Wie Begriffe den Blick auf Verbrechen verstellen
Wenn von einer „Beziehungstat“ oder gar einem „Familiendrama“ die Rede ist, wirkt das wie eine Erklärung – doch in Wahrheit verharmlosen diese Begriffe die Taten nur.
Wenn von einer „Beziehungstat“ oder gar einem „Familiendrama“ die Rede ist, wirkt das wie eine Erklärung – doch in Wahrheit verharmlosen diese Begriffe die Taten nur.
Christian Thielemann dirigiert in Dresden die Premiere der Oper „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss. Der orchestrale Zauber trägt über den Feinfrost der Szene hinweg.
Sara Nuru, Wana Limar und drei weitere Berlinerinnen verraten ihre Schönheitsrezepte und wie man sie zuhause ganz leicht selbst herstellt.
Krankheit ohne Metapher, dafür mit Krebs-Infostand: Luk Perceval bricht mit der Bühnenfassung von „Mut und Gnade“ nach dem Buch von Ken Wilber am Schauspiel Frankfurt ein Tabu.
Was ist das für ein Roman? Linn Ullmann erzählt in „Die Unruhigen“ von ihrem Vater Ingmar Bergman.
Medizin studieren ohne 1,0-Abitur – wie kann das funktionieren? Das weiß im Moment keiner so genau. Zwischen altem und neuem Zulassungsverfahren fühlt sich mancher Bewerber wie in einer Sackgasse.
Er inszeniert im Bockenheimer Depot für das Schauspiel Frankfurt „Mut und Gnade“. Ein Gespräch mit Luk Perceval über das Theater als Ort für Rituale.
Was gedacht und gewollt wird, ergibt sich nicht aus der Sache selbst. Wenn die Geisteswissenschaften nicht geistlos werden, dann haben sie auch in der modernen Welt einen Ort.
Bodys Isek Kingelez’ Arbeiten sind extrem: jedes Pappgebäude für sich und erst recht die Stadtlandschaften. Eine solche Welt hat vor ihm noch nie jemand erdacht.
Eine stark stilisierte und starr gestellte Fantasiewelt, die bitter ernst inszeniert wird: Michael Thalheimer inszeniert „Macbeth“ mit Constanze Becker und Sascha Nathan am Berliner Ensemble.
Dargestellte Wirklichkeit im störenden Einschuss: Erich Auerbachs Tagebuch aus dem Revolutionswinter 1918/19 zeigt den Kriegsheimkehrer noch als Unpolitischen im Geiste des von ihm bewunderten Thomas Mann.
Wegen der Panne an ihrem Regierungsflieger ist Angela Merkel mit großer Verspätung beim G-20-Gipfel eingetroffen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nimmt die Flugbereitschaft in Schutz.
Einladung zum Dialog: Das „Yarat“-Zentrum für zeitgenössische Kunst im aserbaidschanischen Baku profiliert sich als Begegnungsstätte zwischen westlicher und islamischer Kultur.
Die Show „Toruk“ des Cirque du Soleil erzählt eine infantile Geschichte in großartigen Bildern. Dabei scheinen sich die Grenzen zwischen Theater und Film beinahe aufzulösen.
Das Mapa Teatro aus Kolumbien ist zum ersten Mal in Frankfurt zu Gast. Die Geschwister Abderhalden über ihre Kunst der Immersion.
Vogelfreunde sehen die Artenvielfalt durch den globalen Boom der Katzen bedroht. Deren Verteidiger wehren sich. Der Streit eskaliert.
Bengalos sollen endlich aus Fußballstadien verschwinden und die Kommunikation in der katholischen Kirche läuft nicht. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main steht in der FAZ.NET-Hauptwache.
Das Türchen das Tages kann immer nur einer öffnen, und immer ein anderer: In Jan Brandts Kinderbuch führt ein Adventskalender einen Jungen durch die Stadt und ins Leben zurück.
