Gar nichts wisst ihr von mir!
Dass er der Schmerzensmann des Psychopop ist, beweist Nick Cave in „The Mercy Seat“ mit allen darstellerischen Mitteln. Allein das Video ist ein lebendiges Altarbild. Steht am Ende Verdammnis oder Erlösung?
Dass er der Schmerzensmann des Psychopop ist, beweist Nick Cave in „The Mercy Seat“ mit allen darstellerischen Mitteln. Allein das Video ist ein lebendiges Altarbild. Steht am Ende Verdammnis oder Erlösung?
In Berlin zeigt die Akademie der Künste eine Ausstellung über eine Freundschaft der besonderen Art. Bertolt Brecht und Walter Benjamin spielten gemeinsam Schach und stritten über den Kommunismus.
Er muss durchdringend nach Barbe gerochen haben, während er die Lenz-Novelle schrieb: Georg Büchner sezierte nicht nur als Autor, bot aber auch Trost im Vers. Dankesrede zum Büchner-Preis.
Wie reagiert ein Autor auf verstörende Entwicklungen wie das Erstarken von Nationalismus und Populismus? Die Herbsttagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ist von einer alten Diskussion geprägt.
Stephan Eicher ist Popsänger, Martin Suter Schriftsteller. Jetzt haben sie gemeinsam ein „Song Book“ gemacht – auf Berndeutsch. Ein Gespräch über Schweizer Volksmusik, Glück und alle möglichen Sprachen.
Umringt von 180 Individualisten: Wie sieht die Bilanz des scheidenden Präsidenten der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung aus? Ein Gespräch mit Heinrich Detering.
Der Autor dieses im Selbstverlag erschienenen Gedichts ist ein erfolgreicher Manager. Seine Verse sind traditionalistisch, aber bewegend. Werden Dilettanten in der Lyrik unterschätzt?
Till Lindemann und Joey Kelly sprechen im FAZ.NET-Interview über ihre Abenteuerreise auf dem Yukon, Konzerte und Sport – und über Glück, das erst kommt, wenn alles vorbei ist.
Dieses Gedicht entwirft ein anschauliches Bild für das Streben nach finaler Gleichgültigkeit. Henri Michaux setzt es seinem Lebensthema entgegen: der - persönlich traumatisch erlebten - Ablehnung.
Gutes Essen ist auf dem Messegelände teuer – oder kostet gleich gar nichts. Ein Häppchen hier, ein Bierchen da: Wir verraten, wann und wo Sie sich im Dienste der Literatur durchschnorren können.
Früher komponierte er Dancehall-Musik auf Sächsisch, heute ist Trettmann ein Beweis dafür, dass auch Deutschrap erwachsen werden kann. Sein Album „#DIY“ setzt statt Gangstergesten auf Herzlichkeit – und einen Hauch von Karibik.
Der Dichter W. S. Merwin ist zweifacher Pulitzerpreisträger, war lange für den Nobelpreis im Gespräch und zeitlebens ein großer Diener der Sprache. Ein Glückwunsch zum Neunzigsten.
Deutsch-japanische Gesellschaft: Marion Poschmanns Roman „Die Kieferninseln“ führt zwei Verzweifelte hinreißend komisch zusammen – und die Autorin auf die Buchpreis-Shortlist.
Was reimt sich auf Adorno? Uwe Wirth zeigt in seinem interdisziplinären Handbuch, wie die Geisteswissenschaften das Thema Komik in den Griff bekommen.
Er war zuerst Stahlarbeiter, dann Dichter und beeinflusste Kerouac und Vonnegut. Seine Gedichte handeln von der Lehranstalt „Straße“. Vor allem dieses hier fängt das Lebensgefühl seiner Zeit ein.
Wie modern er ist, mag man kaum glauben: Theodor Storm schrieb als politischer Autor und romantischer Lyriker zu Themen, die auch heute noch brandaktuell sind. Zum zweihundertsten Geburtstag des deutschen Schriftstellers.
Von Streitkultur in Deutschland, Israel und der Literatur: Das erste Marcel-Reich-Ranicki-Symposion in Frankfurt bringt Schriftsteller und Redakteure miteinander ins Gespräch. Ganz im Geist des großen Kritikers.
