Im Bällebad der Großkonflikte
Klima, Rechtsextremismus, Big-Tech-Regulierung: Auf der „re:publica“ konnte man drei Tage lang zwischen den drängendsten gesellschaftlichen Themen switchen. War das erkenntnisstiftend?
Mit KI-Bildern in faschistischer Ästhetik werben linke Influencer für grünen Strom. Sie wollen die Mitte der Gesellschaft erreichen. Aber zu welchem Preis?
Die Republica ist eine Konferenz rund um das Web 2.0, speziell Weblogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft. Begonnen hat die Republica im Jahr 2007 – als Blogger-Treffen mit gerade einmal siebenhundert Teilnehmern. Seitdem wird sie jährlich in Berlin veranstaltet. An drei Tagen werden in Vorträgen und Workshops verschiedenste Themenfelder behandelt, von Medien und Kultur über Politik und Technik bis zu Entertainment. Die meisten Vorträge und Diskussionsrunden werden als Audio- oder Videostream live ins Netz übertragen.
Insgesamt siebentausend Besucher hatte die Konferenz zur digitalen Kultur und Gesellschaft im Jahre 2015, zu deren Gästen bereits Aktivisten wie Jacob Appelbaum und Sarah Harrison, Forscher wie Saskia Sassen und Lawrence Lessig, Politiker wie Neelie Kroes und Firmenchefs wie Dieter Zetsche zählten.
Veranstaltet wird die Konferenz von den Betreibern der beiden deutschen Blogs Spreeblick und Netzpolitik.org, die für die Veranstaltung 2011 die republica GmbH gegründet haben. Die Veranstaltungsreihe wird gefördert durch das medienboard Berlin-Brandenburg und die Bundeszentrale für politische Bildung.
Klima, Rechtsextremismus, Big-Tech-Regulierung: Auf der „re:publica“ konnte man drei Tage lang zwischen den drängendsten gesellschaftlichen Themen switchen. War das erkenntnisstiftend?
Von William Connell entdeckt und ediert: Machiavellis Freund Donato Giannotti legte dem Kardinal Niccolò Ridolfi den Plan einer republikanischen Kirchenreform vor.
In Frankfurt hat sich der Verband Jüdischer Journalistinnen und Journalisten gegründet. Ihm geht es vor allem um zwei Dinge: Kollegen zu unterstützen und Aufklärung über Antisemitismus zu leisten.
El Hotzo erreicht mit seinen oft gesellschaftskritisch gemeinten Witzen Hunderttausende Follower. Privat hat er laut einer Stellungnahme ein ganz anderes Gesicht gezeigt.
Die EU-Außenminister beraten über den Gazakrieg, Özdemir will mehr Herkunftsangaben bei Lebensmitteln und die DFB-Auswahl startet ihr Trainingslager. Der F.A.Z. Frühdenker.
Die Pläne der EU für einen digitalen Euro bedeuten nicht das Ende des Bargelds, sondern die erstmalige Schaffung einer souveränen Bezahlinfrastruktur. Eine medienhistorische Betrachtung.
Zuerst hieß es, der Journalistin Linda Zervakis seien für einen Auftritt mit Bundeskanzler Scholz auf der Digitalkonferenz „Republica“ nur Kosten erstattet worden. Jetzt sieht es anders aus.
Die Moderatorin Linda Zervakis hat Kanzler Olaf Scholz auf der Digitalkonferenz „Republica“ Fragen gestellt. Das Kanzleramt hatte sie dafür eigens engagiert. Ein Honorar wurde angeblich nicht gezahlt. Aber was dann?
Sie sitzen in Talkshows, kleben sich an Straßen fest – trotzdem dringen die Klimaaktivisten nicht so richtig durch und sind resigniert. Das hat auch mit Robert Habeck und den Grünen zu tun.
Bundesdigitalminister Volker Wissing will die Pläne der EU zur Kontrolle der Kommunikation im Netz stoppen. Dafür bekommt er viel Applaus von Netzaktivisten.
Der Bundeskanzler verteidigt auf der re:publia Deutschlands Waffenlieferungen an die Ukraine. Kiews Verteidigungsminister kritisiert Tempo und Umfang der westlichen Hilfen.
Auch auf der Re:publica 2022 macht man sich Gedanken über die digitale Gesellschaft und wie man sie verbessern kann. Selbst der Bundeskanzler kommt vorbei, bleibt angesichts der geopolitischen Großlage jedoch weitschweifig.
Mit ihrer ersten Digital-Ausgabe will die lit.Cologne die Online-Ermüdeten überraschen: Der Festivalleiter Rainer Osnowski erklärt, worauf er dabei setzt und was er für die Zukunft erhofft.
Wenn irgendeine Konferenz sich geräuschlos ins Internet verlegen kann, dann die Republica. Oder? Zumindest lieferte der Versuch wertvolle Erkenntnisse für Nachahmer.
