m.E.
Was soll die Floskel „Wenn ich mich nicht irre“? Wer irrtumsanfällig auftritt, spricht sich von dem Verdacht los, ein Lügner, Trickser und Täuscher zu sein.
Was soll die Floskel „Wenn ich mich nicht irre“? Wer irrtumsanfällig auftritt, spricht sich von dem Verdacht los, ein Lügner, Trickser und Täuscher zu sein.
„Melusine Huss“, den Namen gab sich Frankfurts legendäre Buchhändlerin einst selbst, galt als Kulturinstitution in Frankfurt. Vor 100 Jahren wurde sie geboren.
Von der Erfahrung, in einem solchen Land gelebt zu haben: Welcher Schluss ist aus den letzten 30 Jahren zu ziehen? Über die späten Lehren des Gemeinwesens.
Mitregieren soll die AfD nicht, aber sie ist jetzt da: Für Jürgen Habermas markiert Angela Merkels Machtwort zur Ministerpräsidentenwahl in Thüringen eine historische Zäsur.
Was alte Linke über Minderheiten sagen, finden junge Linke rassistisch. Und was die Jungen sagen, galt bei den Alten früher als Vorstufe des Faschismus. Es geht ein tiefer Riss durch das linke Lager.
Ungleichbehandlung im Alltag +++ Völkermord +++ Buchbesprechung „Für ein Europa der Bürger!“
Prominente Staatsrechtler haben zu Anfang der Corona-Krise vor einer „Gesundheitsdiktatur“ gewarnt. Ihre Äußerungen werden von wirren Geistern dankbar aufgenommen. Ein Gastbeitrag.
Die jüngere Rezeptionsgeschichte von Corona zeigt: Selbst Virologen werden letztlich nach ihrem Aussehen bewertet.
Wie verhalten sich Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, sich von sich selbst zu distanzieren? Zum neunzigsten Geburtstag von Ernst Tugendhat, dem störrischen Philosophen.
Der Islam trägt mittlerweile erheblich zur Veränderung der Rolle von Religion in Deutschland bei: Auf die zunehmende Sichtbarkeit muslimischer Symbole reagiert das Gemeinwesen mit deren Ausschluss aus immer weiteren Bereichen von Staat und Gesellschaft. Doch was ist damit gewonnen?
Jean-François Lyotards Abhandlung über die Postmoderne von 1979 liest sich heute noch erstaunlich und frisch in ihrem Plädoyer für eine Wissenschaft – die beweisen muss, dass sie anderes kann als komplexe Maschinen.
Das große Alterswerk des Philosophen Jürgen Habermas liegt vor: Eine immens belesene Abhandlung über die Frage, wie viel vom Glauben in Wissen überführt werden kann – und bereits überführt worden ist.
Habermas hält Hof, Langhans fährt Fahrrad, Enzensberger überstrahlt das trübe Wetter: Schwabing ist seit jeher Münchens Ort des Geistes und der Libertinage. Doch lebt der Mythos noch, oder steht er kurz davor, in Ruhestand zu gehen?
Die synthetische Biologie verlässt die Labore: Die neue Gentechnik verspricht das Re-Design ganzer Gattungen. Die biopolitische Utopie vom Leben-Machen könnte sich erfüllen – doch in der Öffentlichkeit ist es gespenstisch ruhig.
Heute vor 50 Jahren starb Theodor W. Adorno, Gründungsvater der Kritischen Theorie und Haupt der Frankfurter Schule. Kein anderer Philosoph ist so eng mit der Stadt verbunden, für die er eine geradezu zärtliche Zuneigung empfand.
Gerade rechtzeitig: Paul Gilroy, bekannt geworden mit seinem Buch über den „Schwarzen Atlantik“, wird in London erster Direktor eines Zentrums zum Studium von Rasse und Rassismus.
1968 plante Siegfried Unseld mit dem späteren Bundesinnenminister Werner Maihofer und dem Frankfurter Zivilrechtler Rudolf Wiethölter als Herausgebern eine juristische Zeitschrift neuen Stils. Warum wurde nichts daraus?
Die Philosophin Svenja Flaßpöhler ist eine vielgefragte Autorin. Sie hat auch viel zu sagen, besonders über Jürgen Habermas. Aber hat sie sich das auch gut überlegt?
