Auf die Spitze getrieben
Schlag, Gegenschlag, Zusammenprall: Madrid und Barcelona treiben Spanien an den Rand des Abgrunds. Der Westen Europas hat so etwas seit vielen Jahrzehnten nicht erlebt. Man hält den Atem an. Ein Kommentar.
Schlag, Gegenschlag, Zusammenprall: Madrid und Barcelona treiben Spanien an den Rand des Abgrunds. Der Westen Europas hat so etwas seit vielen Jahrzehnten nicht erlebt. Man hält den Atem an. Ein Kommentar.
Der heutige Tag ist im Streit zwischen Madrid und Barcelona an Dramatik kaum zu überbieten. Das katalanische Parlament stimmt für die Unabhängigkeit, der spanische Senat für die Zwangsverwaltung der Region. Chronik einer Eskalation.
Die katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter haben ihre Region zur Republik erklärt. Tausende auf den Straßen Barcelonas jubeln. Die EU und die Vereinigten Staaten stärken derweil Madrid den Rücken.
Das katalanische Parlament stimmt mit großer Mehrheit für die Unabhängigkeit von Spanien. Madrid antwortet mit der Entmachtung der Regionalregierung – auf den Straßen Barcelonas wird gefeiert. Ein historischer Tag in Bildern.
Air Berlin stellt den Flugbetrieb ein. Amerikas Verteidigungsminister Mattis besucht Südkorea. VW zieht Bilanz.
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Der katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont ist in eine Sackgasse gelaufen: Es gibt keinen Ausweg für die katalanische Führung, für den sie nicht einen hohen Preis zahlen müsste.
Der katalanische Regionalpräsident stiftet wieder größtmögliche Verwirrung. Nun schloss Carles Puigdemont Neuwahlen aus – und riskiert damit bis zu 30 Jahre Haft.
Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont hat bei einer Rede in Barcelona entgegen aller Erwartungen keine Neuwahlen angekündigt. Er warf Madrid vor, eine Einigung zu verhindern.
Der Konflikt in Katalonien könnte zu Neuwahlen führen, zu schweren sozialen Unruhen oder zu beidem. Aber ein Opfer steht schon fest: der spanische Verfassungsstaat.
Spaniens Präsident Rajoy will Kataloniens Unabhängigkeit mit allen Mitteln verhindern. Nun soll der Senat in Madrid die wohl wichtigste Entscheidung seit der Einführung der Demokratie fällen. Gleichzeitig tritt das Regionalparlament in Barcelona zusammen.
Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont wird nicht vor dem Senat in Madrid über die Unabhängigkeitspläne der Region sprechen. Er schlug die Einladung aus.
Die Zwangsmaßnahmen gegen Katalonien im Streit um die Unabhängigkeit will der Regionalpräsident Puigdemont nicht einfach hinnehmen. Noch diese Woche will er vor dem spanischen Senat gegen die Entmachtung vorgehen.
Die Berichtssaison zum dritten Quartal nimmt Fahrt auf. Fast ein Viertel der Dax-Unternehmen wird diese Woche bilanzieren. Zudem wird die EZB-Zinssitzung und auch der Bitcoin für Gesprächsstoff sorgen.
Seitdem klar ist, dass Madrid die Macht in Barcelona übernehmen will, hätte die Regionalregierung keine Grundlage mehr für Anordnungen, sagt der spanische Außenminister. Die Katalanen sollten zivilen Ungehorsam leisten.
Die Zentralregierung greift härter als erwartet durch, aus Protest gehen hunderttausende Katalanen auf die Straße. Regionalpräsident Puigdemont bezeichnet Madrids Vorgehen gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens als „schlimmste Attacke“ gegen die Region seit der Franco-Diktatur.
Ministerpräsident Rajoy will am Samstag den umstrittenen Artikel 155 aktivieren. Wenige Stunden zuvor erhält er Rückendeckung von König Felipe, der deutliche Worte spricht. Und auch von der EU.
Von der Minderheitsregierung zur gefühlten großen Koalition: Die Katalonien-Krise eint die Parteien in Madrid. Sie wollen die Wahl eines neuen Regionalparlaments in Katalonien.
