Die Geburtsstunde des Rap?
Vor fünfzig Jahren vertonte Gil Scott-Heron sein berühmtestes Gedicht zum ersten Mal. Es wirkte stilbildend für minimalistische Musik mit Sprechgesang.
Vor fünfzig Jahren vertonte Gil Scott-Heron sein berühmtestes Gedicht zum ersten Mal. Es wirkte stilbildend für minimalistische Musik mit Sprechgesang.
Was ist der Gegensatz zwischen dem „Schweigen des Todes“ und den Lauten des Lebens? Die walisische Lyrikerin Deryn Rees-Jones dichtet dazu eine moderne Hymne.
Ist denn schon Weihnachten? Überall in Frankfurt liegen Weihnachtsbäume. Zum einjährigen Bestehen der Landtagsregierung gibt es eine Analyse. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.
Der Blick von außen mit dem Wissen von innen: Ein Gespräch mit dem irakischen Schriftsteller Sinan Antoon über die Zukunft seines Heimatlandes.
Zeitreise in Briefen: Barbara Wiedemann hat einen Querschnitt aus Paul Celans umfangreicher Korrespondenz ediert. Identifiziert wird die Geliebte „Hannele“.
„Faction“ zählt neuerdings mehr als „Fiction“. Was bleibt von der Kunst, wenn die Künstler den Fiktionen nicht mehr trauen und ihre Werke mit Realität aufladen? Ein Einspruch.
Kaum jemand hat ein Gedicht über eine öffentliche Toilette geschrieben. In der scheinbar heiteren Sprache von Ernst Jandl liest es sich als Plädoyer für ein wenig Entspanntheit in Geschlechterfragen.
Der Mann, der „Stoner“ war: So beschreibt Charles J. Shields den Schriftsteller John Williams in einer Biographie, die ihre Bewunderung nicht verbirgt.
Seht, was er erfunden hat! Das neue Jahre beginnt mit Versen, in denen die Poesie im Spiel von Sinn und Klang zu sich selbst kommt: Hier wird mit Lust gedichtet.
Je weiter die Zeit voranschreitet, umso geringer wird für Erdogan die Aussicht, Wahlen zu gewinnen. Jetzt lassen altbekannte Versprechungen des türkischen Präsidenten Neuwahlen vermuten.
In Bachs Kantaten und Passionen war er unvergleichlich: Zum Tod des Tenors Peter Schreier, der sensible Männlichkeit mit Spiritualität verband.
Über das Erbe des Kolonialismus und Raubkunst schrieb er schon vor fast vierzig Jahren. Doch nicht nur bei diesem Thema war der Feuilletonist Mathias Schreiber anderen weit voraus. Jetzt ist er im Alter von 76 Jahren gestorben.
Das Leben von Heinz Piontek im Schatten des Krieges ist beispielhaft für viele Angehörige seiner Generation. Sein Gedicht handelt von Flucht und Vertreibung, die er am eigenen Leib erfuhr.
Neunundsiebzig Uraufführungen und dreißig österreichische Erstaufführungen: Das Festival Wien Modern hält starke Plädoyers für die Musik der Gegenwart.
Das Deutsche Filmmuseum Frankfurt widmet Maximilian Schell eine große Schau und ein Buch. Er gehört zu den wenigen deutschsprachigen Schauspielern, die in Hollywood erfolgreich waren.
Libanon, Hongkong, Bolivien, Kolumbien, Chile, Irak, Iran: Überall begehren Menschen auf. Wir haben Autoren, die mittendrin sind oder waren, gefragt: Worum geht es euch? Und was hat das mit uns im Westen zu tun?
Am kommenden Dienstag erhält Peter Handke den Literaturnobelpreis. Wofür? Wir betrachten die verschiedenen Aspekte seines Schaffens.
Der Fall des wegen Sexualdelikten verurteilten Musikwissenschaftlers Siegfried Mauser zieht auch Institutionen in Mitleidenschaft, die nichts damit zu tun haben. Das Münchner Lyrikkabinett etwa, das eigentlich nur Geburtstag feiern wollte.
