Seiltanz mit Zuschauer
Die Korrespondenz des Philosophen Dieter Henrich ist aus einer Berliner Auktion zurückgezogen worden. Der Briefwechsel mit dem Kollegen Hans Blumenberg deutet an, was in diesen 8000 Schriftstücken steckt.
Die Korrespondenz des Philosophen Dieter Henrich ist aus einer Berliner Auktion zurückgezogen worden. Der Briefwechsel mit dem Kollegen Hans Blumenberg deutet an, was in diesen 8000 Schriftstücken steckt.
Hommage an einen „public intellectual“ mit Langzeitrekord: Philipp Felsch folgt dem politischen Denkweg von Jürgen Habermas.
Die Frankfurter Schule folgte auch einem existenzphilosophischen Impuls. Der Mann, von dem er ausging, wurde jedoch einer ihrer größten Rivalen: Martin Heidegger.
Der Kulturhistoriker Philipp Felsch erzählt, wie Jürgen Habermas zum Meisterdenker der Bundesrepublik wurde
Christoph Stölzl verpasste die allererste Ausstellungseröffnung des Deutschen Historischen Museums. Wie gerade so die Erfolgsgeschichte des DHM begann, zeigte jetzt eine Gedenkstunde für den am 10. Januar 2023 verstorbenen Gründungsdirektor.
Herrscher und Eliten stellten die Weichen: Peter Heather über den Weg der lateinischen Christenheit.
Er wurde zu einer Orientierungsfigur der zerfallenden 68er-Bewegung: Zum Tod des unbotmäßigen Zeitgenossen und Soziologieprofessors wider eigene Erwartung Oskar Negt.
Mensch sein und Geschichte schreiben: zum Tod der Göttinger Historikerin Rebekka Habermas.
Im „Guardian“ wenden sich berühmte Intellektuelle gegen die Äußerungen von Jürgen Habermas zum Krieg in Nahost. Ihre Erklärung jedoch geht ins Leere – und wird der antisemitischen Propaganda zur Zierde gereichen.
Spät und grundsätzlich, aber mit dem Gewicht seiner Worte hat sich Jürgen Habermas zur Vernichtungslogik der Hamas geäußert. Dem Philosophen geht es um Mindeststandards der kontroversen Debatte.
In einer Erklärung nennt Jürgen Habermas den Gegenschlag Israels „prinzipiell gerechtfertigt“ und verurteilt den Antisemitismus in Deutschland.
In keiner anderen Stadt war im 20. Jahrhundert der unorthodoxe Marxismus so verbreitet wie in Frankfurt. Sein Begriff der Entfremdung brachte das Unbehagen an der Moderne zum Ausdruck.
Herbert Marcuse stand auf der Seite neuer sozialer Bewegungen und jugendlicher Rebellen. Er hätte die Gen Z verteidigt und wohl auch die Klimakleber unterstützt.
Ein Leben mit der Philosophie Hegels: Zum Tod des Heidelberger Philosophen Hans Friedrich Fulda.
Das Frankfurter Westend gilt mit seinen Gründerzeitbauten wahlweise als entspannt oder versnobt. Dafür, dass es mit all seiner großbürgerlichen Pracht erhalten geblieben ist, haben auch linksradikale Hausbesetzer gesorgt.
Von den Schwierigkeiten, Ideen zu arrangieren: Morten Paul legt eine lehrreiche und dabei auch recht unterhaltsame Geschichte von Suhrkamps „Theorie“-Reihe vor.
Peter Schäfer, gelehrter Kenner der Quellen des Judentums, wird achtzig Jahre alt. Sein erzwungener Abschied aus dem Jüdischen Museum Berlin hat ihn getroffen, aber nicht beirrt.
Wie konnte ein 1980 in der Zeitung gedruckter Vortrag 1986 den Historikerstreit auslösen? Norbert Frei spricht in der Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung in München über die Stiftung.
Der Jüngste ist der Älteste: Erst zwei Personen wurden jenseits ihres neunzigsten Geburtstags in den Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste gewählt. Auf Annette Kolb folgt jetzt Jürgen Habermas.
Mit den Stimmen von Ampelkoalition und Linken hat der Bundestag die Einsetzung eines Bürgerrats „Ernährung im Wandel“ beschlossen. Dem Gremium fehlt es an einer gesetzlichen Grundlage. Ein Gastbeitrag.
Gar nicht so weit von Rezepten Sarah Wagenknechts entfernt: Chantal Mouffe arbeitet immer noch am Populismus von der richtigen Seite.
Die Pandemie als gedanklicher Ausgangspunkt einer differenzierten Analyse über Rechte und Pflichten staatlicher Gewalt
Die Gegner von Waffenhilfe für die Ukraine fordern Verhandlungen mit Russland – und zwar jetzt. Das Problem dabei: Der Krieg würde dadurch länger.
Freunde der Freiheit sind gleich zwei gefährlichen Versuchungen ausgesetzt. Das zeigt sich auch in der Debatte über den Ukrainekrieg wieder.
Wenn deutsche Pazifisten im Ukrainekrieg zu Verhandlungen mit dem Kreml aufrufen, denken sie nur an sich, nicht an die Ukrainer. Das ist grausam und geschichtsvergessen. Ein Gastbeitrag.
Unbestechlicher Cicerone durch das Jahrhundert der Katastrophen: Matthias Bormuth erzählt Leben und Werk des Kunsthistorikers Martin Warnke.
Jürgen Habermas plädiert für Verhandlungen, ohne zu sagen, wann worüber mit wem verhandelt werden könnte. Darin liegt ein aufreizend apolitisches Moment.
Es gibt keine Entmoralisierung des Völkerrechts: Das Gewaltverbot ist im Recht ebenso wie in der Ethik festgeschrieben. Noch eine Replik auf den Beitrag von Reinhard Merkel.
Klimapolitischer Protest äußert sich auch im öffentlichen Raum. Doch Recht haben heißt nicht immer, auch das Recht auf seiner Seite zu haben. Über den Umgang mit zivilem Ungehorsam in einem Rechtsstaat. Ein Gastbeitrag.
Zum Tod von Benedikt XVI.
Wie kommt die sogenannte Glaubensgewissheit zustande, die sich auf Geschichtliches bezieht? Diese Frage beschäftigte den Theologen Joseph Ratzinger sein Leben lang und ließ ihn auch als Papst nicht los.
Als Erster in der Familie auf dem Gymnasium, heute ein Weltendeuter: Philosophen können über alles nachdenken, sagt Rainer Forst.
Werk im Werden: Der forschende Philosoph Dieter Henrich ist gestorben.
Kollektivierung der Freiheit +++ historische Wahrheit +++ Kuppelinschrift des Berliner Schlosses +++ Deutsche und Amerikaner +++ Tom Buhrow +++ Forschungspolitik +++ Dank
Wenn Historiker in öffentlichen Debatten den Forschungsstand einfach ignorieren, dann ist das eine beunruhigende Aussage über den Zustand ihres Fachs. Eine Replik auf Rebekka Habermas.
Vor hundert Jahren hielt Thomas Mann seine vielleicht berühmteste Rede: „Von deutscher Republik“. Sein Versuch, die neue politische Form mit alter nationaler Tradition zu versöhnen, ist bis heute umstritten. Ein Gastbeitrag.