Robert Walser: „Welt (I)“
Die Verse in diesem Gedicht des 21 Jahre alten Robert Walser zeigen einen beschwingten Blick auf die Welt – und stehen damit im Gegensatz zu seiner späteren Resignation.
Die Verse in diesem Gedicht des 21 Jahre alten Robert Walser zeigen einen beschwingten Blick auf die Welt – und stehen damit im Gegensatz zu seiner späteren Resignation.
Alligatoah hat mehr Gesichter als Cartoon-Gestalten. In der ausverkauften Jahrhunderthalle zeigte der Rapper, dass er neben Wortkunst auch das Schauspiel beherrscht.
Der aus der Sowjetunion ausgewiesene Dichter erhielt den Literaturnobelpreis im New Yorker Exil. Sein letztes veröffentlichtes Gedicht reflektiert die Wirkung seiner Poesie.
Der Immigrant Charles Simic hat rasch begonnen in der Sprache seiner neuen, amerikanischen Heimat zu dichten. Seine Poesie zeichnet ein Bild des Alltags in der neuen Welt.
Eine Lesetour durch die Gedichtekalender 2019 für Groß und Klein: Unser Autor hat die beliebtesten Verssammlungen für das kommende Jahr vorgestellt. Eine Übersicht.
Nora Gomringers Zeilen präsentieren sich als „Idylle in der Reihe“. Aber hinter den ordentlich gereihten Wörtern verbirgt sich eine bittere Pointe.
Er gehörte zu den Gründern der Neuen Frankfurter Schule, der er mit dem berühmten Zweizeiler „Die schärfsten Kritiker der Elche/waren früher selber welche!“ das Motto gab. Nun ist F.W. Bernstein im Alter von achtzig Jahren gestorben.
Hier singen die Ausgegrenzten, Besitzlosen und Geflohenen: Eine überfällige Sammlung der Lyrik von Sinti und Roma und anderer Gruppen, die ehedem „fahrendes Volk“ genannt wurden.
Das in diesen unüberbietbar einfachen Versen angestimmte Lob einer Kieferninseln erfüllt die von dem Dichter Basho aufgestellten Regeln für ein Haiku ganz genau. Aber ist das Werk auch von ihm?
Warum soll internationale Popmusik nur englische Texte haben? Schwedische Finnen singen melancholische Heimatlieder auf Deutsch: Die Gruppe Vasas Flora och Fauna sammelt „Strandgut“.
Der Frankfurter Rapper Credibil kennt die Höhen und Tiefen des Lebens. Beim Streifzug durch Bockenheim verrät er, warum die Straße wie ein Virus wirkt.
Am Staatstheater Darmstadt nehmen drei Terror-Diven der Weltgeschichte auf einem abgeschrabbelten Dreiersofa Platz. Das Staatstheater feuert die Pointen von Theresia Walsers „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ ab.
Er ist ein Spezialist für Thomas Mann und für die Problemfälle der Geistesgeschichte, doch bei seinen Literaturkritiken stand ihm nie ein Jargon im Weg. Dem Philologen Eckhard Heftrich zum neunzigsten Geburtstag.
Damon Albarn hat mit seiner Supergroup The Good, the Bad and the Queen ein Album namens „Merrie Land“ aufgenommen. Es steht zynisch zum Brexit, ist trotzdem nicht ohne Heimatliebe – und großartig.
An diesem Sonntag wird der Verleger und Lyriker Michael Krüger 75 Jahre alt. Die Verse aus diesem Gedicht handeln von Opfern und der Ordnung, welche die Zeit mit sich bringt. Sind sie tröstlich?
Noch ist genug Zeit für die wirklich wichtigen Dinge: Die Feuilleton-Redaktion empfiehlt Filme, Bücher, Platten, Serien, Ideen, Haltungen, Hoffnungen und Hits.
Der Dichter Du Fu lebte während einer einzigartigen Kulturblüte im alten China. Seine Verse über Anspruch und Wirklichkeit der Dichter aber sind zeitlos.
