Fall, alle Verhältnisse kommen hier ins Rutschen.
„Wetten, dass..?“, Maskenbälle, Kongresse: Die 50 Jahre alte Mainzer Rheingoldhalle hat eine bewegte Geschichte. Jetzt soll sie von Grund auf saniert werden, ohne ihren Charakter zu verlieren.
Am Sonntag beginnt das 42. Puppenspiel Festival in der Landeshauptstadt. Zwölf Figurentheater aus ganz Deutschland zeigen 33 Aufführungen am Elsässer Platz. Der Festivalleiter Stefan Maatz ist mit Spaß bei der Sache.
Mehr als 140 in Berlin, mehr als 250 im ganzen Land: Von der Staatsoper bis zur Kleinkunstbühne haben sich Kultureinrichtungen zu einem Bündnis gegen Rechts zusammengeschlossen. Gerade in kleineren Orten sei der Druck dramatisch gewachsen.
Der geschasste Intendant Matthias Hartmann schließt einen Vergleich mit dem Wiener Burgtheater. Nach dem Schuldendesaster an der größten deutschsprachigen Sprechbühne sind alle Verantwortlichen weich gefallen – bis auf eine Person.
Harrison Kremo hat von Kris Kremo das Talent für die Jonglage geerbt. Er könnte wie der Vater ein Weltstar werden. Aber er möchte etwas anderes. Damit bricht er die Familientradition.
Zweiter Weltkrieg, deutsche Teilung, Wiedervereinigung: Nicht nur in „Deutschland 86“ spielt Ludwig Trepte sich durch die jüngere deutsche Geschichte. Dabei überragt er oft alle anderen – auch in seinen Nebenrollen. Ein Treffen.
Das Pariser Grand Palais führt ins achtzehnte Jahrhundert der Serenissima: Die Kunst blühte, Politik und Militär waren im Verfall. Dann kam Napoleon.
Ein blaues Auge, mehr nicht – es hätte weitaus schlimmer kommen können. Der Wahlabend in Amerika unter gar nicht mal so unglücklichen republikanischen Verlierern.
Überwältigt wird hier nicht: Damien Chazelles geheimnisvoller Astronautenfilm „Aufbruch zum Mond“ zeigt die Andacht des kleinen Menschen im Universum – ohne Feuerschweife und patriotisches Fahnenwehen.
Und sie spielten doch: Nachdem die Bauhaus-Stiftung in Dessau einen Auftritt der Band auf der historischen Bühne absagte, spielten Feine Sahne Fischfilet nun in der Alten Brauerei – und gewinnen der Absage sogar etwas Positives ab.
Bochum schlägt ein neues Theaterkapitel auf: Johan Simons eröffnet das Schauspielhaus mit einer Adaption von Feuchtwangers „Jüdin von Toledo“, in den Kammerspielen rufen dreizehn Mädchen die Welt zur Ordnung.
Rivalität unter Kollegen ist gefährlich. Und man spricht nicht oder allenfalls nur hinter vorgehaltener Hand darüber. Dabei kann sie den Arbeitsalltag zur Hölle machen.
Überrascht von dieser „irritierend unsachlichen Diskussion“ und vielen offenen Fragen: Jan Böhmermann und Serdar Somuncu nehmen Stellung zu den Antisemitismus-Vorwürfen.
Angela Merkel war immer eine Pragmatikerin aus Überzeugung. Sie setzte sich gegen Wolfgang Schäuble durch und ließ Griechenland nicht fallen. Doch mit der Flüchtlingskrise änderte sich ihre Einstellung.
Wer dieses Jahr „Shakespeare in Love“ in Bad Hersfeld verpasst hat, kann 2019 einen neuen Anlauf nehmen. Außer dieser Wiederaufnahme bieten die Festspiele etwa „Funy Girl“ und ein Konzert.
Einführung in die Anfangsgründe der Lebenszeitökonomik: In Frank Castorfs Bühnenadaption von Dostojewskis Roman „Ein grüner Junge“ erfährt das Publikum, wie man Kapitalist wird.
Tiecks Märchen sind uns vertraut, aber der romantische Großroman „Phantasus“ wird heute kaum noch gelesen. Warum eigentlich nicht? Gedanken bei einer ersten Lektüre.
Er gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten, mit besonderer Nähe zu seinem Publikum. Jetzt hat Aribert Reimann in Regensburg zusammen mit neun anderen Preisträgern den „Faust“ erhalten.
Film, Fernsehen und Museen entdecken die Kunst der zwanziger und frühen dreißiger Jahre wieder. Der schaudernde Blick zurück auf den Vorabend des Faschismus und der NS-Herrschaft stellt Fragen an die Gegenwart.
Die sechste und letzte Staffel von „House of Cards“ beginnt mit viel Pathos und wirft Fragen auf: Wie schlägt sich die Serie ohne Kevin Spacey? Spielt Robin Wright eine Feministin im Weißen Haus?