Tabubrecher, Heiler, chinesischer Frankenstein? Oder doch nur ein durchgeknallter Genforscher, der die Welt zwei Tage an der Nase herumführt? Dr. He hat geredet und dazu auch seine „fünf ethischen Kernprinzipien“ veröffentlicht. Jetzt ist klar: Der Wahnsinn hat Methode.
Unisex-Vertreter klagen über Diskriminierung von Frauen durch getrennte Klos. Gleichzeitig sind Toiletten, öffentliche oder private, auch Schutzzonen für Kinder und Frauen. Ja, was denn nun?
Freddie Frinton und May Warden tourten für geringe Gagen mit ihrem „Dinner for One“ durch Großbritannien, bevor der NDR sie zum Silvesterkult machte. Nun lief der Sketch zum ersten Mal in einem britischen Kino – und erhielt vernichtende Kritiken.
Komische Irrungen und Wirrungen im Alpen-Grandhotel: Erich Kästners Komödie „Drei Männer im Schnee“ wird im Frankfurter Fritz Rémond Theater im Zoo inszeniert.
Einst sorgte Ousmane Dembélé für Theater in Dortmund. Nun spielt er beim FC Barcelona. Doch wieder gibt es Probleme. Bernd Schuster nimmt bei seiner Kritik am Franzosen kein Blatt vor den Mund.
Die eine will etwas zeigen, die eine etwas erklären: Zwei Berliner Ausstellungen erzählen die Geschichte der November-Revolution. Man kann sie auch als Hommage an den Fotografen Willy Römer lesen.
In der kommenden Woche entscheidet die Unesco über Neuaufnahmen in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Der Reggae und die Parfumkunst stehen zur Diskussion, aber auch ein Vorschlag aus Deutschland.
Der israelische Choreograph Roy Assaf feiert den Pop in „Nothing“ am Staatstheater Mainz. Wie vertragen sich dabei Blödelei und Sex-Appeal?
Woran die britische Abschiedsvorstellung erinnert und welche Vorteile man als Vasall Amerikas genießt.
Die Zeichen verdichten sich: In Frankfurt läuft es auf einen Neubau für Oper und Schauspiel hinaus. Die Standortsuche läuft – und die Stadt könnte sich an einem prominenten Beispiel orientieren.
Taiwans Kultur ist zu neuem Selbstbewusstsein erwacht – und emanzipiert sich von seinem großen Nachbarn. Nur noch acht Prozent der Einwohner fühlen sich weiterhin als Chinesen.
Die CSU verlor bei der Landtagswahl ausgerechnet Würzburg, wo sie sich doch von ihrer sanftesten Seite gezeigt hatte. Lernt die Partei aus ihren Fehlern?
Die Aliens halten Einzug in Hamburg: Weder das ambitionierte Stück „Frankenstein / Homo Deus“ am Thalia Theater, noch das unfreiwillige Requiem für David Bowie, „Lazarus“, am Schauspielhaus können überzeugen.
Kleine Ursachen, große Wirkungen und umgekehrt: Saisonauftakt am Staatstheater Stuttgart unter der neuen Intendanz von Burkhard C. Kosminski mit Wajdi Mouawads „Vögeln“ und der Groteske „Abweichungen“ von Clemens J. Setz.
Vor 25 Jahren sind zum ersten Mal in Deutschland Clown-Doktoren auf Visite gegangen. Das geschah in Wiesbaden, wo noch immer ihr Verein sitzt. Die Clown-Doktoren helfen nicht nur den jungen Patienten, sondern auch dem Personal.
Wer nicht aufpasst, steht im Konfettiregen: Anne Lenk inszeniert Becketts „Endspiel“ im Münchner Residenztheater – und drückt dabei aufs Tempo.
Das „Le Bonbon“ in Mainz ist vor drei Jahren mit großem kulinarischen Anspruch eröffnet worden. Inzwischen ist es im Grunde ein Steakhaus – mit ein paar Schwächen.
In seinem halben Jahrhundert als Galerist hat Rüdiger Schöttle viele Künstler entdeckt. Man sagt ihm gar einen ganz besonderen Spürsinn für neue Talente nach.