Von den Meistersängern verführt
Dozentin, Kuratorin, Dramaturgin und Publizistin: Ulrike Kienzle ist zur Musikwissenschaftlerin vom Dienst für das Rhein-Main-Gebiet avanciert.
Dozentin, Kuratorin, Dramaturgin und Publizistin: Ulrike Kienzle ist zur Musikwissenschaftlerin vom Dienst für das Rhein-Main-Gebiet avanciert.
Was sagen die Musik und Theater des großen Richard Wagner der Generation unter dreißig? Sollte man Begeisterung dafür nicht auf neue Weise wecken? Fragen eines Jungwagnerianers.
Auch wenn die Bayreuther Festspiele dieses Jahr nicht stattfinden, haben sie doch viel vor. Und sie waren bislang auf gutem Wege. Ein Lagebericht.
Die Entstehungszeit des „Rings“ und eine von Wertewandel, sozialem Umbruch und ideologischen Grabenkämpfen geprägte Gegenwart ließen sich aufeinander beziehen. Ein kritischer Rückblick in einem Sommer ohne Wagner-Festspiele.
Wie die Musik ihrer Natur innewird: In Märchen und Mythen, aber auch im Belcanto wird die Nachtigall zum Vorbild menschlichen Singens. Und in der Opernwelt zum Lobesnamen für Sängerinnen.
Die Deutsche Oper in Berlin führt fünf Vorstellungen des von Richard Wagner komponierten Stücks „Rheingold“ auf ihrem Parkdeck auf. In nur 12 Minuten waren alle insgesamt 1000 Tickets weg.
Pia hatte früher Akne, Katja ritzte sich, unser Autor war übergewichtig. Es sind Tätowierungen, die ihnen das Gefühl geben, die Deutungshoheit über den eigenen Körper erobert zu haben.
Die Hirnforschung bestätigt es: Musik hat viel mit Erotik und Sex zu tun. Doch das Verhältnis ist raffiniert, und die Codes des Glücks wollen erlernt werden.
Eigentlich dachte man, dass sich die legendäre Cosima Wagner „den Gesetzen der Zeitlichkeit entziehe“. Zum Tod eine Hommage an eine emanzipierte Frau, „Herrscherin von Bayreuth“ und Schicksalsgefährtin Richard Wagners.
Die Bayreuther Festspiele sind abgesagt. Pietari Inkinen hätte den neuen „Ring des Nibelungen“ dirigieren sollen, doch er hält diese Entscheidung für verantwortungsvoll.
Katharina Thoma inszeniert an der Oper Frankfurt eine klug unterkühlte Version von Richard Wagners „Tristan und Isolde“: Den Weg zum Leben lässt sie offen.
Dieser besondere Sog: Regisseurin Katharina Thoma und Generalmusikdirektor Sebastian Weigle sprechen über „Tristan und Isolde“. Jetzt ist Premiere in Frankfurt.
Er inszenierte Wagner in Bayreuth und war zwei Jahrzehnte lang Chefregisseur an der Komischen Oper Berlin: Harry Kupfer gehörte zu den wichtigsten deutschen Opernregisseuren. Jetzt ist er in Berlin gestorben.
Was Thomas Mann mit Wladimir Putin vereint: Eine Ausstellung in München gibt Einblicke in die Kulturgeschichte unseres besten Freundes.
Deutsche sind über die Jahrhunderte in Sibirien tätig gewesen – Forscher, Ärzte, Ethnologen. Die „Deutschen Tage“ in Jakutsk ziehen viele Interessenten an: Ein Gastbeitrag über einen literarischen Besuch in der kältesten Hauptstadt der Welt.
Hundertvierzig Jahre und kein Ende: Die Leitung der Bayreuther Festspiele bleibt in den Händen der Komponistenfamilie. Der Vertrag von Urenkelin Katharina Wagner ist um fünf Jahre verlängert worden.
Der österreichische Opernsänger Andreas Schager sammelt Geld, um 20.000 Bäume zu pflanzen – am liebsten in Wiesbaden. Das soll erst ein Anfang sein.
„Siegfried“ von Richard Wagner erscheint in Kassel als sarkastische Beziehungskomödie. Schauspielleiter Markus Dietz verleiht der Sage damit eine gehörige Portion Schwarzen Humor. Das verheißt Gutes für den ganzen „Ring“.
