Ofenfrische Musik
Er liebt die Alte Oper. Von Richard Wagner hingegen hält er nicht viel: Chilly Gonzales gastiert in Frankfurt.
Er liebt die Alte Oper. Von Richard Wagner hingegen hält er nicht viel: Chilly Gonzales gastiert in Frankfurt.
Mit dem Lied „F*ck Wagner“ scheint Chilly Gonzales seine Meinung über Richard Wagner deutlich auszudrücken. Doch so einfach macht es es sich der in Köln lebende kanadische Pianist und Rapper mit dem Komponisten doch nicht.
Das Angebot ist vielseitig: Bei Hartung & Hartung in München kommen Bücher des Rokoko, japanische Holzschnitte und annotierte Partituren-Erstdrucke von Richard Wagner zur Auktion.
An der Oper Frankfurt liebt Richard Wagners „Tannhäuser“ Männer. Das ist von Matthew Wild schlüssig erzählt. Thomas Guggeis zeigt als Dirigent großen Ehrgeiz.
Die Brüche interessieren sie am meisten: Generalmusikdirektor Thomas Guggeis gibt sein Frankfurter Wagner-Debüt, Matthew Wild inszeniert.
Ascona und die vorgelagerten Brissago-Inseln waren einst die Zufluchtsorte von exzentrischen Adligen, anarchischen Künstlern und versponnenen Utopisten. Was ist von ihrem Geist im Tessin geblieben?
Vor zweihundert Jahren wurde der Komponist Anton Bruckner geboren. Die Österreichische Nationalbibliothek zeigt die kostbaren Handschriften eines gewissenhaften Katholiken, der die Grenzen der Zeit durchbrach.
Mit szenischer Härte und großer Glaubensbereitschaft zeigt Vera Nemirova Mut in ihrer Inszenierung von Richard Wagners „Tannhäuser“ am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Aufhorchen lässt Paula Linnosaari als Elisabeth.
Das Stadttheater Ulm erlebt zurzeit einen Höhenflug. Es zeigt selten gespielte Opern, wagt sich nun erstmals an Richard Wagners „Parsifal“ und verbucht dabei steigende Abonnentenzahlen.
Mit heutigem Wissen über Menschen vergangener Jahrhunderte zu richten ist einfacher, als sich mit eigenen Defiziten auseinanderzusetzen. Vielleicht sollte sich die Grüne Jugend mehr mit Greta Thunberg als mit Theodor Fontane beschäftigen.
Die Grüne Jugend Hessen markiert mit Hinweisschildern Straßen, die nach Ansicht der Jugendorganisation antisemitische Namensgeber haben. Deren alltägliche Präsenz zeige, dass Judenfeindlichkeit kein „importiertes“ Phänomen sei.
Die Münchner Musikhochschule hat das Ansinnen, in ihren Räumen Richard Wagner zu feiern, abgelehnt. Das hat auch mit einem anderen langen Schatten zu tun, den man dort nicht mehr haben möchte.
„Tempo, Tempo!“ heißt es diesmal im „Kiezpalast“ in der Frankfurter Alten Oper. Ulrich Tukur und das hr-Sinfonieorchester präsentieren dazu einen bunten Reigen von Vivaldi bis Wagner.
Die Komponistin Augusta Holmès war in Paris um 1890 ein Star. Ihre Oper „La Montagne Noire“ galt lange als verschollen. Nach 129 Jahren ist sie nun, klug inszeniert, an der Oper Dortmund zu erleben.
Die schönsten Tipps für Ausflüge und Unternehmungen in ganz Hessen. Eine Übersicht für die nächsten Tage.
Das Museum in der Burg Hayn zeigt eine Wanderausstellung mit Fotos aus einem Familienalbum von 1900 bis 1945. Es zeigt ein Ehepaar jeweils an Weihnachten.
Mit der „Götterdämmerung“ schließt sich in Zürich Richard Wagners „Ring des Nibelungen“. Camilla Nylund als Brünnhilde erweist sich darin als überragende Heldin mit anbetungswürdiger Stimme.
