Worüber Platon und Aristoteles stritten, streiten wir bis heute
Nachahmung verfehlt das Thema: Der Streit zwischen Platon und Aristoteles über die Mimesis ist bis heute unentschieden. Und lehrreich sogar für die Erforschung von Computerspielen.
Nachahmung verfehlt das Thema: Der Streit zwischen Platon und Aristoteles über die Mimesis ist bis heute unentschieden. Und lehrreich sogar für die Erforschung von Computerspielen.
José Francisco Agüera Oliver geht mit seiner Lyrik mitten ins Leben. Das hat er auch während seiner Zeit als Stadtschreiber von Bergen-Enkheim vor. Mit einer Dialogbank und poetischen Projekten will der Autor aus dem Schwarzwald in Frankfurt Akzente setzen.
Jede Woche fragen wir Menschen aus dem Kulturbetrieb, was sie lesen und welches Buch in ihrem Schrank sie ganz bestimmt nicht lesen werden. Diesmal antwortet der Schriftsteller Steven Uhly.
Bernarda Fink hat in den Liedern Schumanns und Schuberts, in den Kantaten und Oratorien Bachs stimmliche Empathie und Wärme bewiesen. Inzwischen engagiert sich die Mezzosopranistin auch politisch. Heute wird sie 70 Jahre alt.
Das Verwaltungsgericht hat das von Frankfurt verfügte Demo-Verbot aufgehoben. Der neue Stadtschreiber von Bergen-Enkheim hat sich vorgestellt. Und es gibt neue Anklagen im AWO-Skandal. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Zu welcher Art von Losern zählst du dich? Slata Roschals neue Gedichte zeugen nicht gerade von Zurückhaltung. Die 1992 Geborene positioniert sich darin mutig zwischen Vorbildern von Brinkmann bis Mayröcker.
Er hat die Nachbarn eingeladen, wünscht sich mehr offene Kulturorte und macht sich Gedanken über die Weltlage: Stadtschreiber Dinçer Güçyeter über sein Jahr in Bergen-Enkheim.
Kulturell bleibt vieles aus dem Baltikum nach wie vor im Abseits. Besonders die Theaterstücke aus Lettland, Litauen und Estland bieten spannende Einsichten in das Bewusstsein einer aufsehenerregenden Region.
Sprache als Material: Eugen Gomringer zählt als Gründer der Konkreten Poesie zu den wichtigsten Lyrikern unserer Zeit. Jetzt ist er im Alter von 100 Jahren gestorben. Ein Nachruf.
Einübungen in den Witz: Johanna Schumm hat ein bemerkenswertes Buch über das Barock geschrieben, das selbst mit Stilelementen der Epoche spielt.
Das hessische Literaturforum im Mousonturm in Frankfurt feiert 40 Jahre Bestehen. Mit dem neuen Programm blickt man aber lieber nach vorne als zurück.
Er prägte mit Deep Purple Anfang der Siebziger den Rockgesang wie kaum ein anderer. Emblematisch wirkt bis heute sein schreiendes und dennoch melodiöses „Child in Time“. Nun wird Ian Gillan achtzig.
Der Este Jüri Reinvere wird als „Komponist des Jahres“ gefeiert. Musik hat sein Leben ebenso geprägt wie die Politik. Von seiner Wahlheimat Frankfurt schwärmt der Kosmopolit: „Den Minderwertigkeitskomplex verstehe ich nicht.“
„Ich weine wie ein Fluss / Hüpfende rote Tränen“: Erstmals ist mit „Verse vom himmlischen Drucksatz“ auch der Lyriker Oleg Jurjew auf Deutsch kennenzulernen.
Heiliger Appell, ans menschliche Genie gerichtet? Ein pfingstlicher Hymnus des Mittelalters, von einem Klassizisten neu übersetzt und eigenwillig gedeutet.
Milica Vučkovićs Roman „Der tödliche Ausgang von Sportverletzungen“ war in ihrer Heimat ein großer Erfolg. Jetzt ist er auf Deutsch erschienen. Eine Begegnung mit einer der profiliertesten jungen Autorinnen Serbiens.
Unbehauste trifft Eigenheimbewohner, aber ohne erotische Ambitionen: Der lange gesperrte Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Heinrich Böll ist jetzt zu lesen. Es geht um Ruhm, um Reisen – und um Politik.
