Er versöhnt uns mit den Mythen
Er ist ein Regisseur, der die Schönheit wirklich will, mit utopischem, ja heiligem Ernst. Das brachte ihm Ruhm vor allem im Ausland: Zum achtzigsten Geburtstag des Regisseurs Hans-Jürgen Syberberg.
Er ist ein Regisseur, der die Schönheit wirklich will, mit utopischem, ja heiligem Ernst. Das brachte ihm Ruhm vor allem im Ausland: Zum achtzigsten Geburtstag des Regisseurs Hans-Jürgen Syberberg.
Der Berliner Historiker Paul Nolte hat seinen Nachruf auf den 1931 geborenen und 2014 verstorbenen Hans-Ulrich Wehler zu einem aufschlussreichen Buch erweitert, das nur eine „Annäherung“ an den „Innovator und Avantgardisten früherer Zeiten“ sein soll.
Beim Jahrestreffen der deutschen Politologen gibt es ein Beben. Die Vorstandwahl eskaliert. Einig sind sich die Wissenschaftler in einem: Übertriebene Anti-Terror-Politik bedroht die Legitimation des Staates. Aber wie steht es um die der politischen Wissenschaft?
Anders als etwa in den Vereinigten Staaten oder in Skandinavien hatte sich der Protestantismus in Deutschland mit der Demokratie als Staatsform ungleich schwerer getan. Manches Ressentiment ist noch heute zu spüren.
Die Deutschen sind wieder hässlich. Warum? Vielleicht sind sie jetzt aus dem gleichen Grund die Bösen, aus dem sie bislang noch die Guten waren: Sie interessieren sich letztlich nur für sich.
Griechenland als guter Wille und Vorstellung: In einer Situation objektiver Ratlosigkeit gehört es zur Rolle von Intellektuellen und Technokraten, sich ganz sicher zu sein.
Schon mal gehört? Ein Unternehmen namens Palantir soll 20 Milliarden Dollar wert sein. Doch nicht der hohe Wert macht das Unternehmen so interessant, sondern vor allem seine Geldgeber: Ein berühmter Deutsch-Amerikaner - und die CIA.
Der Historiker Gerhard A. Ritter, der im Alter von 86 Jahren gestorben ist, schuf in seinem Werk ein Bild der politischen Leistungen seiner Generation.
Auf einer Siegener Tagung zu Heideggers „Schwarzen Heften“ waren fast nur Gegner des inkriminierten Philosophen geladen. Wie kam es, dass sie trotzdem mit einem Punktsieg Heideggers endete?
Die öffentliche Präsenz von Religion in Deutschland bewegt sich in diesen Tagen zwischen Trost und Terror. Soll sie deshalb Privatsache werden - oder ihr Wahrheitspotential offensiver zur Geltung bringen? Eines ist sicher: Mehr denn je brauchen wir in Deutschland wie in Europa Orte und Zeitpunkte der öffentlichen Auseinandersetzung mit Religion.
Gentechnik, wir müssen reden: Die Biomediziner sind sich selbst nicht mehr geheuer. Nach den ersten Manipulationen an Keimbahn-Zellen steht fest, dass Menschenzüchtung keine Hypothese mehr ist.
Was Pegida an Empörung auf die Straße bringt, findet man online schon lange: Furor gegen die etablierte Politik und die Medien. Wie geht es jetzt weiter?
In Deutschland formiert sich eine Gruppe von Menschen, die überall Lügen sehen. Sie hassen den Westen, misstrauen der Presse, und den Politikern sowieso. Und sie lieben Putin. Wer sind sie?
Ausgerechnet die Nachkriegsjahre werden von der Linken heute als goldenes Zeitalter verklärt. Denn da gab es viel Gleichheit und soziale Wärme. Woher kommt die Sehnsucht nach Geborgenheit?
Hans-Ulrich Wehler lieferte Habermas die Stichworte, prägte den Stil zahlloser Forscher - und war immer bereit zum intellektuellen Duell. Jetzt ist der bedeutendste Historiker der Bundesrepublik im Alter von 82 Jahren gestorben.
Soll Deutschland sich stärker in der Welt engagieren? Auch militärisch? Viele Bürger sind skeptisch. Führt uns dies in neue, endlose Kriege? Eine Prüfung unserer Geschichte legt eine Antwort nahe.
Der Meister aller öffentlichen Debatten: Niemand hat die Streitkultur dieses Landes so befeuert wie Jürgen Habermas. Am Mittwoch wird er fünfundachtzig. Die Anatomie einer einzigartigen Karriere.
