Im Ballsaal der Ideale
Rare Objekte, im Folkwang Museum zum Schweigen verdammt: Die Bühnenwerkstatt am Bauhaus wollte die Körper und die Klassengesellschaft zum Tanzen bringen.
Rare Objekte, im Folkwang Museum zum Schweigen verdammt: Die Bühnenwerkstatt am Bauhaus wollte die Körper und die Klassengesellschaft zum Tanzen bringen.
Das Gedicht wurde erstmals als Grabgedicht für eine jung verstorbene Frau veröffentlicht. Die Verse von Arzt und Lyriker Paul Fleming fügen dem barocken Topos des Gegensatzes von Zeit und Ewigkeit einen eigenen Akzent hinzu.
Ein Audi-Entwickler hat schon vor sechzehn Jahren ein Spottgedicht über die Abgas-Manipulation im eigenen Haus verfasst – aus Freude am Reimen und mit einem ganzen Kofferraum voll dunkler Vorahnungen.
Die Filme von Carlos Reygadas sind zugleich drastisch und wunderschön. Mit „Nuestro Tiempo“ aktualisiert er beim Erzählen von Liebe und Kunst das Westerngenre.
Das Gleimhaus beleuchtet unter dem Titel „Scherz – Die heitere Seite der Aufklärung“ Lyrik und Malerei, Plastik und Grafik der Epoche. An sinnlicher Evidenz wird dabei nicht gespart.
Haben Sie Zeit und Lust, Samstag oder Sonntag etwas im Rhein-Main-Gebiet zu unternehmen? Eine Übersicht über die wichtigsten Termine.
Vom Klimawandel bis zur globalen Politik: Jeder Gedanke an in die Zukunft erzeugt heute Bedenken. An die Stelle der Ideen sind die Innovationen getreten. Wie wurde aus Che Guevara Elon Musk?
Vor Veröffentlichung seines Jahrhundertwerks war Les Murray berühmt dafür, seine Position als Dichter vom Ende der Welt auszuspielen. Zum Achtzigsten der großen literarischen Stimme Australiens.
Wo fängt man bei dieser Schriftstellerin an? Monika Rinck ist die Ausnahmeerscheinung der deutschsprachigen Lyrik – und auch noch eine hervorragende Essayistin.
Als Hugo von Hofmannsthal 1927 in München als Redner auftrat, ließ er sich fotografieren. Ein Jahr später trat Stefan George mit ihm am gleichen Ort in bildpolitische Konkurrenz.
Jemand, der das Verwurzeltsein ernst nimmt, kann die Schattenseiten seines Landes nicht übersehen. Seitdem ihn etwas an dieses Land bindet, sucht unser Autor nach einer Antwort.
Goethes „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn“ wurde oft parodiert. Hans Magnus Enzensberger hat sich dabei einen besonders ernsten Scherz erlaubt.
Während Politik zur Farce wird, lebt das Wunsch-England weiter. Wir haben europäische Autoren gebeten, für uns über ihr England-Gefühl nachzudenken – Kultur, Sprache, Lifestyle.
Bohemien und Bergjunge: Als hätte es die Postmoderne nie gegeben, singt der Schweizer Dagobert auf der Bühne der Großstadt Berlin in scheinbar sinnlicher Ernsthaftigkeit von der Liebe. Was ist das für ein Typ?
Weltflucht, Sex und Kunstreligion: Das Frühjahrsfestival in Lyon fragt sich, was von uns bleiben wird.
Wer im Alter zwischen sechzehn und zwanzig nicht riskiere, einen Narren aus sich zu machen, werde vermutlich kein Schriftsteller mehr, sagte W.S. Merwin. Jetzt ist der vielfach preisgekrönte Dichter gestorben.
Wenige haben den Blick auf die Kunstgeschichte so verändert wie er: Zum Tod des Kurators, Documenta-Leiters und Kunsttheoretikers Okwui Enwezor.
Der künstlerische Leiter der Documenta 11 und einstige Leiter des Münchner Hauses der Kunst starb am Freitag.
Dichtende Computerprogramme sind inzwischen so gut, dass sie es inkognito in Lyrik-Publikationen schaffen. Wird der Autor überflüssig? Einige Gedanken zum Verhältnis von Künstlicher Intelligenz und Literatur.