Tatjana Gürbaca sollte 2020 in Bayreuth den „Ring“ inszenieren. Daraus wird nun nichts. In Bremen beweist sie bei „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart ihr Interesse an genauer Personenregie.
Zeitreise durch vier Epochen: Bei der Inszenierung von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ im Mindener Stadttheater macht der Regisseur aus der Not der kleinen Spielfläche eine Tugend.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung begeht bei einem Kongress mit gut 700 Gästen ihren 70. Geburtstag. Verantwortliche Redakteure geben Einblicke in die Zeitungsproduktion. Was man dabei vor allem braucht? Humor.
Kreuzfahrt ins Unendliche: In Patrick Kinmonths Kölner Inszenierung von Richard Wagners „Tristan und Isolde“ steht das von François-Xavier Roth dirigierte Gürzenich-Orchester im Zentrum.
Der Leiter der politischen Nachrichten der F.A.Z., Dr. Richard Wagner, erklärt wie der politische Teil entsteht. Morgenlage, Blattkritik, Redigieren, Schreiben, Umbruch, Bild-Konferenz für die Seite 1, Redaktionsschluss. Mitschnitt vom F.A.Z.-Kongress „Zwischen den Zeilen“.
Noch einmal zum Venedig-Besuch Marcel Prousts im Mai 1900. Von diesem Gast des Hôtel de l’Europe erfuhr Hugo von Hofmannsthal aus einem Brief von Hans Schlesinger. Die Begegnung mit Schlesinger ging in die „Recherche“ ein.
„Allmacht Musik“ hätte Elfi Vomberg ihre Untersuchung über die Wagnerianer betiteln sollen. Kulturreligiöse Konzepte können die globale Begeisterung für Richard Wagner nicht erklären.
Der einzige Sohn von Richard Wagner war dominiert von starken Frauen und einem Übervater. Ihm widmen Feridun Zaimoglu und Günter Senkel ihr neues Drama, uraufgeführt in Bayreuth.
Comedy und Komödie: Die „Meistersinger“ für Groß und Klein bieten bei den Bayreuther Festspielen abermals ein Stückchen Wagner – gewohnt kindergerecht.
Tobias Kratzer beschenkt Bayreuth mit einem genialischen „Tannhäuser“. Valery Gergiev wird ausgebuht – allerdings nicht für sein kraftvolles Dirigat.
Die Zeit der Schlammschlachten und Skandale ist vorbei: Zum Festspiel-Auftakt erinnert man in Bayreuth an Wolfgang Wagner, den Hüter des Hügels. Seine Tochter Katharina geht derweil fröhlich in die Offensive.
Der Sonnenkönig Louis XIV. hat sie gegründet, seitdem hat sie Revolutionen und Konkurse überlebt. Jetzt wird die Opéra de Paris 350 Jahre alt.
Ein Bekenntnis zum neunzehnten Jahrhundert: Das Grand Théâtre in Genf wurde saniert und eröffnet mit Wagners „Ring“.
Richard Wagners Oper „Die Walküre“ erklingt erstmals komplett in Abu Dhabi. Das Gastspiel der Bayreuther Festspiele ist dabei in mehrfacher Hinsicht eine politische Demonstration.
Blut, Wollust und Tod als politische Poesie: Alfred Cortot hätte als großer Pianist in Erinnerung bleiben können. Aber er stellte sich in den Dienst des Okkupationsregimes in Frankreich. Die Franzosen haben ihm das lange nicht verziehen.
Das tut Chemnitz gut: Die Regie von Elisabeth Stöppler und ein ganz beeindruckendes Ensemble bescheren der Stadt und der Oper eine großartige Deutung von Richard Wagners „Götterdämmerung“.
Der Sopranistin Edda Moser hat sich immer am Inhalt, nie am Fach ihrer Rollen orientiert. Nach der Bühne hat sie eine neue Aufgabe gefunden.
Marek Janowski wird mit knapp achtzig Jahren Chefdirigent der Dresdner Philharmonie. Den Kampf gegen den Komponisten Pierre Boulez konnte er nicht gewinnen. Doch Streit mit Politikern traut er sich zu.