Warum sollte das Staatskunst sein?
Als ich in der DDR aufwuchs, war Werner Tübke einer ihrer prominentesten Künstler. Wir empfanden damals das Verstörende seiner Kunst. Warum wird er heute so oft als „Staatskünstler“ diskreditiert?
Als ich in der DDR aufwuchs, war Werner Tübke einer ihrer prominentesten Künstler. Wir empfanden damals das Verstörende seiner Kunst. Warum wird er heute so oft als „Staatskünstler“ diskreditiert?
Das Weiße Haus hat Kunstwerke und Ausstellungen auf eine Liste gesetzt, die wohl aus den Museen der Smithsonian Institution verschwinden sollen. Zuvor hatte Trump bemängelt, amerikanische Museen erzählten zu viel von der Sklaverei.
Tabea Fischer wurde in die Mode hineingeboren. Nun hat sie bei Stuttgart eine eigene Marke gegründet: „to the top“ bringt Sport und Trend zusammen.
Durchaus auch Männersache: Drei Beispiele für die aktuelle Blüte von Romanen über starke Frauen im frühen zwanzigsten Jahrhundert: Felix Kucher über Louise Kolm, Steven Schneider über Elisabeth Junek und Steffen Schroeder über Anita Berber.
Vom Industriestandort zur klimaneutralen Stadt der Zukunft: Malmö an der Südspitze Schwedens stürmt in die Zukunft und pflegt dennoch seine Traditionen.
Nach dem Weltuntergang gibt’s noch mehr sinnlose Hierarchien: Im Kino-Actionkracher „Afterburn“ ist Dave Bautista auf der Suche nach der Mona Lisa.
In Russlands Schulen wird Kindern schon am Beispiel von Kriegshelden beigebracht, was Patriotismus ist. Nun soll in Kindergärten die Liebe zum Vaterland gelehrt werden.
Die Kunstsammlungen der diesjährigen Kulturhauptstadt Europas widmen sich Edvard Munchs Thematisierung der Angst. Herausgekommen ist eine Ausstellung, die großen Anklang beim Publikum findet.
Skepsis allenthalben: Die Wiesbadener Fototage beginnen am 23. August. Sie fragen nach dem, was kommt. Die teilnehmenden Künstler sind da nur verhalten optimistisch.
Bei den „Raritäten der Klaviermusik“ in Husum singt die Einsiedlerdrossel von Amy Beach, hört man Lieder der Inuit und weiblichen Jugendstil aus Prag. Dadurch entsteht ein anderes, reicheres Bild von Musikgeschichte.
Arte widmet Wim Wenders zu dessen Achtzigstem einen Schwerpunkt mit drei Erstausstrahlungen. Was sonst noch neu ist in der Arte-Mediathek im August 2025.
Die Angst des Filmemachers vor dem Plot: Arte gratuliert Wim Wenders mit einer Hommage zum achtzigsten Geburtstag. Leicht verspätet, aber herzlich.
Marlene Streeruwitz hat neue Monologe zur Oper „Argenore“ der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth geschrieben. Sie sind eine Abrechnung mit König Friedrich Wilhelm I. von Preußen wie mit dem Patriarchat überhaupt.
Bis vor Kurzem schien es kein Halten zu geben für Gegenwartskunst auf Afrika. Die Preise schossen in die Höhe. Das hat sich geändert. Ein Grund mehr, Aufsteiger wie Courage Hunke aus Ghana in den Blick zu nehmen.
Vor fünf Jahren kehrte Jordan Rita Seruya Awori ihrer Heimatstadt Nairobi den Rücken und erfand sich am Main als Künstlerin neu. Mit ihren Installationen sucht sie zwischen den Kulturen humorvoll nach Verständigung.
Die Welt als Wille und Obsession: Das Rijksmuseum in Amsterdam hat zum ersten Mal eine Künstlerin aus Gastkuratorin eingeladen und zeigt die Ausstellung „Fiona Tan: Monomania“.
„Geh nach Hause“: Der amerikanische Vizepräsident J.D. Vance genießt die Sommerfrische in England. Doch manch Einheimischer ärgert sich über seinen Besuch.
