Gegen Unglück hilft kein Idyll
Michael Hanekes Film „Happy End“ erzählt anhand einer Familie von Großbürgern in Calais von einer Welt, deren Kulturwerte nutzlos geworden sind.
Michael Hanekes Film „Happy End“ erzählt anhand einer Familie von Großbürgern in Calais von einer Welt, deren Kulturwerte nutzlos geworden sind.
Michael Haneke galt lange als Regisseur des grausamen Blicks. Ein Gespräch über seinen neuen Film „Happy End“, neurotische Familien, französische Schauspieler und die Frage, warum wir kein Recht auf Drama haben.
Den Hauptpreis des Filmfestivals von Locarno hat überraschend die französisch-chinesisch-deutsche Dokumentation „Mrs. Fang“ gewonnen. Auch in anderen Kategorien entschied sich die Jury gegen Favoritenrollen.
In ihrem neuen Film gibt Isabelle Huppert die in Vergessenheit geratene Schlagersängerin Laura, die einen zweiten Frühling erlebt. Mit Anmut und Ironie – aber etwas neben der Spur.
Warum müssen die superklugen, supereloquenten, machtbewussten und siegesbesessenen Frauen im amerikanischen Film immer auch verletzbar sein? John Maddens „Die Erfindung der Wahrheit“ hebelt sich selber aus.
Bevor das Festival zur allzu weichen und warmen Veranstaltung missrät, zeigt man in Cannes einen neuen Michael-Haneke-Film: „Happy End“ wirft einen brutalen Blick auf eine Familie.
André Téchiné zeigt in Cannes mit einer hinreißenden Jubiläums-Montage, wie das Kino einmal war. Damit feiert er zugleich seine Darstellerinnen – jede für sich eine Ikone des Kinos.
Filme von Fatih Akin und Michael Haneke, eine Jury mit Maren Ade, Gäste wie Nicole Kidman, Dustin Hoffman, Isabelle Huppert und Julianne Moore: Am Mittwoch werden die 70. Filmfestspiele von Cannes eröffnet.
Berlin wird wieder groß: Die Galerien konzentrieren sich nicht mehr nur in Mitte. Zum Gallery Weekend öffnen neue Räume in der ganzen Stadt.
Diane Kruger steht für Fatih Akin und Isabelle Huppert für Michael Haneke vor der Kamera. Auch Netflix könnte eine Goldene Palme gewinnen: Die Filme im Wettbewerb von Cannes.
An diesem Film drehte der Theaterregisseur Luc Bondy bis zu seinem Tod: In „Falsche Vertraulichkeiten“ glänzt Isabelle Huppert als Dame von Welt, die ihrem jungen Privatsekretär verfällt.
Frankreichs nationaler Filmpreis geht an den Psycho-Thriller „Elle“. Zwei Frauen bekommen bei der Vergabe der Césars in Paris eine öffentliche Liebeserklärung.
Endlich kommt Paul Verhoevens Film „Elle“ auch in Deutschland in die Kinos. Der vieldiskutierte Film mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle kann die Erwartungen erfüllen. Auf neuem Terrain findet Verhoeven neue Bilder.
Ein Bär unter Drogen, ein hochpolitischer Film über Wahnsinn und der große Auftritt von Lolita Chammah, der Tochter Isabelle Hupperts: Die Berlinale hat begonnen.
„La La Land“, „Arrival“, Nathalie Portman und Mel Gibson: Die Oscar-Akademie gab die Nominierungen für die diesjährige Preisverleihung bekannt.
Schauspieler Ryan Gosling gewinnt den Preis für den besten Schauspieler in einer Komödie oder einem Musical, Regisseur Damien Chazelle wird ebenfalls gewürdigt. Die deutsche Vater-Tochter-Geschichte „Toni Erdmann“ geht leer aus.
Deutschland hat wieder Chancen auf einen Golden Globe als bester Auslandsfilm – es wäre der erste seit sieben Jahren. Auch Star-Komponist Hans Zimmer ist im Rennen.
Wie wollen wir leben, wenn unser sorgfältig eingerichtetes Leben zerfällt? In „Alles was kommt“ lernt Isabelle Huppert als Philosophielehrerin die Freiheit kennen.
