Hiobs Botschaft
Kann man das Alte Testament einfach herauskürzen aus der christlichen Lehre, wie ein Berliner Theologe vorschlägt? Oder zeugt dieser Vorschlag von Antisemitismus und Ahnungslosigkeit?
Kann man das Alte Testament einfach herauskürzen aus der christlichen Lehre, wie ein Berliner Theologe vorschlägt? Oder zeugt dieser Vorschlag von Antisemitismus und Ahnungslosigkeit?
In Schrift und Farbe: Die graphischen Arbeiten des arabischen Dichters Adonis sind in der Pariser Galerie des Modemachers Azzedine Alaïa zu sehen - eine vielseitige Verbindung.
Wie man nach Auschwitz noch Gedichte schreiben könne, hatte Adorno Anfang der fünfziger Jahre gefragt. Günter Grass antwortete ihm mit diesem Gedicht, in dem er Adorno entgegenkam und ihn zugleich widerlegte.
Gleich drei der begehrten Pulitzer-Preise hat die „New York Times“ für ihre Ebola-Berichterstattung erhalten. Für ihre Nachrichtenfotos von den Unruhen in Ferguson wurde die Lokalzeitung „St Louis Dispatch“ ausgezeichnet.
Gerade hatte er noch als Berserker des bundesdeutschen Kulturbetriebs gegolten, da schob er Frühlingsverse von anrührender Einfachheit nach. Was war mit Rolf Dieter Brinkmann um das Jahr 1974 geschehen?
Die wichtigste Gewissheit für Günter Grass war: Nie wieder auf der falschen Seite zu stehen. So wurde ihm als engagiertem Intellektuellen das Misstrauen zur Lebensform.
Günter Grass hat bis kurz vor seinem Tod an seinem letzten Buch gearbeitet. Der Steidl Verlag bringt es bald heraus. Der Titel lautet: „Von Endlichkeit“.
Zahlreiche Politiker und Prominente aus dem Bereich von Kultur und Medien äußerten sich zum Tod von Günter Grass. FAZ.NET versammelt die wichtigsten Stimmen.
Günter Grass, einer unserer großen Erzähler und Widersprecher, ist tot. Der Literaturnobelpreisträger starb an diesem Montag im Alter von 87 Jahren in Lübeck.
Die meisten von uns kennen es noch: das Maikäfer-Lied. Aber warum eigentlich? Warum ist diese alte Kinderweise noch nicht in Vergessenheit geraten? Unsere Autorin hat sich auf eine Spurensuche quer durch Deutschland gemacht.
Was mit einem scheinbar belanglosen Kinderspiel beginnt, endet mit einem gewaltsamen Tod. Die erzählende Lyrik des Briten Simon Armitage bringt Zeit und Raum zum Schmelzen.
Tanzen liegt -- statistisch belegbar -- im Trend, bei den auf höchste Authentizität pochenden Kennern wie in den wohligen Tiefen des Freizeitkonsums. Wie lange wird sich der Trend halten?
In seiner Dichtkunst geht es um eine Phantasie, die zugleich frei und verbindlich ist. Klarheit und Magie waren ihm keine Widersprüche: Zum Tod des schwedischen Literaturnobelpreisträgers Tomas Tranströmer.
Der schwedische Lyriker Tomas Tranströmer, im Jahr 2011 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, ist tot. Er war einer der populärsten Dichter Schwedens.
In Hermannstadt/Sibiu fand eine Gymnasiastin vor dreißig Jahren zwischen Schießübungen und deutscher Lyrik ein belastbares Bildungsideal. Heute soll sich Schule wieder nützlich machen, für das Leben im Kapitalismus. Eine Denkaufgabe.
Dieses Album ist schwarz. Dieses Album ist eine durchkomponierte Rap-Oper. Dieses Album ist eine Bombe. Bei Kendrick Lamars „To Pimp a Butterfly“ muss man erst einmal die Luft anhalten. Und zuhören.
Der Quasselstrom der Folkmusik trifft den Starkstrom des Grunge: Courtney Barnett, eine aus dem Hamsterrad ausgestiegene Slackerin, bleibt dabei ganz gelassen.
