Virtuosin der Verwandlung
Die Schauspielerin Isabelle Huppert bekommt bei der Berlinale 2022 einen Goldenen Bären für ihr Lebenswerk. Kaum jemand hat diese Auszeichnung so sehr verdient wie sie.
Die Schauspielerin Isabelle Huppert bekommt bei der Berlinale 2022 einen Goldenen Bären für ihr Lebenswerk. Kaum jemand hat diese Auszeichnung so sehr verdient wie sie.
Paul Verhoevens Film „Benedetta“ erzählt die Geschichte einer Nonne aus dem siebzehnten Jahrhundert. Dabei interessiert er sich weniger für das tragische Leben seiner Heldin als für die Schauwerte, die er ihm abgewinnen kann.
Der Pullunder gehört auch in diesem Herbst zu den sogenannten Trend-Stücken im Kleiderschrank. Dabei steckt in ihm eine größere Botschaft. Unsere Autorin weiß, welche es ist.
„Ich kenne nichts Scheußlicheres als die Normandie!“ schrieb Gustave Flaubert. Das hindert die örtlichen Touristiker jedoch nicht daran, ihn zu seinem zweihundertsten Geburtstag ordentlich zu feiern.
Männer und Röcke, das war über Jahrhunderte eine schwierige Beziehung. Jetzt haben sich die Zeiten gegendert. Und in Lewis Hamilton ihren besten Botschafter gefunden.
Bei Balenciaga erlebt die Pariser Modewoche ihren selbstreflexiven Moment: Designer Demna Gvasalia entlarvt die Show als Show. Dabei helfen sogar die Simpsons – und der lustigste Modefilm aller Zeiten.
Der Autorenfilmer („Der Himmel über Berlin“, „Paris, Texas“) erhielt die Auszeichnung zum Auftakt des 27. Filmfests in der bosnischen Hauptstadt. Dem 76-Jährigen ist dort eine Retrospektive gewidmet
Ihr erstes großes Kinoerlebnis war ein russischer Film, und auf dem Set lässt sie sich von niemandem einschüchtern: Ein Nachmittag mit Isabelle Huppert.
Paul Verhoeven verfilmt eine lesbische Liebesgeschichte aus dem Barock, und Valeria Bruni Tedeschi spielt eine Nervensäge: Eindrücke vom Wettbewerb an der Croisette.
Start mit Hindernissen: Das Theaterfestival in Avignon eröffnet mit Tschechows „Kirschgarten“. Regie führte der künftige Festivalleiter Tiago Rodrigues.
Sie spielte die tragische Liebe von James Bond und stand mehrmals vor Tim Burtons Kamera. Im Interview spricht Schauspielerin Eva Green über ihre neue Rolle als Astronautin im Film „Proxima“ und erzählt, wer für sie die echten Superheldinnen sind.
Am Mittwoch dürfen die Franzosen wieder in die Kinos und ins Konzert. Die Theater öffnen. Auf den – vergrößerten – Terrassen der Restaurants darf getafelt werden. Doch nicht allein die Bürokratie steht dem Vergnügen entgegen.
Ein kleiner Eklat und große Leere: Bei der Verleihung der französischen César-Filmpreise fehlt der Gewinner des Abends. Eine Schauspielerin zieht sich aus. Und Isabelle Huppert findet deutliche Worte.
Ihre Karriere begann mit einem Film, der Epoche machte. Danach erlebte sie das neue Hollywood in seinen besten Jahren. Ein Porträt der Schauspielerin Faye Dunaway zu ihrem achtzigsten Geburtstag.
Ein Filmkritiker wird Regisseur, und neben dem, was er nun hervorbringt, sieht das ganze bisherige Kino plötzlich alt aus: Jean-Luc Godard zum neunzigsten Geburtstag.
Schauspielerin Isabelle Huppert steht schon fast ein halbes Jahrhundert vor der Kamera. In ihrem neuen Film verkörpert sie eine Polizei-Übersetzerin. Im Interview spricht sie über Frauen hinter der Kamera und verrät, wie gut ihr Arabisch wirklich ist.
Australien ist seit Langem ein Sehnsuchtsort des Kinos wie der Literatur. Jetzt brennen die Wälder des Kontinents – und mit ihnen werden auch die Orte der künstlerischen Phantasie zu Asche.
Keine Polizei ohne schmutzige Polizei: Hannelore Cayre dreht in „Die Alte“ den Spieß um und zeigt den Drogenhandel einmal von einer ganz anderen, aberwitzigen Seite.