Verena Ullmann dichtet konsequent Niederbayerisch. Das mag ihr Publikum amüsieren, ist ihr selbst aber absolut ernst. Über eine, die mit dem Klang des Dialekts spielt.
Drei Jahre nach Leonard Cohens Tod erscheint ein allerletztes Album, fertiggestellt von seinem Sohn Adam. Wir hören Flamenco und ein Vermächtnis aus Bitternis und Witz.
Das Ewiggleiche im Menschen: Die kanadische Schriftstellerin und Dichterin Margaret Atwood wird 80 – in einem Jahr, das für die gefeierte Autorin voller Höhen und Tiefen war.
Samuel Beckett wird von vielen als einer der dunkelsten Autoren des zwanzigsten Jahrhunderts gesehen. Diese minimalistischen Verse aber zeigen seinen unerschöpflichen Humor.
Mit einem aufsehenerregenden Experiment hinterfragte die Dichterin Claudia Rankine die Privilegien weißer Männer. In Berlin erklärt sie nun, was es mit dem Weißsein auf sich hat.
Mit „Der Gott der Stadt“ schreibt Christiane Neudecker eine Hommage an den jung verstorbenen Lyriker Georg Heym. Das Werk ist gleichzeitig Künstler-, Wende- und Berlin-Roman – und fragt, was echte Genies ausmacht.
Sieben Jahre lang währte die wechselseitige Wertschätzung von Tagore und Deutschland. Dann galt der Literaturnobelpreisträger den Nationalsozialisten als „entartet“ – als Maler.
„Wir drucken nur Bücher, die wir selber lesen möchten“ – so kündigten Hans Magnus Enzensberger und der Verleger Franz Greno 1985 die „Andere Bibliothek“ an. Eine Würdigung des Feuilletons zum 90. Geburtstag ihres einstmaligen Herausgebers.
Proteus ist nichts gegen ihn: Zum neunzigsten Geburtstag des vielseitigsten deutschen Schriftstellers.
Wenn Bob Dylan Countrymusik macht, ist klar, dass er keine Countrymusik macht: Die Bootleg-Lieferung aus den Jahren 1967 bis 1969 offenbart Duette mit Johnny Cash und einen neuen Blick auf Dylan.
Vor dem wohl übelsten literarischen Shitstorm des neunzehnten Jahrhunderts floh August von Platen ins italienische Exil. Seine präzisen Verse sind ein Meisterwerk erzählender Dichtkunst.
Fußball-Hymnen sind oft nicht gerade lyrische Perlen. Wenn ein Bergbaulied, das viele mit einem bestimmten Verein verbinden, zum Kulturerbe würde, könnte das auch bei Rivalen Begehrlichkeiten wecken. Was blüht uns da? Eine Glosse.
Auf ebenso kluge wie liebevolle Weise bringt das Theater Regensburg eine kostbare Rarität auf die Bühne: die Oper „La fida ninfa“ von Antonio Vivaldi.
Mitte der Siebziger war Peter Rühmkorf von Zweifeln geplagt. Zehn Jahre lang konnte er keine Gedichte schreiben, bis er sich in der Begegnung mit einem mittelalterlichem Lyriker wiederfindet.
Achtung: Heute ist Mangatag auf der Buchmesse! Für wen das nicht in Frage kommt, der findet hier ein paar Anregungen.
Die englische Rap-Poetin Kate Tempest spricht über ihre Kreativität, ihr neues Album „The Book of Traps and Lessons“, ihr Vorbild Björk und die Energie des heiligen Ortes South London.
Ein Lichtstrahl aus dem Norden: Bei Guggolz erscheinen die norwegischen Klassiker „Das Eis-Schloss“ von Tarjej Vesaas und „Ein Flüchtling kreuzt seine Spur“ von Aksel Sandemose in neuer Übersetzung.
Die Besucher treffen auf zwei verspiegelte Wände, die einem die Illusion vermitteln, es gehe immer weiter. Mit den Büchern. Ein Blick in den norwegischen Gastlandpavillon auf der Buchmesse in Frankfurt.