Übergriffige exekutive Macht, undemokratische Selbstermächtigung, Missachtung des Wählervotums: Wie Jürgen Habermas die Wirklichkeit der Europawahl feuilletonmäßig auf den Kopf stellt.
Die Kanzlerin hat sich hinter Jean-Claude Juncker gestellt - doch die Zukunft der Demokratie in der EU hängt nicht davon ab, dass er Kommissionspräsident wird. Jürgen Habermas irrt.
Die öffentliche Erregung über das Verhalten der Kanzlerin bei der Suche nach einem Kommissionspräsidenten verkennt das Wesen von Politik. Eine Analyse.
Der Philosoph Jürgen Habermas ist alarmiert: Sollten die Regierungschefs Europas bei der Wahl des Kommissionspräsidenten das Wählervotum tatsächlich missachten, sieht er das als einen Angriff auf die Demokratie.
Längst tobt die digitale Revolution. Doch unsere politischen Repräsentanten kämpfen nicht für Freiheit und Autonomie, sondern feiern noch die bedenklichsten Gadgets der Datenhändler. Höchste Zeit, sich dem Versuch einer Programmierung der Gesellschaft und des Denkens zu widersetzen.
Belabbes Benkredda aus Frankfurt hat für seine tunesische Videoplattform einen Preis bekommen, den schon Bill Clinton gewann. Geholfen hat dem Frankfurter dabei Jürgen Habermas. Und sein Französischlehrer an der Musterschule.
Jürgen Habermas gilt als großer Kämpfer für eine friedliche und soziale Zukunft Europas und wird dafür mit dem Kasseler Bürgerpreis „Glas der Vernunft“ gewürdigt.
Als Giorgio Agamben kürzlich das „lateinische Reich“ gegen die deutsche Wirtschaftsmacht in Europa anrief, gingen die Reaktionen weiter, als der Vorschlag
Ob die Demokratie in einer Krise steckt oder nicht, hängt - wie so viel - von der Perspektive des Beobachters ab. Unstrittig ist aber, dass sich die Legitimitätsachsen demokratischen Regierens verschieben.
Die europäische Einigung folgte der Logik, dass Integration stets Vorrang haben müsse vor Demokratie. Mit dieser Geschichte ist jedoch keine Zukunft mehr zu gewinnen. Der Vorrang des Integrations- vor dem Demokratiegedanken ist vielmehr dafür verantwortlich, dass Europa heute von vielen eher als Bedrohung denn als Fortsetzung der Demokratie wahrgenommen wird. Dabei darf es nicht bleiben.
Nationalstaatliche Souveränität ist im Lauf der Eurokrise in Verruf gekommen. Zu Unrecht. Nichts schützt die Demokratie besser. Von Rainer Hank.
Hans Magnus Enzensberger hat einmal gespottet, man bekomme als Autor die Preise meistens dann, wenn man das Preisgeld nicht mehr brauche.
Im Streit um die Zukunft des Suhrkamp-Verlags veröffentlichen mehr als 160 Autoren und Übersetzer aus dem Wissenschaftsprogramm des Hauses den folgenden Appell.
Der Zauber der Worte verbindet: Eine Tagung zur Bedeutung der Sprache in der Kritischen Theorie findet einen erstaunlichen Konsens zwischen Adorno und Habermas.
Bisher sind alle Krisen der Einigung Europas durch eine Verlagerung der Probleme und Ihrer Lösungen in die Brüsseler Institutionen bewältigt worden. Jetzt sind die Bürger dran.
Die Philosophie ist ein Kampfplatz und keine Tonne in der Sonne. Dabei geht es nicht nur um Ideen und Begriffe, sondern auch um Eitelkeiten.
Ein größerer europäischer Staat allein ist keine Lösung, wenn er den wahren Souverän aus den Augen verliert. Oskar Lafontaine antwortet auf die Forderung nach einem europäischen Verfassungskonvent.
Zum Abitur bekam ich ein sehr dickes Buch aus dem Suhrkamp-Verlag geschenkt, fast tausend Seiten endlos verkettete Sätze, nachgestellte Infinitive und
Kein Tag vergeht ohne neue Zeitdiagnose. Muss man Autor solcher Texte sein, um Intellektueller genannt werden zu können? Der Polemiker Karl Heinz Bohrer ist das Gegenbeispiel.