Wer zerstört, muss sich auskennen
Kritische Klassikerkorrektur, die nach hinten losgeht: Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ am Zürcher Schauspiel gerät zu einer selbstironischen Verschiebenummer.
Kritische Klassikerkorrektur, die nach hinten losgeht: Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ am Zürcher Schauspiel gerät zu einer selbstironischen Verschiebenummer.
Mit dem hollywoodreifen Einstieg zieht „Die Walküre“ unmittelbar hinein in Wagners Weltengeschichte um den „Ring des Nibelungen“. Daniel Cohen vermittelt das Drama auch ohne Szene.
45 Jahre lang hat sich das Ehepaar Wagner an Weihnachten fotografiert. Die Schwarz-Weiß-Bilder zeugen von einer Individuellen- und der Zeitgeschichte.
Die Stadt Stuttgart ringt darum, wie man an Wieland Wagner angemessen erinnert. Während ein Platz dessen Namen aberkannt bekam, würdigt eine Ausstellung erneut den kreativen Künstler. Zugleich nimmt die Inszenierung von Richard Wagners „Rheingold“ Abschied vom unschuldigen Naturzustand.
In Japan und Israel, bei den Schwarzen in Newark und beim Scheich von Abu Dhabi, aber auch bei einem fränkischen Metzger-Ehepaar findet man eine Faszination fürs gleiche Phänomen: Der Film „Wagner, Bayreuth und der Rest der Welt“ teilt sie instinktiv klug.
Anderswo geboren, anderswo gestorben: Mit Frankfurt sind Leben und Werk von Engelbert Humperdinck trotzdem fest verbunden. In der Mainmetropole entstand eine Oper – aber nicht nur sie.
Wer steckt hinter den russischen Kämpfern, von denen nun im Zusammenhang mit dem Mali-Einsatz auch der Bundeswehr die Rede ist? Alles deutet auf einen Geschäftsmann, den sie „Putins Koch“ nennen.
An diesem Mittwoch enden die Bayreuther Festspiele. Der Politologe Herfried Münkler erklärt den Zusammenhang zwischen Bayreuth, dem Kapitalismus und einem Waffenlager im Garten.
Das Ostseebad Travemünde avancierte einst vom Fischerdorf zur Jet-Set-Bühne. Heute ist es wieder auf der Suche nach sich selbst. Was es dabei findet, gefällt nicht allen.
Der Offenbacher Illustrator Martin Stark hat sich für die Büchergilde Gutenberg an Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ gemacht. Für seinen opulenten Bilderbogen ist er mit dem „European Design Award“ ausgezeichnet worden.
Richard Wagners Oper "Tristan und Isolde" ist schon für Erwachsene eine Zumutung. Dass man sie auch Kindern zutrauen kann, beweisen die Bayreuther Festspiele auf rührende Weise.
Zart und vital zugleich machen Pietari Inkinen und Hermann Nitsch aus Richard Wagners „Walküre“ ein Theater ohne Handlungsregie. Die Bayreuther Festspiele erleben in der Corona-Krise einen kreativen Schub.
„Der fliegende Holländer“ eröffnet die Bayreuther Festspiele. Asmik Grigorian als Senta und Oksana Lyniv als Dirigentin versetzen das Publikum in Glückstaumel.
Das Musikfest in Aix-en-Provence läuft noch bis zum 25. Juli. Die ungewöhnlich moderne Inszenierung der beiden Nachtstücke Monteverdi und Wagners „Tristan und Isolde“ begeisterten das Publikum.
Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ zu dirigieren, sei wie ein Marathonlauf, sagt Pietari Inkinen. Er macht sich gerade mit dem Bayreuther Festspielhaus vertraut. Aber auch als Chef der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern hat er ehrgeizige Pläne.
Mit dem Segen von Bayreuth wird Richard Wagners Oper „Rheingold“ in den russischen Bergbaumetropolen Jekaterinburg und Nischni Tagil herausgebracht. Deutsche Wagner-Spezialisten und russische Musiker erforschen dort auch Umweltprobleme und Industriegeschichte.
Die vier Musikdramen des „Ring des Nibelungen“ werden am Staatstheater Wiesbaden tatsächlich mit Klavierbegleitung gezeigt. Im Sinne Wagners wäre das sicher nicht gewesen, der doch dem Orchester eine große Rolle zuweist.
