Gerüche aus Europas Norden
Die Besucher treffen auf zwei verspiegelte Wände, die einem die Illusion vermitteln, es gehe immer weiter. Mit den Büchern. Ein Blick in den norwegischen Gastlandpavillon auf der Buchmesse in Frankfurt.
Die Besucher treffen auf zwei verspiegelte Wände, die einem die Illusion vermitteln, es gehe immer weiter. Mit den Büchern. Ein Blick in den norwegischen Gastlandpavillon auf der Buchmesse in Frankfurt.
Der stille Imker und das Bienenvolk aus dem Libanon: Heinrich Deterings Gedichtband „Untertauchen“
Mit der Ausstellung „Die Armbrust – Schrecken und Schönheit“ rückt das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin eine Waffe ins Rampenlicht, die seit fast 500 Jahren mehr Kunstobjekt denn Seelenräuber ist.
Sascha Andersons Gedicht, das auf einer sowjetischen Geschichte beruht, erschien bislang nicht im Druck. Der Dichter nutzte sein „Übungsstück“ gerne auf Lesungen.
Auf der Buchmesse wird in diesem Jahr viel von Norwegen die Rede sein. Von welchen Büchern und Autoren redet ein norwegischer Kritiker? Fragen an Bernhard Ellefsen von der Wochenzeitung „Morgenbladet“.
Beim Poetry Slam messen sich im Frankfurter Liebieghaus vier Künstler. Doch die Wortgefechte sind eher gemütlich als hitzig. Man muss sich überraschen lassen. Denn nichts ist in Stein gemeißelt, meinen die Veranstalter.
Nicht nur das alte, auch das neue Drama lebt: Ein Aufruf zur Stärkung der zeitgenössischen Dramatik.
Ein gut 100 Jahre altes Künstlerhaus dient als temporäres Heim für Schriftsteller, die sich mit ihrer Umwelt auseinandersetzen. Den Anfang macht Marion Poschmann – die dem Großstadtleben für drei Monate den Rücken zukehrt.
Die Villa del Balbianello in Lenno ist einer der schillerndsten Orte am Comer See: Kardinalsresidenz, James-Bond-Filmkulisse, vor allem aber Refugium eines rastlosen Forschungsreisenden.
Habermas hält Hof, Langhans fährt Fahrrad, Enzensberger überstrahlt das trübe Wetter: Schwabing ist seit jeher Münchens Ort des Geistes und der Libertinage. Doch lebt der Mythos noch, oder steht er kurz davor, in Ruhestand zu gehen?
Wie ist das Verhältnis von Gewalt und Sprache? Tut der Sprache Gewalt an, wer für den Verzicht bestimmter diskriminierender Wörter plädiert? Eine Erwiderung auf Olga Martynova.
Literaturgrüße aus dem Buchmessengastland: In der norwegischen Stadt Bergen blühen Lyrik, Prosa und Jazz – obwohl Autoren wie Tomas Espedal ihre Heimat manchmal verfluchen.
Zwillingsfeinde: Volker Weidermann zeichnet das Verhältnis zwischen Günter Grass und Marcel Reich-Ranicki nach und beschränkt sich dabei aufs Loben und Paraphrasieren. Welche wesentlichen Fragen hat er verpasst?
Wenn alles den Styx hinuntergeht, muss einer da sein, der die Dinge festhält: Günter Kunert, ost-west-deutscher Lyriker von Rang, bot den Umschwüngen der Geschichte mit seinem Werk die Stirn.
Seine Familie wurde in der NS-Zeit verfolgt, zahlreiche Angehörige wurden ermordet. In DDR war er ein politischer Dissident. Geschrieben und gedacht hat er im Geiste Heinrich Heines. Nun ist der Dichter Günter Kunert im Alter von neunzig Jahren gerstorben.
In den Rüsselsheimer Opelvillen wird vom 25. September an eine Doppelausstellung mit Konkreter Poesie und Konkreter Kunst gezeigt. Hier finden sich keine Schnörkel, dafür aber Abstraktion.
Wie wird das enden? An der inneririschen Grenze droht mit dem Brexit das Wiederaufflammen nationalistischer Konflikte. Auf einer Tagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Belfast ist die Sorge darüber zentrales Thema.