Wie kann ein düsteres Gedicht aus den mittsechziger Jahren, das in der Sprache des Barock geschrieben ist, jetzt schon seit fast fünfzig Jahren zeitgemäß wirken? Durch seine Widerborstigkeit?
Zwischen großer Literatur, Ratgebern für erotisches Schreiben und erschöpften Kindern: Auf der Leipziger Buchmesse geht es weniger ums Geschäft als um Beziehungen. Ein Rundgang.
Vor fünfzig Jahren passierte in der Popmusik etwas Entscheidendes: Sie lernte, „ich“ zu sagen. Eine verspätete Plattenkritik für das Schwellenjahr 1965.
In den hingeworfen wirkenden Versen des legendär trunksüchtigen Li Tai-Po nimmt die Dichtkunst selbst den höchsten Rang ein. Der chinesische Poet inspirierte auch Gustav Mahler.
Jan Wagner gewinnt mit einem Gedichtband den Leipziger Buchpreis, das war vor ihm noch keinem gelungen. Philipp Ther erhält die Auszeichnung in der Kategorie Sachbuch für eine augenöffnende Europa-Studie.
Eigentlich ist Lyrik für unsere Gegenwart die Literaturform schlechthin. Doch die Gedichtbände fristen immer noch ein Nischendasein. Kann die Leipziger Buchmesse, für deren Literaturpreis erstmals ein Lyriker nominiert ist, daran etwas ändern?
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Das kann ja wohl nicht wahr sein: Der modernste Autor, der in Berliner Schulen gelesen wird, ist seit fast sechzig Jahren tot. Zur Lage der zeitgenössischen Literatur in deutschen Oberstufen.
Das Bürgertum verachtete er und war doch ein Teil von ihm. Er wollte Offizier werden, obwohl er ahnte, dass ihm das nicht liegen würde. Hätte Georg Heym seine Kriegsverse nach einer echten Schlacht verteidigt?
Gedichte auf Knopfdruck bietet ein neuartiger Automat in Prag. Mehrsprachig ist die Maschine noch nicht.
Offen, streitbar, produktiv: Über mehr als drei Jahrzehnte erstreckt sich der Briefwechsel von Marcel Reich-Ranicki und Peter Rühmkorf. Doch mitunter kam es zum Zwist zwischen Dichter und Kritiker. Ein Vorabdruck.
Er mag noch so ausgeklügelte philosophische Theorien entwickelt haben, den dicken braunen Schmutz auf seiner Weste mindert das nicht: In den „Schwarzen Heften“ der Jahre 1942 bis 1948 erleidet Martin Heidegger den kompletten Verlust seiner Urteilskraft.
Was hatte es mit der Rolle, die Leonard Nimoy in „Raumschiff Enterprise“ spielte, eigentlich auf sich? Der eisgekühlte Besserwisser, für den ihn alle hielten, war Mr. Spock jedenfalls nicht.
Weit über ein Jahrhundert deutscher Indianerromantik vermag Günter Eich in diesen zwanzig Hörspielversen zu verdichten. Und doch ist dieses Gedicht in erster Linie eine Hommage an Gottfried Benn.
In dem eBook „Der Islamische Staat“ analysieren Autoren der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) die aktuelle Lage in der Region zwischen Türkei, Nordirak und Syrien. Das von Wolfgang Günter Lerch herausgegebene eBook zeigt die politischen und geschichtlichen Hintergründe dieser Entwicklung ebenso auf wie die Auswirkungen in den westlichen Gesellschaften.
John Ashbery wird gerne als Dichter des Vagen bezeichnet. Über seine eigene Lyrik spricht er nicht. Doch in diesem Gedicht liefert er eine wunderbare Generaldefinition der zeitgenössischen Poesie.
Kann eine Stadt zu viel für die Literatur tun? Sie kann, behauptet der Leiter des Frankfurter Literaturhauses. In einem offenen Brief wirft er dem Kulturamt Amtsmissbrauch vor. Die Szene kocht.
Safiye Can wuchs als Tochter türkischer Fabrikarbeiter in Offenbach auf. Heute kann sie sich ein Leben ohne Lyrik nicht mehr vorstellen. Ihr erster Gedichtband läuft gut.
Die Sehstücke des Jan Wagner: Sein Gedichtband „Regentonnenvariationen“ findet auf einfachen Wegen zur größten Meisterschaft.