Herbert Grönemeyer möbelt mit seiner Musik einen genialen alten Schwank zum Musical auf. „Pferd frisst Hut“ ist eine vergnügliche und intelligente Wiederbelebung.
Erstmals seit 1991 wagt sich die Oper Brüssel wieder an Richard Wagners „Ring des Nibelungen“. Romeo Castellucci findet für „Das Rheingold“ teils eindrucksvolle, teils seltsame Bilder.
Wie erzählt man Depression? Rina Jost hat sie im eigenen Umfeld erlebt und über ihre Erfahrungen mit der anfänglichen Hilfslosigkeit einen ebenso lehrreichen wie witzigen Comic gemacht: „Weg“ ist die Geschichte einer Abenteuerreise durch eine irreale Welt.
Shakespeare, Wagner, Hermann Broch: Wiegt in der Medizin der Kunstfehler schwer, kann er in den Künsten eine ästhetisch reizvolle Fehlleistung sein. Wie soll man Fehler in Musik und Literatur bewerten?
Die Oper Frankfurt ist aus der Kritikerumfrage des Fachmagazins „Opernwelt“ zum siebten Mal und in direkter Folge zum vergangenen Jahr als „Opernhaus des Jahres“ hervorgegangen.
Nebelkerzen und verliebte Blicke: Christian Thielemann wird der neue Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden.
In Selenskyjs Heilanstalt für Opfer des Krieges: Kirill Serebrennikow inszeniert Richard Wagners „Lohengrin“ an der Pariser Nationaloper als Geschichte für die Psychiatrie.
Barrie Kosky inszeniert in London Richard Wagners „Rheingold“ als Albtraum von Urmutter Erda. Antonio Pappano führt das Orchester dabei zu neuen Höhen.
Geistreich, komisch und mit sensationeller Sängerbesetzung geht das Festival Bayreuth Baroque mit Georg Friedrich Händels Oper „Flavio, Re de‘ Longobardi“ in seine neue Saison.
Der romantische Ritterkitsch und das deutschnationale Pathos führen ins Wagners „Lohengrin“ aus heutiger Sicht an den Rand des Lachhaften.
Pflanzenkunde für Wagnerianer: Was in Klingsors Zaubergarten blüht, lädt zu einschlägigen Assoziationen ein, und reicht von Blumenmädchen zu botanischen Bordellen.
Der Ludwigshafener „Tatort“ sucht das Gold der Nibelungen und findet – Nonsens. Da gähnt Kommissarin Odenthal. Kulturquatsch mit Niveau wäre schön, gibt's hier aber nicht. Da hilft Heino Ferch als irrer Museumsmann nicht.
Ein zunehmend onkeliger Kommentator schaltet sich ein: Michael Kleeberg beendet die Romantrilogie um seinen Protagonisten Karlmann Renn.
Gedenken am Hauptquartier der Wagner-Miliz in Sankt Petersburg und ein ratlos wirkender Söldner: Russland am Morgen nach dem Tod Prigoschins.
Die Verehrung für Richard Wagner in Russland verdankt sich vor allem der Beliebtheit der NS-Ideologie. Das hat auch mit der Konjunktur eines neuen zynisch-heroischen Weltbilds zu tun.
Nach „Hakenkreuz-Skandal“: Uwe Eric Laufenberg unterliegt geich zweimal in einem Rechtsstreit. Der Intendant des Wiesbadener Staatstheaters hatte dem langjährigen Orchestervorstand Martin Schneider Hausverbot erteilt.
Nun dirigieren schon zwei Frauen in Bayreuth: Nathalie Stutzmann lässt den „Tannhäuser“ aufblühen, Oksana Lyniv sieht im „Fliegenden Holländer“ dem Grauen angstfrei ins Auge.
Der Generationenvertrag wird aufgekündigt: Valentin Schwarz’ Regie im „Ring des Nibelungen“ wird im zweiten Jahr schlüssiger. Das Dirigat von Pietari Inkinen hilft beim szenisch stimmigen Timing.
In Bayreuth kommen jetzt AR-Brillen zum Einsatz. Auch das macht die Festspiele lebendiger. Es gefällt aber nicht allen.