Heute diskutiert der Bundestag über den Migrationspakt. Bei Sandra Maischberger war zu erleben, warum selbst eine solche sinnvolle Vereinbarung in den Strudel des grassierenden politischen Misstrauens geraten konnte.
Das hat es noch nicht gegeben: Die „Poets’ Collection“ versammelt von William Butler Yeats bis W.H. Auden fast hundert Lyriker im Originalton. In vierzehn Stunden entfaltet sich ein faszinierender akustischer Kosmos.
Die Rapper von Wu-Tang Clan suchten Schönheit im Verwahrlosten. Der Song „C.R.E.A.M.“ ist Rückblick auf eine zerrüttete Jugend im New York der 1980er Jahre. Mit welcher Sprache wird sie eingefangen?
An die christliche Wiederauferstehung glaubte er nicht. Die Toten in diesem Gedicht von Theodor Storm werden auf andere Weise am Leben erhalten.
Gitarren-Ass Mark Knopfler im Gespräch über Virtuosität, einen Autogrammjäger namens Rüdiger und die Frage, warum er schwänzte, als seine alte Band Dire Straits in die Rock’n’Roll Hall of Fame kam.
Zehn Jahre Warten haben sich gelohnt: Die Oper „Fin de partie“ von György Kurtág wird an der Mailänder Scala zum Ereignis von europäischem Rang. Aber das Werk führt ins Dunkel.
Ein ganzes Land lehnt sich auf: Im Interview spricht die Schriftstellerin Gioconda Belli über die Angst, die Wut, die Morde in Nicaragua und darüber, wie Präsident Daniel Ortega vom Revolutionär zum Diktator wurde.
Über Bertolt Brechts politische Haltung glaubt man sich im Klaren: immer auf der linken Seite. Aber als vor hundert Jahren die alte Ordnung des Kaiserreichs zusammenbrach, agierte er unerwartet.
In einem offenen Brief kritisiert der Schriftsteller Uwe Tellkamp die politische Debattenkultur. Er wendet sich damit gegen die „Erklärung der Vielen“.
Bekannt geworden ist Danny Boyle mit seinem Film „Trainspotting“. Jetzt hat der Regisseur sich eine Gedenkaktion ausgedacht. Er malt die Gesichter Gefallener des Ersten Weltkriegs auf den Strand. Hunderte machen mit.
Die Landschaft, der Tod, der Zweite Weltkrieg – das sind die bestimmenden Themen in diesem Gedicht. Wo ist neben ihnen noch Platz für die Kunst?
Sie wollten zusammen ein Buch machen, „das fliegen kann“. Der Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Hans Magnus Enzensberger erzählt von einer engen Beziehung. Und doch blieb zwischen ihnen immer ein Rest von Distanz.
Politischer Battle-Rap: Max Czollek attestiert in einer Streitschrift der deutschen Erinnerungskultur fatale Motive und Folgen.
Ein Gespräch mit dem kanadischen Schriftsteller und Dichter Michael Ondaatje über den Zusammenhang von Spionage und Literatur und die Moral des Erzählens.
Dieser Autor hat von sich selbst nie viel Aufhebens gemacht, die Welt war ihm genug: Hans Magnus Enzensbergers persönliche Anekdoten und pseudonyme Schreibratschläge geben zu denken.
Grenzenlose Sprachgewalt: Der Comiczeichner Reinhard Kleist über die Buchmesse, die Sogwirkung von Comics und das Verhältnis von Dichtung und Wahrheit.
Rücksichtslos rebellisch: Der Regisseur Yilmaz Güney war ein mutiger Gegner der türkischen Misere. Der Film „Die Legende vom hässlichen König“ erinnert an ihn.
Die Lesekultur gerät zunehmend in den Hintergrund. Denn zwischen Netflix und Facebook bleibt für die gedruckte Zeile kaum noch Zeit und Interesse. Doch es gibt Grund zur Hoffnung. Ein Kommentar
Auf 15.000 Pfund schätzt das Auktionshaus Sotheby’s eine zerfledderte Taschenbuch-Ausgabe von „Lady Chatterley’s Lover“ – weil der Roman Teil eines Gerichtsprozesses war, der Großbritannien 1960 veränderte.