Das Hässliche abgewaschen
Uwe Eric Laufenbergs „Parsifal“-Inszenierung nimmt den holzgeschnitzten Christus vom Kreuz und legt damit Richard Wagners antichristliche Ambitionen offen.
Uwe Eric Laufenbergs „Parsifal“-Inszenierung nimmt den holzgeschnitzten Christus vom Kreuz und legt damit Richard Wagners antichristliche Ambitionen offen.
Die Bayreuther Festspiele erleben ihre erste Uraufführung seit 1882 mit einer modernen Oper des Komponisten Klaus Lang. Festspielleiterin Katharina Wagner begegnet so dem Vorwurf, in Bayreuth bliebe alles beim Alten.
Schon Thomas Mann hat angedeutet, dass der ganze Hitler im frühen Bewunderer Wagners steckt. Ein Germanist macht diese These nun plausibel. Wie sprang der Funke über?
Für eine Tournee mit der Staatskapelle Berlin kehrt Daniel Barenboim in sein Geburtsland Argentinien zurück. Er wird gefeiert wie ein Fußballstar, aber sein Glück liegt in der Arbeit mit den Musikern.
Auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg zeigt die Ausstellung „Hitler. Macht. Oper“ ein Ineinander von Musiktheater und Propaganda.
Malerei in Schwarz und Weiß und Rot: In London rettet der Dirigent Andris Nelsons mit der Sängerin Jennifer Davis als Elsa David Aldens Inszenierung von Richard Wagners Oper „Lohengrin“.
Kommet zuhauf: Mit seinem „Kantaten-Ring“ zieht das Bachfest Leipzig ein Massenpublikum an und kann dieses auch begeistern.
In ihrem neuen Buch „deutsch, nicht dumpf“ sucht Thea Dorn nach Personen und Perioden, die einen Traditionsstrang deutscher Demokratie und Menschenfreundlichkeit begründen können. Mit interessanten Entdeckungen.
Wie sich Neugierde und Erfahrung, Witz und Bodenständigkeit, prickelnde Erotik und kühle Kalkulation zusammenfinden: Cecilia Bartoli nagelt bei den Salzburger Pfingstfestspielen die Männer an die Wand.
Am Freitag beginnen die Salzburger Pfingstfestspiele. Ein Gespräch mit der Intendantin und Sängerin Cecilia Bartoli über schwierige Arien und selbstbewusste Frauenfiguren.
Bischof Tichon gilt als Putins Beichtvater – und mit der Toleranz hat er’s nicht so. Ein Gespräch über Pussy Riot, die Besetzung der Krim und die Frage, ob Iwan der Schreckliche besser war als sein Ruf.
Eine eher farblose Ausstattung, eine mitunter allzu brave Lesart: Wie es kommt, dass man den „Tannhäuser“ trotzdem selten besser gehört hat als am Deutschen Nationaltheater in Weimar.
Ritter in Fetzenwindeln, aber schöner singt weit und breit niemand: Dieter Dorn und Simon Rattle bringen in Baden-Baden einen fulminanten „Parsifal“ auf die Bühne.
Antonello Manacorda und Tobias Kratzer entdecken in Giacomo Meyerbeers Oper „L’Africaine – Vasco da Gama“ die Science-Fiction im Historienspektakel. Überzeugende Sänger, überraschende Komik.
Der Film Star Wars ist eine der erfolgreichsten der Filmgeschichte. Nun kann man sich die Musik davon live in der Alten Oper anhören.
Erfahren, gelassen und weniger viril verpanzert: Christian Thielemann dirigiert den „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner an der Semperoper in Dresden – aufgeführt auf formidable Weise.
Dietrich Hilsdorf inszeniert Richard Wagners „Walküre“ an der Deutschen Oper Düsseldorf. Dabei vertraut er auf die Darstellungskraft der Sänger – doch das funktioniert nicht immer.
„Die Banalität der Liebe“: Ella Milch-Sheriff macht in Regensburg auf virtuose Weise Hannah Arendt und Martin Heidegger den Prozess in einer gnadenlosen Oper.
