Das Land der Meinungsfreiheit zensiert sich selbst
Viele deutsche Medien zeigten die umstrittenen Mohammed-Karikaturen der Satire-Zeitung „Charlie Hebdo“ nach dem Anschlag in Paris. Die amerikanischen Medien trauen sich das nicht.
Viele deutsche Medien zeigten die umstrittenen Mohammed-Karikaturen der Satire-Zeitung „Charlie Hebdo“ nach dem Anschlag in Paris. Die amerikanischen Medien trauen sich das nicht.
Tausende Franzosen versammeln sich, entsetzt über das Attentat auf „Charlie Hebdo“. Unsere Korrespondentin ist auf der Pariser Place de la République live dabei gewesen.
Erschütterung dominiert die Kommentare zu dem Attentat von Paris. Eine Auswahl der Reaktionen.
Der Anschlag auf „Charlie Hebdo“ ist eine Eskalation im islamistischen Terror gegen die Presse- und Meinungsfreiheit. In diesem Krieg ging es stets um „Unterwerfung“.
Bilder aus der Sixtinischen Kapelle können nicht allzu anstößig sein. Sollte man meinen. Bei Facebook allerdings fiel ein nachgemalter Adam Michelangelos prompt der Zensur zum Opfer.
Internationale Beobachter fürchten um die Pressefreiheit in der Türkei. Präsident Erdogan jedoch sieht das völlig anders: Nirgendwo sei die Presse freier als in seinem Land.
Die aktuelle Ausgabe von „Cicero“ zeigt einen kiffenden Jesus auf der Titelseite. Zu provokant für Apple. Es sperrt die Ausgabe aus seinem Zeitungskiosk aus. „Cicero“ ist nicht das erste Opfer der Zensur amerikanischer Netzfirmen.
Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ stellt fest, dass immer mehr Journalisten Opfer von Entführungen werden. Auch die Zahl der getöteten Reporter ist hoch. In fünf Gegenden ist es besonders gefährlich.
Barrett Brown galt als Sprecher des Hacker-Kollektivs Anonymous. Seit zwei Jahren sitzt er in Untersuchungshaft. Ihm drohen etliche Jahre Gefängnis. Warum eigentlich? Eine Spurensuche.
Im chinesischen Internet melden sich immer mehr „Patrioten“ zu Wort, welche die Regierungspolitik preisen. Anders als früher muss Peking sie dafür nicht mehr bezahlen.
Die Strafanzeige gegen Dieter Nuhr und die haltlosen Rassismus-Vorwürfe gegen eine Erdogan-Karikatur von Greser & Lenz haben es gezeigt: Spaßbremsen verdienen kein Verständnis.
Für die öffentliche Meinung gilt Zensur, aber in persönlichen Gesprächen fällt diese Zügelung weg. Die Frankfurter Zeitung berichtet am 3. November 1914 von der fehlenden Selbstzensur.
Der Abgeordnete Irmer entschuldigt sich für „missverständliche“ Standpunkte, obgleich sie doch gerade so unmissverständlich waren. Gehört Meinungsfreiheit noch zu Deutschland?
Aller Zensur zum Trotz verbreitet sich die Kunde von der Demokratiebewegung in Hongkong auch im chinesischen Binnenland. Doch Peking hat größere Sorgen als ein Übergreifen der Proteste – und Präsident Xi Jinping größere Pläne.
Hacker aus China greifen offenbar die Mobiltelefone von Demonstranten in Hongkong an. Die chinesische Zensur unternimmt große Anstrengungen, Berichte zu unterbinden. Trotzdem gehen die Demonstrationen am chinesischen Nationalfeiertag unvermindert weiter.
Das unschuldige Wort „objektiv“ kann bedrohlich klingen: Wie Zensur in China funktioniert und was das mit uns zu tun hat. Innenansichten einer Journalistin aus Peking. Ein Gastbeitrag.
Wang Long aus Shenzen hat seinen Internetanbieter verklagt, weil in China Google, Youtube und Facebook gesperrt sind. Ein harter Kampf bahnt sich an.
Google muss beanstandete Links aus seinen Suchergebnissen löschen. Darunter sind auch Verweise auf Wikipedia-Artikel. Die Enzyklopädie spricht von Zensur, die Autoren der betroffenen Artikel streiten.
