Glück auf, der Dichter kommt!
Die Steinkohle an der Ruhr ist Geschichte: In diesem Jahr wird die letzte Zeche schließen. Heute schon boomt die Erforschung der Bedeutung dieser Zäsur.
Die Steinkohle an der Ruhr ist Geschichte: In diesem Jahr wird die letzte Zeche schließen. Heute schon boomt die Erforschung der Bedeutung dieser Zäsur.
Nur eine Kritik, die weiß, dass sie Literatur ist, hat Luft zum Atmen. Nur ein Denken, das an der Form arbeitet, wird bestehen. Lektionen aus einer Relektüre von Günther Anders. Eine Dankesrede.
Die Wurzeln des Systems Putin liegen in den wilden Neunzigern, als der Kommunismus endete. Dazu hat Arthur Isarin unter Pseudonym einen Spannungsroman verfasst.
In der kommenden Woche ist Rumänien zu Gast auf der Leipziger Buchmesse. Die Autoren haben sich mehrheitlich der Veränderung in ihrem Land verschrieben.
Das Historische Museum Hanau ehrt den Karikaturisten und Lyriker F.W. Bernstein mit dem Ludwig-Emil-Grimm-Preis. Dazu wird sein Werk in einer Ausstellung präsentiert.
Der preisgekrönte Autor Uwe Tellkamp provoziert in Dresden mit Äußerungen über Flüchtlinge und Meinungsfreiheit - nun rückt der Suhrkamp-Verlag von ihm ab, Sachsens Ministerpräsident verteidigt den Schriftsteller.
So schön kann man Gebrauchsanweisungen singen: Das neue Album der Band Erdmöbel strahlt vor lyrischen Readymade-Kunstwerken und eingängigen Refrains.
Dieses Gedicht nimmt geradezu Einsteins Relativitätstheorie vorweg. Das lyrische Ich verwandelt sich in einen rasenden Ritter, der Raum und Zeit verkrümmt.
Schlangen auf dem Marsch durch die Wüste: Die Oper Frankfurt kombiniert Saed Haddads zeitgenössisches Musiktheaterstück „A Wintery Spring“ mit der Barockkantate „Il serpente di bronzo“ von Jan Dismas Zelenka.
Das Auktionshaus Nosbüsch & Stücke in Berlin versteigert eine Sammlung, die sich ganz Stefan George und seinen Kreis gewidmet hat - eine Vorschau
Die Art, wie wir das Verhältnis von Theater und Romanen betrachten, beruht auf Missverständnissen. Denn tatsächlich sind Romanadaptionen fürs Theater ein großes Glück. Ein Gastbeitrag.
Die Landsbergis sind über fünf Generationen ein Spiegel der Entwicklung Litauens. Eine Familiengeschichte über die Suche nach der eigenen Identität, Zerrissenheit – und den oft vergeblichen Wunsch nach Normalität.
Der Liederbacher Karl Hofmann gewinnt mit einem Nibelungen-Rap zum dritten Mal den Schreibwettbewerb „Ohne Punkt und Komma“. Künftig zieht es den Schüler zu Lyrik - und ins Chemiemanagement.
Ist das die rechte Lektüre für den Valentinstag? Die neue Ausgabe der berühmten „Liebeskunst“ des römischen Dichters erfreut das Auge – bis man sie aufschlägt.
Reiseführer, Selbsthilfe-Anleitungen, Gesammelte Essays und Regenschirme – was man in Buchläden nicht mehr findet, sind große Werke aus unserer eigenen Gegenwart. Übersehen wir sie, oder ist ihre Zeit zu Ende gegangen?
Seid gegrüßt, Einhörner und Engel: Der Berliner Musiker Tobias Siebert hat als Ein-Mann-Orchester namens And The Golden Choir sein zweites Album vorgelegt, dem an Glanz und Dramatik nichts fehlt.
Gerade in seiner frühen Lyrik versuchte Hofmannsthal, Momente der Erhöhung zu beschwören. So auch in diesem Gedicht, dass der „Stunde“ unerwartete Bedeutungen abgewinnt.
