Gerard Manley Hopkins: „Im Hafen des Himmels“
Zwischen sinnlicher Bildlichkeit und Asketentum: Dieses Gedicht führt vom Sehnen nach Weltabgewandtheit zum Bitten um Aufnahme in den Hafen der göttlichen Sphäre.
Zwischen sinnlicher Bildlichkeit und Asketentum: Dieses Gedicht führt vom Sehnen nach Weltabgewandtheit zum Bitten um Aufnahme in den Hafen der göttlichen Sphäre.
Nicht viele aus Marokko stammende Autoren haben so großen Erfolg wie Leïla Slimani, von der zuletzt der Roman „Trag das Feuer weiter“ erschien. Dabei besitzt das Land eine literarische Szene, die kosmopolitisch ist wie nur wenige andere.
Ein großes Sensorium für die Kunst in der Welt und die Welt in der Kunst: Zum Tod des niederländischen Schriftstellers Cees Nooteboom
Was für ein Prachtstück: Nach 132 Jahren kommt „Die Fritjof-Saga“ von Elfrida Andrée und Selma Lagerlöf in Essen erstmals auf die Bühne eines Opernhauses.
Die Erinnerung an schwarze Opfer von Polizeigewalt: Das Festival „Real Dance“ in Hannover präsentiert eine Uraufführung von Kyle Abraham.
In der Krankenhaus-Serie „The Pitt“ tritt Noah Wyle ein weiteres Mal an, um das Land zu heilen. Eine Begegnung mit einem unverbesserlichen Nothelfer.
Hier wird mit der gebotenen Kühle Äußerstes verhandelt: Ein Gedicht über Versehrungen und Abgründe, dunkel, oszillierend und von anziehender Leuchtkraft.
Was frühere Jahrhunderte in diesem Herrscher alles gesehen und mit ihm ausgedrückt haben: Niklas Benders große literaturwissenschaftliche Studie zur Rezeption der biblischen Figur des Königs Saul.
Unfassbar, aber nicht dem Zugriff entzogen: Ein Gedicht über Grönland, welches zeigt, dass man den Erschütterungen der Zeit auch in den Weiten des Nordens nicht entkommt.
Wenn Wortkunst zu grandioser Klangkunst wird: In „Sagen die Luftwurzeln“ vertonen Matthias Kratzenstein und ein virtuoses Schauspiel-Ensemble die Gedichte von Jürgen Nendza.
Dichtung ist Literatur, mit der Verlage nichts verdienen: Der langjährige Hanser-Verleger Michael Krüger liest im Deutschen Literaturarchiv Marbach und erzählt aus seinem Leben.
Deutschunterricht +++ Gendarmenmarkt +++ Deutscher Werbemarkt +++ Germanist Karl Riha gestorben
Aus Porträts entsteht eine untergegangene Welt: Felix Philipp Ingold erzählt in seiner grandiosen Kulturgeschichte des russischen Exils in Paris von Dichtern, Philosophen, Ideologen, Musikern und einem Massenmörder.
Dieses Nachtgedicht ist eine Offenbarung der schönsten Art. Sein unverwechselbarer Ton klingt nach alter Weisheit und jugendlicher Neugier.
Das Genre der Mörderballade war bislang meist Männersache. Juliane Liebert ändert das gründlich. Sie dichtet neue, böse Lieder über Gewaltmenschen und den teils absurden Umgang mit ihnen.
Mit dem Mut, sich auf ein Thema einzulassen, das seit vier Jahren die Nachrichten dominiert: Martin von Arndts überzeugender Roman „Der Wortschatz des Todes“ zeigt, wie weit Putins langer Arm nach Deutschland reicht.
Englands schönste Kathedralen sind dem Aufbrechen und dem Ankommen gewidmet: Vor 200 Jahren begann die Geschichte von Londons Bahnhöfen. Heute sind sie faszinierender als je zuvor.
Das „Schreibheft“ ist eine der kühnen, langlebigen Literaturzeitschriften Europas. Jetzt wird Norbert Wehr, der Herausgeber von Anfang an, siebzig Jahre alt.