Das Abschlusssingen der Quarantäne-Karaoke der re:publica-Leser.
Der Blogger, Autor und Journalist Sascha Lobo im Gespräch über die schmerzhafte Erkenntnis, dass die Welt anders ist als gedacht, über junge Menschen, „Fridays for Future“ und die Umkehrung des Lehrverhältnisses.
In Städten wie Berlin, München, Hamburg wird es teurer, enger – und manchmal auch öder. Teile der urbanen und digitalen Macher zieht es deswegen raus aufs Land. Davon profitieren die Dörfer.
Die Online-Community hat das Thema Recht entdeckt, denn Influencer sind längst verunsichert, was sie noch posten dürfen. Drei Vorschläge für mehr Rechtssicherheit.
Diskussionen werden online oft aggressiver und ausfallender geführt als im echten Leben. Wie kann man dem Einhalt gebieten? Auf der Digitalkonferenz Republica gibt es dazu zahlreiche Denkanstöße.
Der Soziologe Oliver Nachtwey analysiert die Ideologie von Google, Facebook und Co. Seine Ergebnisse sind erstaunlich.
Ob Konzern oder Mittelständler: Afrika gilt für viele Unternehmen als attraktiver Wachstumsmarkt. Wer auf dem Kontinent investiert, kann damit die Wirtschaft vor Ort fördern – und alle profitieren davon.
„Wer Brasilien schlägt, braucht vor niemandem Angst zu haben“, tönt es aus Belgien. Die Franzosen freuen sich auf das „Rendezvous“ mit dem Nachbarn. Und die Südamerikaner „weinen aufrecht.“
Die Medienwissenschaftlerin Danah Boyd forscht über Jugendliche in sozialen Netzwerken. Im Interview erklärt sie, warum der Datenskandal bei Facebook an ihnen vorbeigeht.
Gefundene Gegenstände müssen ins Fundbüro gebracht werden. Immer öfter tauchen sie aber im Internet in sozialen Netzwerken auf. Damit sind aber auch viele Risiken verbunden.
Für das Verbot von Uniformen auf der Internet-Messe in Berlin gab es heftige Kritik – auch von Politikern. Sie verkennen dabei eine demokratische Losung.
Deutschland muss mehr tun, wenn es um Künstliche Intelligenz geht. Die Forschungsministerin kündigt einen Aktionsplan an. Führende Wissenschaftler sind längst alarmiert.
Von außen wirkt es, als wälzten auf der re:publica ein paar Blogger großspurige Thesen im Bällebad. Das stimmt mitnichten – man muss nur den richtigen Rednern zuhören.
Auf der re:publica sind Soldaten der Bundeswehr nicht erwünscht. Sie wollten für einen „Angriffskrieg“ rekrutieren, heißt es. Geld von der Bundesregierung nimmt die Internetmesse aber gern. Und reichlich.
Das bringt Menschen zum Klicken. Wie Hass geschürt und verbreitet wird und was sich dagegen tun lässt: Auf der re:publica geht es um Rechtsextreme im Netz.
Auf der Netzkonferenz re:publica in Berlin ist die Whistleblowerin Chelsea Manning der erste Stargast. Ihre Systemkritik fällt etwas apokalyptisch aus. Um etwas zu bewegen, will sie in den Senat.
Chelsea Manning, Whistleblowerin aus Amerika, die dort etliche Jahre im Gefängnis gesessen hat, berichtet auf der re:publica was die einen für Zivilcourage und andere für Hochverrat halten.
Lorena Jaume-Palasí ist Mitgründerin der Initiative „Algorithm Watch“. Sie forscht zum Datenschutz und plädiert für eine Ethik der Digitalisierung. Von zusätzlicher Gesetzgebung hält sie nichts. Ein Interview.
Markus Beckedahl ist Gründer und Chefredakteur des Blogs „Netzpolitik.org“ und einer der bekanntesten deutschen Netzaktivisten. Im Interview mit FAZ.NET spricht er über die CSU-Digitalminister und Deutschlands Digitalisierung im europäischen Vergleich.
Weil die Digitalisierung alle Lebensbereiche durchdringt, gehört sie dringend auf die Agenda. Brauchen wir einen Internet-Minister? Es gäbe etwas Besseres. Ein Gastbeitrag.
Die Themen der Netzkonferenz re:publica in Berlin sind „Hass“ und „Liebe“. Die Initiative für eine „Digital-Charta“ wird jedoch hart kritisiert. Und die bedrückendsten Einblicke geben die Extremismusforscher.
Die Zeit von Facebook und Google ist vorbei, sagt auf der re:publica der Medientheoretiker Geert Lovink. Und macht dann eine Rolle rückwärts. Doch es gibt noch mehr Überraschungen.