Zwei Herren mit Ähnlichkeiten
Der eine wurde vor 200 Jahren geboren, der andere vor 150. Ulrike Kienzle kennt Leben und Werk der Frankfurter Komponisten, die Direktoren von Dr. Hoch's Konservatorium waren.
Der eine wurde vor 200 Jahren geboren, der andere vor 150. Ulrike Kienzle kennt Leben und Werk der Frankfurter Komponisten, die Direktoren von Dr. Hoch's Konservatorium waren.
An der Berliner Staatsoper hat mit „Rheingold“ und „Walküre“ der neue „Ring“ begonnen. Dimitri Tcherniakov inszeniert, Christian Thielemann dirigiert - und wird gefeiert.
Orthodoxe Kirchenchoräle und Wagner-Paraphrasen: Der Pianist Mark Viner spielt die bedeutungssatten, tollkühn-eleganten Préludes op. 17 von Felix Blumenfeld.
Mehr Wagner geht gar nicht: Denn da ist zuerst der Respekt vor der Musik und dann geht es zurück zum Text mitsamt seinen Regieanweisungen. „Die Walküre“ am Zürcher Opernhaus schlägt die nötigen gewaltigen Wellen.
Eine komponierte Kritik an Richard Wagners Inkonsequenzen und zugleich eine Tragödie der Grausamkeit: Nach 165 Jahren wird die Oper „Samson“ von Joachim Raff in Weimar uraufgeführt.
Wegen der Folgen einer schweren Erkrankung muss Daniel Barenboim die Leitung des „Rings des Nibelungen“ abgeben. Christian Thielemann übernimmt die Premiere.
„The Other Black Girl“ von Zakiya Dalila Harris schildert aus der Sicht einer jungen Afroamerikanerin die Fallstricke des Büroalltags und den Rassismus in der Kulturbranche Amerikas.
Ein Plakat zur NS-Verstrickung des Wagner-Clans schlägt im Staatstheater Wiesbaden hohe Wellen. Gleichzeitig werden dort interne Konflikte auf hoher Ebene ausgetragen, die möglicherweise mit diesem Skandal zusammenhängen.
„Der fliegende Holländer“ in der Inszenierung von Dmitri Tcherniakov funktioniert bei den Bayreuther Festspielen noch besser als im Vorjahr. Und das auch dank einer umwerfenden Hauptfigur: Elisabeth Teige.
Abschied von der Lesbarkeit der Welt: Nach der „Götterdämmerung“ entlädt sich in Bayreuth der geballte Hass des Publikums auf Valentin Schwarz, den Regisseur des neuen „Rings“. Doch dieses Fiasko erzählt viel über unsere Situation.
Der „Lohengrin“ für Kinder ist in Bayreuth ein Krimi mit Popcorn, Boxkampf und Zeit zum Zuhören. Aber auch bei Wagner darf gelacht werden.
Kinderklau auf der Poolparty: Mit dem „Rheingold“ beginnt der neue „Ring des Nibelungen“ ebenso temporeich wie rätselhaft. Oder wussten Sie, dass Walhall gar keine Götterburg ist, sondern eine teure Designerlampe?
Einfache Sprache und Klimaaktivismus: Steven Walter, der Intendant des Beethovenfestes Bonn, macht mit Beethoven Politik und schreibt damit die Geschichte der Inbesitznahme von dessen Musik fort.
Es-Dur ist unbedingt zeitgemäß, und Wagners „Ring“ in Bayreuth auch!
„Nach Tristan“: Dagmar Manzel und Sylvester Groth verbinden Heiner Müller und Richard Wagner. Dabei entsteht eine genießbare Kartoffelsuppe. Und Wagner klingt fast wie Klezmer.
In nur kurzer Vorbereitungszeit ist Roland Schwab und Markus Poschner mit Richard Wagners „Tristan und Isolde“ eine zarte, schönheitstrunkene Eröffnung der Bayreuther Festspiele gelungen.
Seine musikalische Karriere hat er als Hornist begonnen, zum Sänger wurde er durch Zufall. Für viele Zuhörer ist er die ideale Besetzung in Wagners Opern.