In der Couture sehen viele Marken ihre Zukunft. Das bedeutet auch, dass sie sich selbst neu erfinden müssen. Und das muss man schon können.
Sein Vietnam-Kriegsfilm setzt auf die Fehlbarkeit des Direkten, sein Zivilisationsverneinungs-Western riss eine ganze Studio-, Produktions- und Vertriebsfirmenarchitektur mit in die Tiefe: Zum Tod des amerikanischen Filmregisseurs Michael Cimino.
Das Filmfestival von Cannes hat die zwanzig Filme bekanntgegeben, die Mitte Mai um die Goldene Palme konkurrieren. Die neuesten Werke von Almodóvar, Jarmusch und den Dardennes sind dabei - und das einer deutschen Regisseurin.
Die Berlinale beweist wieder einmal politische Geistesgegenwart. Gianfranco Rosis Dokumentarfilm „Fuocoammare“ erhält den Goldenen Bären. Auch gegen die übrigen Sieger ist wenig einzuwenden.
Das französische Kino glänzt im Wettbewerb der Berlinale. Und in Thomas Vinterbergs Film über eine dänische Kommune spielt Trine Dyrholm eine der Rollen ihres Lebens.
Wenn Nebengeräusche in den Vordergrund rücken, wird das zumeist als Störung empfunden. Doch im Kino können sie eine ganz neue Bedeutung entwickeln.
Stars wie Julianne Moore und George Clooney sorgen für Glanz, und im Wettbewerb läuft der längste Film der Festivalgeschichte. Die 66. Berlinale startet aber erstmals auch einen Spendenaufruf.
Flauberts Roman „Madame Bovary“ ist schon oft verfilmt worden. Jetzt versucht es die Regisseurin Sophie Barthes mit Mia Wasikowska – doch Flauberts gemeines Spiel mit seinen Figuren und Lesern ist schwer umzusetzen.
Von den Sehnsüchten, den Begierden und den Gefühlen der Menschen verstand er mehr, als alle Bühnenlust sich träumen lässt: Zum Tod des großen Welttheater-Regisseurs Luc Bondy.
Eva Ionesco wurde in den Siebzigern von ihrer Mutter als Lolita vermarktet. Nun erzählt Simon Liberati, Ionescos Ehemann, diese Geschichte in einem Roman – und die Mutter will dessen Auslieferung verbieten lassen.
Viel zu Applaudieren gibt es nicht: Ein Übergewicht an eher mittelmäßigen Produktionen aus Frankreich macht dem Filmfest von Cannes dieses Jahr zu schaffen. Am Ende hellt sich der Wettbewerb aber doch noch auf.
Gerard Depardieu ist mit „Valley of Love“ nach Cannes gekommen. Der Film ist ein Desaster. Aber was für ein Bauch! Und was für ein Schauspieler!
Trendwende: Während die Filmdiven vergangener Tage alles daran setzten, um nicht mehr fotografiert zu werden, lichtet sich die Prominenz von heute gerne auch selbst ab. Das Filmfestival in Cannes will dem jetzt Einhalt gebieten.
Trendwende: Während die Filmdiven vergangener Tage alles daran setzten, um nicht mehr fotografiert zu werden, lichten sich heutige Stars gerne selbst ab. Das Filmfestival in Cannes will dem jetzt Einhalt gebieten.
Hollywood hat eine Weile gebraucht, bis es mit ihr etwas anfangen konnte, aber inzwischen wird Jessica Chastain als „neue Meryl Streep“ gefeiert. Und es ist, als wäre es nie anders gewesen.
Metamorphosen einer Schauspielerin: Cate Blanchett ist der große Star der diesjährigen Berlinale. Doch für die Australierin ist die Welt des Kinos längst nicht alles. Darin liegt ihre besondere Stärke. Ein Porträt.
In Ned Bensons Regiedebüt „Das Verschwinden der Eleanor Rigby“ spielen Jessica Chastain und James McAvoy ein junges Paar, über deren Liebe eine dunkle rätselhafte Wolke schwebt.
Nach der Scheidungskomödie eine Liebesgeschichte: Lisa Azuelo setzt in „Ein Augenblick der Liebe“ Sophie Marceau in Szene. Aber der Aufruhr der Gefühle bleibt eine blasse Angelegenheit.