Der katalanische Rädelsführer Puigdemont hat den Prozess der Unabhängigkeit so weit getrieben, dass er nicht mehr einfach umkehren kann. Doch im Kräftemessen mit Madrid hat die Zentralregierung Vorteile – wenn auch nur leichte.
Während die Katalanen die EU scharf kritisieren, stellt die deutsche Kanzlerin beim Gipfel in Brüssel klar: Deutschland steht hinter der spanischen Regierung.
Was Ministerpräsident Rajoy konkret meint, wenn er von der Entmachtung Kataloniens spricht. Welche Folgen hätte eine Abspaltung für die spanische Konjunktur? FAZ.NET beantwortet die wichtigsten Fragen zur Katalonien-Krise.
Der katalanische Regierungschef Puigdemont bleibt seiner uneindeutigen Linie treu. In einem Brief droht er weiter mit der Unabhängigkeit und schiebt der Regierung in Madrid die Schuld zu. Ministerpräsident Rajoy antwortet prompt.
An diesem Donnerstag droht Katalonien die Entmachtung durch die Zentralregierung in Madrid. Doch das birgt große Risiken. Ein Kommentar.
Am Donnerstagvormittag läuft die Frist ab die Ministerpräsident Rajoy der katalanischen Führung gesetzt hat. Was passiert, wenn sie Regierungschefs Puigdemont verstreichen lässt?
Die spanische Zentralregierung will Klarheit: Hat Katalonien die Unabhängigkeit erklärt – ja oder nein? Doch die Katalanen weichen bisher aus. Und kündigen an, dass sich an ihrer Antwort auch vor Ablauf der zweiten Frist nichts ändert.
Die spanische Staatsanwaltschaft hat zwei katalanische Separatistenführer festnehmen lassen. Auch gegen Polizeichef Josep Lluís Trapero wurde Untersuchungshaft beantragt, er kam gegen Kaution jedoch vorerst frei.
Der katalanische Separatistenführer Puigdemont könnte auf das Angebot von Rajoy eingehen, eine Verfassungsreform ins Auge zu fassen. Dass er es nicht tut, zeigt, dass ihm derzeit nicht an einer Lösung gelegen ist.
Der katalanische Regierungschef Puigdemont verweigert dem spanischen Ministerpräsidenten Rajoy eine klare Antwort, ob er die Unabhängigkeit der Region ausgerufen hat. Madrid will bis Donnerstag warten. Und dann?
Barcelona weicht der Frage nach der Unabhängigkeit vorerst aus. Viele Unternehmen haben jedoch längst die Weichen gestellt.
Auf die halbe Unabhängigkeitserklärung der Katalanen reagiert Ministerpräsident Rajoy mit knappen Worten – und bereitet währenddessen Puigdemonts Entmachtung vor.
Mariano Rajoy hat auf die Rede des katalanischen Regionalpräsidenten reagiert – und den ersten Schritt zu einer Entmachtung Kataloniens eingeleitet. Ein politischer Gegner sagte Rajoy nun seine Unterstützung zu.
In der Katalonien-Frage hat Spaniens Ministerpräsident lange nicht durchgegriffen. Das sorgte für Frust in seiner Partei. Für Rajoy ist dieses Vorgehen aber nicht ungewöhnlich – er hat so schon viele Krisen überlebt.
Carles Puigdemont hat am Dienstagabend widersprüchliche Signale gesendet: Er steht zur Unabhängigkeit Kataloniens – aber will sie noch nicht jetzt. Spaniens Ministerpräsident Rajoy fordert jetzt Klarheit von Barcelona.
Außenminister Sigmar Gabriel appelliert mit Hinweis auf die europäische Geschichte an die Katalanen, die spanische Einigkeit zu bewahren. Die Spanier schauen derweil aber eher nach Madrid.
Erst sind die Separatisten enttäuscht: Puigdemont ruft keine Republik aus, sondern will weiter verhandeln. Aber dann unterzeichnen die Abgeordneten in der Nacht doch eine Unabhängigkeitserklärung.
In einem unabhängigen Staat Katalonien hätte Regionalpräsident Carles Puigdemont viel Macht – aus Sicht Madrids wäre er ein Rebell. Würde Spanien das Übergangsgesetz beachten, müsste er keine Strafverfolgung fürchten. Doch davon ist nicht auszugehen.