Ist es möglich, so unbedroht zu leben, wie das lyrische Ich in diesem Gedicht? So denkt man nach den ersten beiden Strophen, doch dann kommt die dritte - und alles ändert sich.
Er war Modeunternehmer, Kunstsammler, Mäzen und der Partner von Yves Saint Laurent. Jetzt ist Pierre Bergé im Alter von 86 Jahren gestorben. Ein Nachruf.
Der Chorgesang in „Lyin’ Eyes“ ist überirdisch schön, passt aber nicht zu der traurigen Geschichte über eine junge Frau, die erzählt wird. Der Song hat eine geheime Botschaft. Er handelt von den Eagles selbst.
Die stumme Putzfrau und die geschundene Kreatur: Guillermo del Toros Film „The Shape of Water“ zeigt die Vereinigten Staaten, wie sie sein könnten, wenn Gott Surrealist wäre.
Fuzzy-Mathe, katalytische Systeme, ehrgeizige Chorproben: Besonders begabte Zwölftklässler schieben bei der Deutschen Schülerakademie Sonderschichten, die sie an ihre Grenzen bringen.
Die Schaltautomatik fürs Fahrrad kommt nicht, sie ist längst da. Doch Biketec geht mit einigen Rädern der Marke Flyer sogar noch einen Schritt weiter.
Was ist die Libelle eigentlich für ein Geschöpf? In diesem Gedicht erscheint sie als eines der Achtsamkeit nach allen Seiten. Möchte man mit ihr tauschen?
Pessoa, Mandelstam, Hürlimann: Der Schweizer Verleger Egon Ammann hatte ein Gespür für exzellente Autoren. Nun ist er im Alter von 75 Jahren gestorben.
Diesen Versen des Komponisten über die Liebe und das Leben liegt chinesische Lyrik des achten Jahrhunderts zugrunde. Die Art und Weise, in der Mahler die Vorlage umgestaltete, ist bemerkenswert.
Die junge Teheraner Künstler- und Literatenszene hat vor allem eines verdient: Aufmerksamkeit. Denn was dort an ästhetisch Neuem heranreift, ist erstaunlich vielfältig und erfinderisch.
Auf ihrem vierten Album lässt Katie Crutchfield, besser bekannt als Waxahatchee, den Indie-Rock der Neunziger wieder aufleben. Was ist dagegen schon das Ende einer Beziehung?
Unter seinem bürgerlichen Namen spricht Erhard Jakobs für die Technische Hochschule Mittelhessen. Unter dem Künstlernamen Seep verfasst er Lyrik und Geschichten. Ein Porträt.
Vor hundert Jahren, mitten im Weltkrieg, brachte Stefan George ein Gedicht heraus, das mit allem brach, was Deutschland damals lesen wollte.
Kunst und Technik sollen im Design verschmelzen. In der Bad Homburger Ausstellung „Nach der Natur“ gehen sie aber noch ganz eigene Wege.
Man verliest sich, man verliebt sich in seine magischen Gedichte, in denen „jedermann“ zu Wort kommen soll. Dem amerikanischen Lyriker John Ashbery zum neunzigsten Geburtstag.
Mit der Regenbogenreihe revolutionierte Willy Fleckhaus die deutsche Bücherlandschaft. Über drei Jahrzehnte galt er als einer der wichtigsten Grafikdesigner. Nun würdigt die Villa Stuck seine bedeutendsten Werke.
Schöner als in der hier gewählten Volksliedstrophe lässt sich formal kaum dichten. Aber warum hat ausgerechnet ein ansonsten sprachexperimentelle Autor diese herkömmliche Form gewählt?
Eine Schrecksekunde zu Beginn: Wo ist ihr Timbre hin, wo sind die Ironiekiekser? Doch man darf beruhigt sein: Auch auf dem Album „Melodrama“ entfaltet die Popsängerin Lorde ihr grandioses Talent.
Jay-Z gebraucht auf seinem neuen Album antisemitische Klischees. Kann man so etwas rechtfertigen? Und was ist mit den anderen Rappern, die nicht nur judenfeindlich sind, sondern sexistisch und homophob?