Du musst aus deiner Gegend alles holen
Sein Versgedächtnis ist sagenhaft: Kleine Schriften des Wallstein-Verlegers Thedel von Wallmoden.
Sein Versgedächtnis ist sagenhaft: Kleine Schriften des Wallstein-Verlegers Thedel von Wallmoden.
Im Bewusstsein der Gegenwart steht die Atombombe für die Irrwege der Neugier und des instrumentellen Denkens. Eine neue Sicht scheint unmöglich. Christopher Nolans großer Kinofilm „Oppenheimer“ riskiert sie dennoch.
Als „Der Landarzt“ wurde er zum Publikumsliebling, mit der „Tatort“-Episode „Reifezeugnis“ hat er Fernsehgeschichte geschrieben. Nun ist der Schauspieler Christian Quadflieg gestorben.
Nach dem Deutschen Buchpreis und dem Preis der Leipziger Buchmesse erhält Lutz Seiler nun den prestigeträchtigen Georg-Büchner-Preis.
Wozu Lyrik? Es gibt keinen vernünftigen Grund, Gedichte zu schreiben, der Antrieb, es doch zu tun, wurzelt im Unsichtbaren. Eine Dankesrede zum Konrad-Adenauer-Preis.
Lutz Seiler hat auf selbstausgelegten Schienen den Zug vom Gedicht zum Roman genommen, der Stationen unserer Zeitgeschichte verbindet. Der Büchnerpreis dafür ist hochverdient.
Mit Lutz Seiler hat die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung einen längst für diese Ehrung überfälligen Dichter ausgesucht. Als Romanautor ist er ein Publikumsliebling. Seinen Erfolgsweg hat er als Lyriker begonnen.
Orthodoxer Dschihad: Russlands vom Staat aggressiv geförderte Z-Poeten verherrlichen den Krieg gegen die Ukraine und den Westen. Dabei geht es um Macht, professionelle Standards spielen eine untergeordnete Rolle. Ein Gastbeitrag.
Die ukrainische Schriftstellerin Victoria Amelina dokumentierte Verbrechen an Frauen und fiel nun selbst einem zum Opfer. Über die Trauer, eine magische Illusion und das Schreiben zwischen Schrei und Schweigen.
Das Herz der Finsternis schlug schon in den Ardennen: Amélie Nothombs Roman „Der belgische Konsul“ über das Leben ihres Vaters ist ein virtuoses Spiel mit der Fiktionalisierung von Realität.
Sie kämpfen nicht an der Front, aber in ihren Unternehmen, auf Lesungen, in Zügen. Sie arbeiten. Halten alles am Laufen. Begegnungen mit den neuen Ukrainerinnen in Kiew und Lemberg.
Was sagt die Natur zu unserer Liebe, wie greift der Mythos in unser Leben ein? Doris Runges Lyrik verfolgt diese Fragen seit vielen Jahren auf brillante Weise. An diesem Samstag feiert sie ihren 80. Geburtstag.
Friederike Reents analysiert das Gedicht „großer ameisenbär“ von Sabine Scho.
Ein burleskes Vexierspiel mit unendlichem Titel („Die Reise des gelehrten Doktor Leonardo und seiner zukünftigen Geliebten, der schönen Alceste, in die Slobidische Schweiz“), verfasst vom 1937 erschossenen ukrainischen Schriftsteller Mike Johansen.
Lyrik im Anthropozän: Ein apokalyptisches Szenario im brasilianischen Regenwald veranschaulicht, was passiert, wenn ökologische Systeme zerstört werden. Schwarzer Humor sengt dabei auch den Leser an.
Werkzeug zum Erwachsenwerden, kulturindustrieller Fetisch, „toxisches Schönheitsideal“, Quelle unzähliger Comics und Filme und allgegenwärtige Pop-Halbgöttin: Was hat es eigentlich mit Barbie auf sich?
Von Stanisław Barańczak, einem der bedeutendsten Dichter der polnischen „Neuen Welle“, erscheinen die literaturkritischen Skizzen „Ethik und Poetik“.
Wird der Westen angesichts seiner Herausforderungen anständig bleiben? Die Europäischen Wochen Passau erinnern an den Kontinent als geistigen Raum, in dem Debatte und Spiritualität zusammen gehören.
Er lebte lange in Frankreich und schrieb auf Französisch. Auf sein berühmtestes Buch musste man in seinem Geburtsland Jahrzehnte warten. Über das Verhältnis der Tschechen zu Milan Kundera.
Aus der Bewegung in fast meditative Stille: Heinrich Deterings neunter Gedichtband, „An der Nachtwand“, überzeugt durch Reflexion und Empathie.
Noch bevor er als Sänger und Dichter zum Star wurde, war er es als Rebell. Und als die DDR ihn ausbürgerte, verlor sie ihre Zukunft: Das Deutsche Historische Museum zeigt die Lebensbilanz von Wolf Biermann.
In der FAS-Rubrik „Vier Fragezeichen“ verrät in dieser Woche der Lyriker und Literaturprofessor Dirk von Petersdorff, was er liest, sieht und hört.
Jan Brachman analysiert das Gedicht „Roggen reift“ von Afanassi Fet.
Unser täglich Brot: Dieses Gedicht eines russischen Giganten der Poesie entwickelt Wucht und Tiefe – durch seine Schlichtheit, seine Musikalität, seinen Rhythmus.
Viele unterschätzen ihn, als Schlagersänger und Hitfabrikanten. Dabei ist er ein ernstzunehmender Chansonnier und Komponist. Toto Cutugno wird achtzig
Sie waren das berühmteste männliche Liebespaar der Literaturgeschichte und stammten beide aus den Ardennen. Arthur Rimbaud und Paul Verlaine hassten ihre Heimat und doch zog es sie immer wieder dorthin zurück.
AC/DC ist es in ihrer langen Karriere gelungen, mit einfachen Mitteln unverwechselbar zu werden. Eine Dokumentation auf Arte zeichnet die Geschichte der Band nach und erklärt, warum sie so erfolgreich ist.
Akademiker der drittgrößten deutschen Industrie geben ihren Arbeitgebern im Schnitt eine „3“. Je nach Konzern variiert die Zensur stark. An der Spitze ein Unternehmen aus Mainz.
Schreiben, zuhören, diskutieren: Beim Kollektiv sexyunderground arbeiten Nachwuchsautoren gemeinsam an ihren Texten. Höhepunkt ist die Lesung vor Publikum.
Statt Romane zu schreiben, hat sie Kriegsverbrechen russischer Militärs dokumentiert: Zum Tod der ukrainischen Menschenrechtsaktivistin Viktoria Amelina, die bis zuletzt als Freiwillige für ihr Land im Einsatz war.
Poesie und Beklemmung: Grigory Sokolov entdeckt beim Klavierfestival Ruhr die Lyrik von Henry Purcell und raubt Mozart den Atem.
Bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur legt die Jury neue Maßstäbe an – und streitet heftig. Den Bachmannpreis gewinnt Valeria Gordeev.
Nach dem Trauma kehrt die Sprache zurück: Der ukrainische Dichter Serhij Zhadan spricht in Potsdam über Poesie in Kriegszeiten und beschwört die Geister ermordeter Dichter. Aus deren Versen macht er Disco-Rap zum Mitsingen.
Marleen Stoessel analsiert das Gedicht „Die zwei Affen von Breughel“ von Wisława Szymborska.
Übersetzungskunststück: Marion Poschmanns und Yoko Tawadas Anthologie „Eine raffinirte Grenze aus Licht“ junger japanischer Dichtung.