Wer Heinz Rudolf Kunzes Songs zählt, kommt seit diesem Jahr auf eine Sammlung von 500 Aufnahmen. Man könnte glauben, alles sei gesagt. Trotzdem hat auch Album Nummer 47 eine eigene Berechtigung.
Yang Lian lebt seit vielen Jahren im Exil. Als Dichter hat er sich seine eigene Sprache geschaffen. Nun erscheint eine Sammlung seiner grandiosen Essays über China.
Friedrich Merz legt als Kanzler Hebel um. Aber sein Führungswille zerschellt immer wieder an den Realitäten. Manche sehen ihn als redlichen Regenten des Abstiegs ins zweite Amtsjahr ziehen.
Er war als Redakteur und Herausgeber der Zeitschrift „die horen“ mehr als vierzig Jahre lang eine der Zentralfiguren des deutschen literarischen Lebens. Nun ist der Dichter Johann P. Tammen im Alter von 81 gestorben.
Zweifel im Selbstgespräch, Strahlungsfühligkeit im poetischen Wald und märchenhafte Wanderungen zwischen Osten und Westen: Ein Band der Reihe „Text+Kritik“ über den Schriftsteller Lutz Seiler ermöglicht fruchtbare Deutungen von dessen Werk.
Die Opernhäuser landauf und landab befinden sich in guter Verfassung. Die Spielpläne sind so überraschend, die Aufführungen derart hoch engagiert, dass es schwerfällt, sich auf zehn Highlights zu beschränken. Versuchen wir es trotzdem.
Das Lektüreerlebnis des Jahres kann auch hundert Jahre alt sein: Die vier Moderatoren des Bücher-Podcasts haben sich zum Gespräch im Studio getroffen – über ihre Lieblingsbücher 2025.
Als religiöse Künstlerin im atheistischen DDR-Staat hat sich Elly-Viola Nahmmacher nie dreinreden lassen. Sie wurde überwacht und ausgeschlossen, mache ihrer Arbeiten weggesperrt.
Wissenschaftler sagen, die US-Charts werden düsterer – und ziehen daraus gesellschaftliche Schlüsse. Aber kann man die Stimmung eines Songs wirklich berechnen?
Glasklar artikuliert und kantabel gestaltet: Der Bass Franz-Josef Selig und sein Klavierpartner Gerold Huber ziehen in der Oper Frankfurt mit ihrem Liederabend in den Bann.
Vom Mittelalter sind wir nicht erst seit „Game of Thrones“ begeistert. Um 1800, zur Zeit der Romantik, waren Texte wie das Nibelungenlied oder Minnelieder bei Fachleuten höchst populär. Aber wie erreichte man damit die normalen Leser?
Schnaps trinkende Möpse, Ehrlichkeit in der Freundschaft, Familiengeheimnisse: Mit diesen sechs Kinderbücher machen Sie im Dezember nichts falsch.
Maren Kames ist mit ihrem ersten Roman beim Deutschen Buchpreis 2024 angetreten. Doch was wird aus „Hasenprosa“, wenn der Text auf die Bühne kommt?
Am kommenden Samstag wird er eingeweiht, aber die Ortswahl für den neu benannten Reich-Ranicki-Platz in Frankfurt am Main ist missglückt.
Christe Du Lamm Gottes, warum fällst Du nicht auf uns herab? An der Berliner Volksbühne kämpft sich Sophie Rois durch ein provokativ profanes Krippenspiel und schaut dabei hilfesuchend zu Brecht und Udo Jürgens.
Die Debatte um Haftbefehl im Unterricht ist noch nicht beendet. Jüngst kritisierten zwei Erziehungswissenschaftler das angebliche Verbot des Ministeriums. Doch sie liegen falsch.
Rilke war kein Feminist. Das ist nur eine von vielen Einsichten der großen Ausstellung, die das Deutsche Literaturarchiv in Marbach zum 150. Geburtstag des Dichters von diesem Donnerstag an zeigt.
Philip Herschkowitz schrieb eine Fortsetzung von Arnold Schönbergs Zwölftonsystem, als Komponist ist er aber ein Unbekannter. Mehrere Schüler haben Texte von dem und über den Musiktheoretiker herausgegeben.