Der Senat der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin hat entschieden: Eugen Gomringers Gedicht „Avenidas“ wird entfernt. Die Lyrikerin Barbara Köhler soll die Fassade neu gestalten. Zu beneiden ist sie nicht.
Dieses Gedicht hätte Marcel Reich-Ranicki gefallen. Es handelt von Liebe und Tod und beschreibt mit existentiellem Ernst die Tragik des Menschseins.
Auf seinem neuen Album findet das erste Wiener Heimorgelorchester einen eigenen Sound. Etwas von Rammstein steckt darin – und deutlich mehr Humor.
Der Schnee, prächtig und lästig zugleich, ist eines der wichtigsten Motive im Werk Ror Wolfs. In diesem Gedicht verbindet er sich mit dem Meer und seiner zerstörerischen Kraft.
Als Berufsarmee des seit 1990 vereinten Deutschlands braucht die Bundeswehr nicht nur einen neuen Traditionserlass. Unabdingbar ist auch ein Ethik-Kodex. Ein „Staat im Staat“ wäre nicht hinnehmbar. Es gilt nicht nur der Primat der Politik und des Zivilen, sondern auch des Zivilisatorischen, also des Humanum.
Antisemitismus ist in Uwe Johnsons Roman „Jahrestage“ allgegenwärtig, in der New Yorker Gegenwart wie in der Jerichower Vergangenheit. Zwanzigste Lesung.
Dieses Gedicht ist ein Aufbegehren gegen das unvermeidliche Lebensende in der Zwangsjacke einer besonders strengen lyrischen Form. Dylan Thomas machte es berühmt - und verewigte seinen Vater.
In diesem Gedicht wird der hohe Ton des biblischen Psalters angeschlagen, zugleich scheint sich der Dichter an seiner eigenen Sprache zu berauschen. Nährt ihn gar eine ketzerische Anmaßung?
Boris Pasternaks befremdender Passionsroman „Doktor Schiwago“ ist ein Versuch der Selbsterhaltung. Was steckt vom eigenen Schicksal des Autors in seinem Werk?
Gesine Cresspahl organisiert in New York einen belgischen Pass für einen ostdeutschen Juden. Die Flucht des jungen Mannes aus der DDR glückt zumindest in Uwe Johnsons Roman „Jahrestage“.
In Frankfurt widmet das Caricatura Museum dem großen Zeichner und Dichter Robert Gernhardt eine Einzelausstellung.
Kann das wahr sein? Das „Kampot Readers & Writers Festival“ hat keine einheimischen Autoren zu bieten. Auf der Suche nach kambodschanischer Literatur.
Seit dem Buchpreis für ihren Roman „Landgericht“ und dessen Verfilmung gehört sie zu den bekanntesten deutschen Schriftstellerinnen. Doch Facetten ihres Schreibens sind noch zu entdecken: Zum siebzigsten Geburtstag von Ursula Krechel.
Dieses Gedicht, eine Art irischer „Erlkönig“, hat Goethe aus einem englischen Roman übersetzt. Bemerkenswert, welch ungewohnten Ton er hier anschlägt.
In Japan dichtet die Kaiserin persönlich. Michiko, die Gattin des Heisei-Tenno Akihito, ist seit ihrer Kindheit eine begeisterte Lyrikerin. Nun sind erstmals Gedichte von ihr ins Deutsche übersetzt worden.
Doris hat sich immer zu helfen gewusst: Jochen Missfeldts Roman „Sturm und Stille“ über Theodor Storms Geliebte macht eine bisher als Opfer missverstandene Frau zur Protagonistin ihrer eigenen Geschichte.
Als Türöffner in den Literaturbetrieb wird der Berliner Open Mike gern bezeichnet. Nun feiert der wichtigste deutsche Literaturnachwuchswettbewerb sein 25. Jubiläum – und ist selbst etabliert.
Er ebnete Bob Dylan den Weg. Mit Walther von der Vogelweide erlebte der Dichter-Sänger eine frühe Blüte - und auch die Provokation des Publikums, wie dieses Gedicht zeigt.