Was bewegte Stauffenberg zum Attentat – in einer Lage, da eigentlich nichts mehr zu retten war? Sicher nicht Kritik am Nationalsozialismus. Es war die Lektüre Stefan Georges, schreibt Thomas Karlauf in einer neuen Biographie.
Schreibweisen wie Gendersternchen und Binnen-I verhunzten die deutsche Sprache, meint die CSU-Politikerin. „Schluss mit dem Gender-Unfug“ fordern auch Prominente aus Medien, Kultur und Wissenschaften.
Maja Vidmars Gedichte zählen zur jungen, kraftvollen slowenischen Lyrik. Diese Verse beschwören Kinobilder vor dem inneren Auge und bleiben doch zweideutig.
Während ihrer Raubzüge schrieben Bonnie und Clyde lyrische Texte in „Gangsterese“, einer Kunstsprache des Krimis. Jetzt wird ein Notizbuch versteigert, in dem sie sich erklären. Es klingt fast nach Gangster-Rap.
Und Tomas Espedal schreibt sehr kurzweilig über sie: In „Bergeners“ verarbeitet der Autor aus Norwegen seine Herkunft, seine literarische Tradition, seine Freundschaften und auch noch manche Trennung.
Mit einem Benefizkonzert will der britische Unternehmer Richard Branson die Not der Venezolaner lindern. Pink-Floyd-Mitgründer Roger Waters kritisiert das Projekt – und wirft Branson vor, an einem Regimewechsel zu arbeiten.
Dagmara Kraus lernte Deutsch, als sie mit sieben Jahren aus Polen kam. Ihr Mann brachte das Französische mit in die Familie. Ihre Verse handeln von der Dreisprachigkeit, mit der ihre Kinder leben.
Aufgelebt, und wie: Else Lasker-Schüler wäre an diesem Montag 150 Jahre alt geworden. Eine Leipziger Tagung fragte nach ihrem Verhältnis zu Palästina, der „Sternwarte ihrer Heimat“.
„Kein Anschluß ans Leben“: Neu aufgetauchte Briefe Paul Celans an eine unbekannte Geliebte werfen ein Licht auf sein Schreiben und Leben. Im März werden sie versteigert – und könnten unerforscht verschwinden.
Der polnische Dichter Adam Zagajewski ist einer der großen Lyriker und Essayisten. Einige seiner Verse trug er jetzt in Berlin in der Katholischen Akademie vor und begeisterte damit die Zuhörer.
„Dass ich das geschafft habe, war Zufall.“ - „Die Idee hatte die Konkurrenz auch schon.“ Das sind, glaubt man Beratern, problematische Sätze. Vor allem wenn’s um die eigene Karriere geht.
Jetzt auch politisch und mit Auto-Tune: Der Wortkünstler Dendemann hat nach acht Jahren ein neues Album gemacht. Was darf ein Deutschrapper der zweiten Stunde an seiner Musik verändern?
Bei Slams füllt sie Säle, Musiker verdienen an ihr: Deutschsprachige Gegenwartslyrik wird nur noch als schüchternes Flüstern wahrgenommen. Wie kann sie sich in Schule und Gesellschaft ihre Bedeutung sichern?
Musiker Achim Reichel hat seine legendäre „Grüne Reise“ in der Hamburger Elbphilharmonie aufgeführt. Neu abgemischt, kommt die Inszenierung jetzt als Mehr-Kanal-Ereignis auf Bluray.
Haben Sie Zeit und Lust, Samstag oder Sonntag etwas im Rhein-Main-Gebiet zu unternehmen? Eine Übersicht über die wichtigsten Termine.
Horst Stern war als Journalist, der sich Natur- und Umweltthemen widmete, seiner Zeit weit voraus. Mit seinen Filmen gab er Anstöße zu Debatten und eckte an. Nun ist er im Alter von 96 Jahren gestorben.
Mit Romantik kommt nicht weit, wer die Geschichte des Lebens erklären will. Und es gab auch keinen Plan, nach dem dabei der Mensch herauskommen musste. Ein Interview mit dem Evolutionsforscher Axel Meyer.