Wir können nicht einerseits auf denkbar großem Fuß leben, aber die Konfrontation mit den ökologischen und sozialen Folgekosten bequem von uns weisen. Ein Gastbeitrag zur Philosophie des Klimawandels.
Der Begriff ist negativ besetzt, auch und gerade zur Zeit. Ob sich das nach Lektüre dieses Buches ändert?
Der Philosoph erinnert in Bad Homburg an die Chancen Europas. Wo er die Krise in den Blick nimmt, macht er die Rechnung aber ohne Wolfgang Schäuble.
Zusammen mit Jürgen Habermas öffnete er die Kritische Theorie für neue philosophische Impulse seiner Zeit. In seinen späten Werken dominierte die Sprachphilosophie. Zum Tod von Albrecht Wellmer.
Für die momentanen Probleme der EU sei Helmut Kohl mitverantwortlich, sagt der Philosoph Jürgen Habermas. Die Politik der Loyalität des Altkanzlers werde durch Angela Merkel fortgeführt.
Zwischen Kriegsberichterstattung und Reportage: In der Redaktion der F.A.Z. fanden die Ereignisse des Jahres 1968 ein ebenso lebhaftes wie geteiltes Echo. Auch intern wurde die Machtfrage gestellt. Ein Gastbeitrag.
Das Jahr 1968 in rückblickender Überhöhung. Wie Beteiligte heute die Dinge sehen
Emmanuel Macron hat seine Idee für ein neues Europa vorgestellt. Derweil sind Frankreichs Intellektuelle entsetzt, wie der Präsident das eigene Land umkrempelt. Ihre Tiraden bestimmen das Bild in der Presse.
Eine Meinung hat jeder, und jeder kann mitmachen: Das vermeintlich herrschaftsfreie Internet hat eine deliberative Demokratie hervorgebracht. Ist sie auch gut?
Nach Trump scheint alles möglich: Gewinnen Rechtspopulisten die Wahlen in den Niederlanden und in Frankreich, stehen die Europäische Union und ihre Währung auf dem Spiel.
Ein Appell an die Meinungsfreiheit: Joachim Gauck hält seine letzte große Rede als Bundespräsident und betont, dass die liberale Demokratie sich riskieren muss, um zu überleben.
Im Grundgesetz steht das Gebot religiös-weltanschaulicher Neutralität des Staates nicht. Woraus wird dieser objektivrechtliche Grundsatz also hergeleitet? Was bedeutet er inhaltlich genau? Gibt es Einwände? Kann er in den aktuellen Debatten weiterhelfen?
Der Soziologe Jürgen Habermas hat einmal skizziert, wie ein Gespräch aussehen müsste, das buchstäblich nur in der Gesellschaft stattfindet. Doch was käme bei einem solchen Diskurs heraus?
Wie wir den Frieden wiedergewinnen, den die Demokratie zur Voraussetzung hat, das Gemeinwesen, das seine Angelegenheiten durch öffentlichen Streit regelt: Die Reporterin Carolin Emcke nimmt den Friedenspreis entgegen.
Für die einen ist es ein „Gotteswerkzeug“, für die anderen der vermessene Versuch, „Gott zu spielen“: das genomchirurgische Verfahren CRISPR-Cas9. Eine Haltung des „Alles oder nichts“ ist den neuen Möglichkeiten nicht angemessen. Abzuwägen sind Chancen und Risiken.
Ein Soziologe rät, sich zu vernetzen, um handlungsfähig zu bleiben. Je globaler, desto besser. Das geht schneller, wenn man sich aus älteren Kollektiven löst.
Bereits 1982 war die Historische Kommission beim Bundesvorstand der SPD ins Leben gerufen worden, und es waren vor allem SPD-nahe Historiker, die wie selbstverständlich davon ausgingen, ein Monopol zu besitzen, um die Erinnerung zu füllen und die Vergangenheit zu deuten.
Die Stimme der Politikwissenschaft ist in der Öffentlichkeit kaum noch zu vernehmen. Die Debatten bestimmen Juristen oder Ökonomen. Die jüngere Generation schweigt.