Um Menschen und ihre Möglichkeiten des Gefühlsausdrucks durch Sprache ging es Claude Régy Zeit seines künstlerischen Wirkens. Nun ist der französische Theaterregisseur im Alter von 96 Jahren gestorben.
Am Wochenende beginnt an vielen Theatern des Landes die neue Spielzeit. Worauf können wir uns freuen? Was wird uns ärgern? Und welche Häuser lohnen den Besuch ganz besonders?
Sie springt in Facebook hinein wie in einen Jungbrunnen: Juliette Binoche geht in dem Film von Safy Nebbou „So wie du mich willst“ an die Grenzen.
Angeblich fehlen Cannes in diesem Jahr die Stars. Antonio Banderas, Marion Cotillard, Charlotte Gainsbourg, Javier Bardem: Sie alle waren da. Ob sich mancher Amerikaner fremde Namen einfach nicht so gut merken kann?
Die Rollen, in denen sie immer noch unwiderstehlich ist, sind die, in denen sie aus der Rolle fallen darf: Zum siebzigsten Geburtstag der französischen Schauspielerin Fanny Ardant.
Die französische Filmkomödie „8 Frauen“ von François Ozon aus dem Jahr 2002 hat Krimi-, Melodram- und Musical-Elemente. Das Schauspielensemble Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Fanny Ardant, Virginie Ledoyen, Danielle Darrieux, Firmine Richard und Ludivine Sagnier wurden mit dem Silberner Bär für eine herausragende künstlerische Leistung ausgezeichnet.
Nach langer Tourneepause ist Barbara Schöneberger in der Alten Oper in Frankfurt aufgetreten. Dort gab sich das Multitalent gekonnt selbstironisch, teilte aber auch genau so zielsicher gegen Kollegen aus.
In Paris probt man für die Premiere des Kunstprojekts „DAU“, das in Berlin nicht zur Aufführung kommen konnte. Ausgewiesene Künstler und Wissenschaftler sind eingebunden. Was erwartet die Besucher?
Sein Spiel hat uns im Kino das Fürchten vor dem Lachen gelehrt: Zum Tod des großen deutschen Schauspielers Rolf Hoppe.
Der „Mad Men“-Schöpfer Matthew Weiner lässt bei Amazon seine nächste Serie funkeln: „The Romanoffs“ erzählt von großen Dramen, großen Gefühlen und großen Intrigen. Das ist episches Fernsehen vom Feinsten.
Bildpoesie mit Stummfilmcharakter: In dem Arte-Film „Wir sind alle Astronauten“ finden Menschen ganz ohne Worte zueinander. Das ist bezaubernd und manchmal zum Brüllen komisch.
Nach vier Jahren öffnet das „Lutetia“ in Paris wieder seine Pforten. Das Haus hat eine wechselvolle Geschichte: Während der Besatzung im Zweiten Weltkrieg saß der deutsche militärische Geheimdienst in dem Grandhotel.
Schauspielerin Johanna Wokalek ist anders. Darin, wie sie ihre Karriere gestaltet, wie sie aussieht, wie sie spricht, wie sie denkt – und wie sie ihren Schmuck trägt.
In Christian Petzolds „Transit“ ist der Faden zwischen Einst und Jetzt zum Zerreißen gespannt. Für „Eva“ hat Benoît Jacquot eine interessante und eine fatale Idee. Cédric Kahns „La prière“ führt zu einem unverhofften Wiedersehen.
Neunzehn Produktionen konkurrieren im Wettbewerb der Berlinale, darunter vier deutsche Filme. Als letzten Wettbewerbsbeitrag nominierte die Berlinale einen Spielfilm über das Attentat von Utøya.
Diese Schuld ist nicht zu tilgen: Die Arte-Serie „Ein Engel verschwindet“ über ein Mädchen, das früh zur Mörderin wird, knüpft an eine wahre Begebenheit an.
Ohne Frauen wäre alles nichts: Kate Winslet haucht Woody Allens Drama über ein verpfuschtes Leben im Coney Island der fünfziger Jahre Leben ein. Warum traut er dieser Hauptfigur nicht zu, den Film zu tragen?
Täglich berichten die französischen Medien von sexueller Gewalt gegen Frauen. Je mehr Betroffene ihr Schweigen brechen, desto mehr folgen: Auch ein berühmter Islam-Intellektueller soll vergewaltigt haben.