Das Schloss Versailles zeigt in einer grandiosen Schau Gian Lorenzo Berninis Marmorbüste des Sonnenkönigs Ludwig XIV. – und seine Rezeption in Frankreich.
Am 6. August 2025 wäre der legendäre Bildjournalist Josef „Jupp“ Heinrich Darchinger 100 Jahre alt geworden. Er prägte das Bild der Bonner Republik und das des Nachkriegsdeutschlands.
Bilder wie Musik: Gabrielle Bradys poetische Hybrid-Dokumentation „Die Wölfe kommen immer nachts“ über das Leben eines Nomadenpaars kommt der Wahrheit von Mensch und Ort sehr nahe.
Die Britin Sophie Morton-Thomas lässt in ihrem Krimi „Das Nest“ einen Mord an Englands Küste geschehen. Doch dann gehen ihr die Ideen aus.
Zu den Salzburger Festspielen präsentieren die Kunstgalerien der Stadt wieder besonders sehenswerte Schauen. Sechs Empfehlungen.
Eine Biografie erzählt das Leben des Sam Altman – von der Gründung des Unternehmens OpenAI bis zum Whirlpool Peter Thiels.
Staatsmänner, Künstler und Bonvivants zieht es seit jeher auf die Landzunge am Gardasee – jetzt auch Großinvestoren. Was bleibt von der Magie des Ortes?
Cornelia Klein ist seit knapp 90 Jahren Mitglied der Frankfurter Fischer- und Schifferzunft. Sie will Traditionen bewahren – und hat die Zunft grundlegend verändert.
Während die Reeperbahn im Neonlicht glänzt, fürchten die Bewohner zwischen Verramschung und Investoren zerrieben zu werden. Ein Besuch in St. Pauli.
Johann Heinrich Wilhelm Tischbein hat das bekannte Goethe-Porträt im Städel-Museum gemalt. Dass Tischbein überhaupt Maler werden konnte, verdankt er seinem Onkel und einem märchenhaften Zufall.
Was soll Deutschland mit 20.000 Elefanten tun? Die belgische Erfolgsautorin Gaea Schoeters macht eine polemische politische Bemerkung zum Ausgangspunkt einer überdrehten Satire.
Die Romane der Amerikanerinnen Nell Zink und Rachel Kushner handeln beide von Europa. Sie haben einen sehr unterschiedlichen Blick, doch was interessiert sie am alten Kontinent?
Biennale an der Wolga: Russlands Museen werden zensiert, zeigen aber aktuelle ökologische Kunst, und der Sohn von Alexander Dugin kultiviert im Moskauer Wosnessenski-Zentrum eine „dunkle“ Ästhetik.
Von Acconci und Boltanski bis zu Umbo und Wall: Die Geburt der Malerei geschieht aus dem Schatten. Das Kunstmuseum Bonn zeigt die ganze Geschichte – und so spannende wie dystopische Ausblicke in die Zukunft.
Die Schwiegermutter war ihr nicht geneigt: Robert Jütte folgt den biographischen Spuren der lange vergessenen Malerin Olga Meerson, verheirate Pringsheim.
Marcel Lewandowsky analysiert die Ideologie und internationale Vernetzung rechter Parteien und Bewegungen – und deren Einfluss auf demokratische Ordnungen.
Lovis Corinths Bilder wurden als „Entartete Kunst“ 1937 beschlagnahmt. Eine Ausstellung in Berlin zum 100. Todestag des Malers erzählt von den Schicksalen seiner Werke und denen seiner Frau Charlotte Berend.
Fünf Schwestern verwalten von einer Villa im Taunus aus eine internationale katholische Gesellschaft apostolischen Lebens. Lily, Susan und Tess erzählen von ihrem Alltag – und führen in das Zimmer des 1980 gestorbenen Gründers.
Handkes Retterin, Celans Mahnerin: In München wird an Hanne Lenz erinnert, die so viel mehr war als die Ehefrau von Hermann Lenz.