Dürfen Journalisten verdeckt in Unternehmen recherchieren? Ist das Pressefreiheit oder Werksspionage? Daimler geht gerichtlich gegen eine Reportage des SWR über Werkverträge vor. Der Konzern sieht sich verunglimpft.
Das vom EuGH beschlossene „Recht auf Vergessenwerden“ wird hierzulande gefeiert - Großbritannien empfindet die Neuerung als „Akt der Zensur“. Warum die Redefreiheit der Briten höchstes Gut darstellt.
Ex-Kanzler Gerhard Schröder wollte eine Berichterstattung über persönliche wirtschaftliche Motive für die Neuwahl 2005 untersagen. Das vereitelte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Gut so!
Ich arbeite in der Online-Redaktion. Von manchen Lesern bekomme ich jeden Tag was zu hören: „Neunmalkluge“, „Hetzpresse“, „widerliche Kriegstreiber“. Kritik, so scheint es, war gestern, heute herrscht Kampf. Soll ich das persönlich nehmen?
Jedermann darf bei Google unvorteilhafte Informationen ausradieren lassen. Wenn das dazu führt, dass jeder tilgen kann, was ihm nicht passt, kommt die Wahrheit unter die Räder.
Google streicht nach dem EuGH-Urteil erste Artikel aus den Suchergebnissen. Britische Journalisten sehen die Pressefreiheit bedroht. Zwei Fälle zeigen, wie sich das Löschen konkret auswirkt.
In der Türkei dürfen Medien ab sofort nicht mehr über die Entführung von 80 Türken im Irak berichten. Ministerpräsident Erdogan nennt Berichte „Provokationen“ und gibt dem Westen eine Mitschuld.
Pekings U-Bahn ist überfüllt. Jetzt will die Stadtverwaltung die Preise erhöhen. Doch im Volk regt sich Protest. Die Regierung beginnt schon mit der Zensur.
Kurz vor dem 25. Jahrestag des Massakers auf dem Pekinger Tiananmen verhindert China den Zugriff seiner Bürger auf alle Google-Dienste. Kritiker werden weggesperrt.
Mit dem „Google-Urteil“ begann eine Diskussion über Grundrechte im Internet. Erstmals stellte sich Europa gegen das amerikanische Verständnis digitaler Informationsfreiheit: Ein Gespräch mit dem Datenschützer Peter Schaar.
Google beugt sich dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs und stellt ein Formular ins Internet, mit dem Europäer die Löschung unliebsamer Daten beantragen können. Zugleich warnt Konzernchef Larry Page vor ungewollten Nebenwirkungen.
Jahrelang war die Volksrepublik eine sichere Bank. Jetzt das: Die Konjunktur lahmt, Konkurrenz und Gängelung nehmen zu. Auch die Zensur und das langsame Internet erschweren die Geschäfte.
Über das „Recht auf Vergessen-Werden“ im Internet freuen sich nicht mal die, die sonst gern gegen Google wettern: Peter Schaar, bis vor kurzem oberster Datenschützer, fragte heute: Sind unangenehme Tatsachen im Netz künftig nicht mehr auffindbar?
Das europäische Urteil zu Google hat in den Vereinigten Staaten eine Debatte um die richtige Balance von Meinungsfreiheit und Datenschutz ausgelöst.
Massenausspähung und kriegerische Konflikte haben die Pressefreiheit in den letzten Monaten weltweit besonders stark gefährdet. Auch Deutschland zieht Kritik auf sich.
Vor mehr als hundert Jahren hat Freud nachgewiesen, dass der Mensch sich selbst zensiert. Im Zeitalter digitaler Massenüberwachung droht uns Selbstzensur in ganz anderem Ausmaß: Unser Verhalten ändert sich grundlegend.
Der Präsident des türkischen Verfassungsgericht, Hasim Kilic, hat Erdogan Kritik an der Freigabe des Internetdienstes Twitter zurückgewiesen. Es gehe um das Grundrecht der Meinungsfreiheit. Nun wendet sich auch Youtube an das höchste Gericht.
Viele Eltern kennen das Problem: Wie kann ich mein Kind vor Gefahren im Internet schützen? Doch bei Politikern findet der Jugendschutz kein Gehör – und seit langem dümpelt ein veralteter Staatsvertrag vor sich hin.