Demokratische Erinnerung +++ Wasserverschwendung +++ Walsers Vorlass +++ Meyerbeer nach Bayreuth +++ Afrikakompetenz +++ Sasha Filipenko +++ Lady Gaga
Der Dirigent Pietari Inkinen muss die Premiere von Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ bei den Bayreuther Festspielen krankheitshalber absagen. Cornelius Meister übernimmt die musikalische Leitung.
Reisebuch
Vor fünfzig Jahren fand in Temeswar die „Aktionsgruppe Banat“ zusammen, um die deutschsprachige Literatur in Rumänien zu modernisieren. Ihre provozierenden Texte und Auftritte riefen die Securitate auf den Plan.
Die Oper Leipzig zeigt alle dreizehn Bühnenwerke von Richard Wagner. Der Librettoforscher Albert Gier spricht über Wagners besondere Textbücher: Vom Stabreim bis zu urtümlichen Wörtern schuf sich der Komponist sein eigenes Deutsch.
In Frankfurt kennt man ihn vor allem als den ersten Direktor von Dr. Hoch's Konservatorium. Dabei war Joachim Raff seinerzeit einer der gefragtesten Komponisten Europas.
Kürze ohne Würze: Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ wird bei Regine Ahrem zum dröhnenden Fantasy-Hörspiel.
„Les Troyens“ von Hector Berlioz ist eine Monumentaloper über den Krieg. An der Staatsoper in München glänzen die Sängerin Ekaterina Sementchuk und der Dirigent Daniele Rustioni. Die Regie jedoch inszeniert den Krieg als billige Orgie.
Die Fallhöhe von Wagners „Lohengrin“ wird am Staatstheater Darmstadt in der originellen und handwerklich perfekten Neuinszenierung von Andrea Moses deutlich. Hervorragend disponiert ist der Chor.
Mit echtem Lindwurm und hopsender Kröte: Andreas Homoki inszeniert Richard Wagners „Rheingold“ am Opernhaus Zürich als drolliges Konversationsstück über die Geldprobleme des Komponisten selbst.
Die Oper Frankfurt bietet in der kommenden Spielzeit ein Programm in gewohntem Umfang und spart dennoch eine Million Euro ein: Mehrere verschobene Produktionen werden nun nachgeholt. Aber der Chef mahnt.
Kunstvoll und klug: Den Ton der Entzückung wie den der Zerknirschung trifft Klaus Florian Vogt für die Titelpartie von Richard Wagners „Tannhäuser“. Dadurch rettet er die Inszenierung an der Hamburgischen Staatsoper.
Andreas Schager weckt in Richard Wagners „Tristan und Isolde“ an der Wiener Staatsoper große Vorfreude auf seinen sommerlichen Siegfried in Bayreuth. Die Regie von Calixto Bieito erkundet die Traumata der Hauptfiguren.
Mit „Lohengrin“ von Richard Wagner tritt Christian Thielemann auf dem Zenit seines Könnens als Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele in Salzburg ab. Die Regie von Jossi Wieler erzählt die Geschichte ganz anders als gewohnt.
Er ist der Fixstern der deutschsprachigen Literatur des Banats: Zum siebzigsten Geburtstag des Schriftstellers Richard Wagner.
Handschrift und Hausschuh, Barett und Backenzahn – das alles zeigt die Ausstellung „Richard Wagner und das deutsche Gefühl“ im Deutschen Historischen Museum Berlin. Doch so pompös sie ist, so vieles kann sie nicht klären.
Er hat den Champagner in die Alpen gebracht: Richard Wagner war einer der ersten Touristen in St. Moritz – gefallen hat es ihm dort allerdings nicht
Nicht nur in seiner Nachbarschaft versucht Moskau seinen Einfluss auszudehnen. An vielen Orten in Afrika kämpfen immer mehr russische Söldner.
Das Deutsche Historische Museum zeigt Karl Marx als Zeitzeugen des frühen Industriekapitalismus. Aber der Zusammenhang zwischen Werk und Wirkung bleibt in der Ausstellung unterbelichtet.