Drama, Tanz, Musik: In Videospielen wird die Idee des Gesamtkunstwerks fortgeführt und auf moderne Weise erlebbar gemacht
Ungewohnt kurz und lebendig: Das Theater an der Wien schrumpft den „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner von vier Teilen zur Trilogie und bilanziert am Ende dennoch groß.
Wagner ist Chefsache: Intendant Uwe Eric Laufenberg inszeniert „Tannhäuser“ in Wiesbaden. Erstmals dirigiert der neue Generalmusikdirektor Patrick Lange.
Als Heldentenor in Wagners Diensten: Der Opernsänger René Kollo, der als auch Unterhaltungskünstler im Fernsehen Erfolge feierte, wird heute achtzig Jahre alt.
Erleben Sie Wagners Ring, inszeniert von Rosamund Gilmore, mit dem Gewandhausorchester unter der Leitung von Ulf Schirmer an der Oper Leipzig.
An der Hamburger Staatsoper verrätselt Achim Freyer den schon sehr rätselhaften „Parsifal“ von Richard Wagner noch mehr. Das Beste sind die Bässe.
Wie viele Ratten und Krokodile braucht man für eine anständige Wagner-Oper? Alles über Richard Wagner und die Festspiele zu seinen Ehren finden Sie hier – erfasst in Daten und Bildern.
Sozialtherapie statt Poesie: Ob Richard Wagners „Tannhäuser“, dieser Konflikt zwischen erotischer und selbstloser Liebe, für Kinder interessant sein kann?
In Bayreuth erschallen die Meistersinger, im Wallis soll es Murmeltierbraten geben, doch in den Schneewehen verliert sich jede Spur: Auf der Suche nach Wagner am Gletscher.
Von 2009 an war Tate Chefdirigent der Hamburger Symphoniker. Jetzt ist der gebürtige Engländer, einer der renommiertesten Dirigenten seiner Generation, im Alter von 74 Jahren gestorben.
Wie Richard Wagners Stieftochter in Sizilien ihr Glück finden will: Constanze Neumann bietet in „Der Himmel über Palermo“ noch viel mehr als das Psychogramm einer berühmten Sippe.
In Bayreuth ist Jonathan Meese wegen seines Hitlergrußes krachend gescheitert. Nächste Woche versucht es der verhinderte Wagner-Regisseur mit einer Performance mit Zungenbrecher-Titel.
Kirill Petrenko und Klaus Florian Vogt wagen sich an der Staatsoper München erstmals an Richard Wagners „Tannhäuser“ – fast ohne Personenregie. Zu sehen gibt es Ausstattungstheater als Sieg der Ausstattung über das Theater.
Karlsruhe wagt sich an die Uraufführung von Avner Dormans Bayreuth-Oper „Wahnfried“. Sie hat etwas von höherem Kasperletheater. Als Umgang mit einer Schreckensgeschichte nicht die schlechteste Wahl.
Lange war die Reaktion auf Nietzsches Philosophie überschattet von der Begeisterung seiner nationalsozialistischen Leser. Könnte sich nun die Möglichkeit einer Lektüre öffnen, die bei Momenten existentiellen Zusammenbruchs ansetzt?
In Vorpommern ist die Welt nicht zu Ende. Hier kämpfen Bürger für die Wahrung ihrer Selbstachtung, die Zukunft ihrer Theater, gegen Fusionspläne und die wachsende Bürgerferne von Kunst und Politik.
Vera Nemirova stellt mit ihrer Inszenierung von Richard Wagners Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ in Weimar Fragen an die Kulturpolitiker. Kirill Karabits gibt dabei seinen starken Einstand als musikalischer Chef.
Wer Richard Wagner hören will, fährt nach Bayreuth. Aber nicht nach Minden. Oder? Aber ja doch, hier geschieht schließlich ein Wunder. Die „Walküre“ gab es jetzt als beglückendes, großes Kammerspiel.