Am Wiesbadener Staatstheater markiert Richard Wagners „Rheingold“ den „Ring“-Auftakt. Das Hessische Staatsorchester wirkt dabei nicht mit – und die Aufführung erweist sich als musikalisch unvertretbar
Kirill Petrenko, Jonas Kaufmann und Anja Harteros beschenken München mit einer Aufführung von Richard Wagners „Tristan und Isolde“, wie es sie lange nicht mehr gegeben hat.
Zwei Uraufführungen aus Österreich: „Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen!“ von Elfriede Jelinek in Hamburg und eine gedankenarme Wagner-Nacherzählung am Berliner Ensemble, inszeniert von Ersan Mondtag.
„... and America likes me“: Was Amerikaner an Beuys bewundern und wie Eli Broad die größte Sammlung seiner Werke in den USA schuf.
Eigentlich sollte sie Lehrerin werden. Doch Oksana Lyniv schaffte innerhalb weniger Jahre den Aufstieg zur Dirigentin. Ein Gespräch über Opernsouffleusen, Mahler als Prophezeiung und die deutsche Sprache im Selbststudium.
Warum die Konstruktion eines Epochenkampfes zwischen Marx und Wagner zwar Interessantes anstößt, aber kategorial nicht stimmiger ist als ein Boxkampf zwischen einer Fußballerin und einem Turmspringer.
Das Teatro Real setzt seinen Kurs fort, mitten in der Pandemie Oper vor Publikum zu bieten. Jetzt durfte Deborah Warner „Peter Grimes“ von Benjamin Britten inszenieren. Das Ergebnis ist bewegend.
Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss: In „Heute stirbt hier Kainer“ reibt sich Martin Wuttke als lebensmüder Einsiedler zwischen Provinzscharmützeln auf.
Kirill Serebrennikow darf seine Heimat wegen einer Bewährungsstrafe nicht verlassen. Jetzt hat er Richard Wagners „Parsifal“ in Wien per Videoschalte aus Russland inszeniert.
Für die Internationalen Maifestspiele des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden kündigt Intendant Uwe Eric Laufenberg, „ein großes Programm“ an. Wagners „Ring“ inklusive.
Der Dirigent und Pianist James Levine prägte das internationale Musikleben ein halbes Jahrhundert lang. Dann wurde er des sexuellen Missbrauchs bezichtigt. Jetzt ist er in Palm Springs gestorben.
Das erste Mal seit Februar gibt es an der Frankfurter Musikhochschule wieder ein Orchesterprojekt. Bei all den Abstandsregeln keine einfache Aufgabe für die jungen Musiker.
Die Feministin Eva Rieger über junge Dirigentinnen, die Verdrängung des Körpers in der Genderforschung und den weiblichen Orgasmus bei Richard Wagner.
Ein kleiner Trost in Zeiten geschlossener Theaterbühnen ist Martin Starks Meisterstück in Strichen: Eine Faltblatt-Version von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“.
Mit Leidenschaft für französische und russische Komponisten – und gegen Richard Wagner: Die Texte zur Musik von Vladimir Jankélévitch beziehen Stellung.
Zombies, lebendige Dioramen, intime Bekenntnisse, eine Armee lebensgroßer Skelettkrieger: Diese Kölner „Walküre“, sehr frei nach Richard Wagner, ist ein immersives Gesamtkunstwerk. Und eines, das begehbar ist.
Ist Religion ein Relikt aus der Welt von Gestern oder eine Kraft, die Welt zu überwinden? Katharina Thoma verknüpft an der Oper Frankfurt „La serva padrona“ und das „Stabat mater“ von Giovanni Battista Pergolesi zu einem schönen, sinnfälligen Abend.
Der russische Dissident Aleksej Nawalnyj hat sich mit mächtigen Leuten angelegt. Einer sticht hervor: ein Buffet-Lieferant aus Sankt Petersburg. Im Westen hält man ihn für den Chef einer Söldnerarmee.
Der österreichische Heldentenor Andreas Schager engagiert sich im hessischen Laubach gegen den Klimawandel. Weitere Aktionen sind bereits geplant.