Sofa statt Sprechpult, Bier statt Wasserglas: Wenn sich die Literatur der Bühne entzieht. Ein Gespräch mit den Organisatoren des Festivals der Unabhängige Lesereihen (ULF) in Nürnberg.
Auf trunkenen Poetenpfaden: Ersan Mondtag inszeniert Bertolt Brechts Stück „Baal“ am Berliner Ensemble – gespielt von Stefanie Reinsperger.
Vor zweihundert Jahren wurde Clara Schumann geboren. Neue CDs stellen sie als Komponistin und als Pianistin vor. Ihre Musik erzählt vom Glück des Schwebens ebenso wie von der Beklemmung des Unsicherseins.
Das trübe Naturgedicht des schwedischen Nobelpreisträgers Tomas Tranströmer bleibt so rätselhaft – man muss es immer wieder lesen.
Aufschrei einer Generation oder Spaßsong eines prekär Beschäftigten, der geduldig auf den Durchbruch wartet? In Becks Versager-Hymne passt eigentlich nichts zusammen, doch er trifft genau den richtigen Ton.
Franz Kafka und Georg Trakl sind sich nie begegnet. Doch gibt es Parallelen zwischen den beiden melancholischen Schriftstellern. Was Kafka an Trakl interessierte.
Der britische Schriftsteller Martin Amis ist gnadenlos und ehrlich – gegen sich selbst und andere. Für seine Schärfe ist er berühmt, mit politicial correctness darf man ihm nicht kommen. Heute wird er siebzig.
Arbeit am narbengesichtigen Sudelbrett der Poesie: Hamburg zeigt die erste große Ausstellung zu Leben und Werk des Dichters Peter Rühmkorf im Altonaer Museum. Das wurde auch Zeit.
Vor 200 Jahren erschien Goethes Gedichtsammlung „West-östlicher Divan“. Aus diesem Anlass zeigt das Frankfurter Goethe-Haus eine Ausstellung zur Entstehungsgeschichte dieses interkulturellen Werks.
Wenn wir die politischen Wunden heilen wollen, müssen wir unser kulturelles Gedächtnis erweitern: Die DDR war nicht nur ein Unrechtsstaat, sondern auch ein Ort, an dem ästhetische Experimente stattfanden.
Vor zweihundert Jahren erschien Goethes „West-östlicher Divan“. Um ihn schreiben zu können, machte sich der Dichter auf die Suche nach einer Frau. Er fand eine kongeniale Partnerin. Ein Gastbeitrag.
Vor zweihundert Jahren sind in Manchester zum Teil betrunkene Bürgermilizen und Husaren mit gezogenem Säbel über Demonstranten hergefallen. Shelley schrieb darüber ein Gedicht, dessen Schlussstrophe weltweit bekannt wurde.
Karin Fellners Lyrik mag Verstand und Sprachgefühl herausfordern – und ist doch rund und schön. Ihre kluge, detailversessene Arbeit an ihrem fünften Gedichtband hat sich ausgezahlt.
Dieter Böhler, Professor an der Hochschule Sankt Georgen, verfasst einen Kommentar über die ersten 50 Psalmen. Die alttestamentarische Lyrik fand sogar Eingang in die Popkultur.
Seine zeitlosen Geschichten von „Latte Igel“ haben Generationen von Jugendlichen begleitet. Sebastian Lybeck hat darin zuletzt auch einen ganz persönlichen Schicksalsschlag verarbeitet. Jetzt ist er neunzig geworden.
Der Tesla-Gründer Elon Musk will jetzt das menschliche Gehirn mit künstlicher Intelligenz ausstatten. Die Experten sind skeptisch. Über den immer stärker werdenden Druck, menschliches Denken den Möglichkeiten des Computers anzupassen.
Mirko Bonné nähert die Form seines Gedichts konsequent seinem Inhalt an. Namen, Versgruppen und Leerzeilen richten sich nach dem Aufbau eines Parks in Shanghai.
Keiner teilte so generös seinen Enthusiasmus für Literatur: Zum Tod des Journalisten, Essayisten und Dichters Peter Hamm.
Mit einem Stipendium des Deutschen Studienzentrums dürfen Künstler drei Monate lang in einem venezianischen Palazzo leben. Der Dichter und Prosaautor Thomas Kunst scheitert auf poetische Weise an der Serenissima.