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Über Kunst wird gestritten, seit es sie gibt, im Großen wie im Kleinen – Künstler gegen Künstler, Farbe gegen Zeichnung, Dogma gegen Hollywood, Brahms gegen Wagner: Auftakt zu einer Serie über die wichtigsten und kuriosesten Kontroversen in den Künsten.
In seinem Debütroman erzählt Jiaming Tang von schwulen Chinesen und ihren Ehefrauen in der chinesischen Provinz der Achtzigerjahre und im New York von heute. Ein Gespräch über die Frage, was es heißt, schwul zu sein, wenn es Homosexualität offiziell nicht gibt.
Die Sicht des Mannes am Mikroskop prägt die Perspektive seiner Gedichte: Ein Gedicht über eine gigantische Metapher des menschlichen Daseins.
„Fragmentarium“ nannte der Autor selbst diesen späten Prosatext: Tor Ulvens Buch „Grabbeigaben“ zeigt den 1993 durch Freitod aus dem Leben geschiedenen norwegischen Schriftsteller in Bestform.
Kann es für einen Palästinenser nach Gaza oder Syrien barbarisch sein, Gedichte zu schreiben? Ghayath Almadhouns schwindelerregender Lyrikband „ich habe dir eine abgetrennte Hand gebracht“ beweist das Gegenteil.
Und noch mehr als das: Die jetzt erstmals komplett herausgegebene Korrespondenz der Dichter Johannes Bobrowski und Christoph Meckel ist sowohl Zeit- als auch Persönlichkeitsdenkmal.
Die Schriftstellerin Doris Gercke ist tot. Die Krimiautorin – Erfinderin der ZDF-Ermittlerin Bella Block – wurde 88 Jahre alt. Ihre literarische Karriere begann erst nach einigen Umwegen.
Dead Ends und unterirdische Labyrinthe: Michael Stavarič gelingt mit „spüren“ das Kunststück eines Langgedichts aus 41 Teilen, die jeder für sich stehen können.
Vollbracht: Die Ausgabe von Barthold Heinrich Brockes' „Irdisches Vergnügen in Gott“ ist abgeschlossen. Der letzte Band zeigt den Dichter als Spaziergänger mit einem Auge für abseitige und unscheinbare Naturphänomene.
Über Chaim Nachman Bialik, die prägende Gestalt der jüdischen Literatur im ersten Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts.
Jeder kennt ihn heute noch wegen eines Werks, das er selbst verachtete, aber was er sonst schuf, schrieb buchstäblich Geschichte: Vor hundert Jahren wurde der griechische Komponist Mikis Theodorakis geboren.
Die ukrainische Delegation stellt bei den Gesprächen in Istanbul eine „geänderte Atmosphäre“ fest. Aber in der Sache gibt es keine Annäherung zwischen Kiew und Moskau.
Ein Künstler, der mit Lebensweise und ästhetischen Idealen der Sowjetunion unter Stalin ein Dorn im Auge war: Michail Kusmins letzter Gedichtband „Der Engel der Verwandlung ist zurück“ erscheint nach fast hundert Jahren erstmals auf Deutsch.
Legendäre Dichtergrößen stutzt sie gern zurecht. Wegen ihres Witzes ist sie eine der erfolgreichsten englischen Lyrikerinnen: Nun wird Wendy Cope achtzig Jahre alt.
Die Koreanerin Kim Hyesoon hat zusammen mit ihren Übersetzern Uljana Wolf und Soon Park den Internationalen Literaturpreis 2025 erhalten – weil ihr Gedichtband „Autobiographie des Todes“ auch auf Deutsch tief bewegt.
Kaum etwas ist so schwer auszurechnen wie der Büchnerpreis, die renommierteste literarische Auszeichnung in Deutschland. In diesem Jahr geht er an Ursula Krechel – eine durch ihre Multimedialität besonders bemerkenswerte Schriftstellerin.
Die Schriftstellerin Ursula Krechel schreibt Theaterstücke, Romane, Lyrik und Essays. Nun wird sie mit dem renommierten Büchner-Preis geehrt.
Der entlastende Effekt kanonischer Kunst: Die Kölner Band Erdmöbel feiert in der dortigen Philharmonie mit einem Streichquartett ihren Dreißigsten.