In der Nische liegt die Kraft
Die Philippinen sind in diesem Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse. Eine Reise in eine Inselwelt voller Überraschungen.
Die Philippinen sind in diesem Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse. Eine Reise in eine Inselwelt voller Überraschungen.
Sieben Monate lang ist Judith Schalansky für ihre Frankfurter Poetikvorlesung auf Entdeckungsreise durch das eigene Werk gegangen. Jetzt, da das Ziel erreicht ist, fühlt sie sich erlöst, aber auch erschöpft, schaut zurück und blickt nach vorn.
Eine Akte zeigt, dass sich Heinrich Böll zeitlebens um die Restitution seiner durch Ausbombung zerstörten Bibliothek bemühte. Wie steht es um seine Bibliothek heute, vierzig Jahre nach seinem Tod?
Während Wissenschaftler vor dem Verfall der Aufmerksamkeitsspanne warnen, meldet der Buchhandel Zuwächse bei 16- bis 29-Jährigen. Ist Social Media also ein Totengräber der Literatur – oder ihre Zukunft? Fünf Perspektiven von jungen Kollegen.
Ob wir dieses Jahr wegfahren oder zu Hause bleiben – Bücher lesen, Musik hören und Filme anschauen werden wir auf jeden Fall. Dazu ein paar Empfehlungen aus der Redaktion des F.A.S.-Feuilletons.
Die Stadtbücherei Münster muss warnende Hinweise entfernen, die sie in zwei Büchern angebracht hat. Das hat das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden.
Es ist die Sommerausstellung 2025, weil man dieses Werk so nie wieder sehen wird: In Chantilly als einem der schönsten Schlösser Frankreichs ist die Aura des prächtigsten Stundenbuchs des Spätmittelalters zu erleben.
Charlotte Sophie Bentinck, geborene und vermählte Reichsgräfin, wollte nie ein Anachronismus sein: Der Katalog ihrer 1805 in Hamburg versteigerten Bibliothek ist ein Repertorium aufgeklärter Geschichte, Philosophie und Weltkunde.
Seine literarischen Zeitgenossen haben ihm nichts zu bieten. Für Gabriel Josipovici zählen Proust, Kafka und T. S. Eliot. Ein Besuch bei dem britischen Schriftsteller in Lewes.
Das Deutsche Archiv der Kulinarik hat eine Mission: Geschmack katalogisieren und bewahren. Es geht um Kochkunst, Tafelkultur und Ernährungskunde. Nur: Wie lässt sich Genuss aufheben?
Die Frankfurter Uni-Bibliothek besitzt mehr NS-Raubgut als erwartet. Provenienzforscher suchen nach Erben der Familie Baer für eine faire Lösung.
Die Schriftstellerin Judith Schalansky widmet ihre erste Frankfurter Poetikvorlesung den Bedingungen ihres Schreibens. Inspirieren lässt sie sich dabei von einem besonderen Material.
Flower Power oder Lass Pflanzen sprechen in der Landesgalerie in Krems, Maria Lassnig in Arles und gezeichnete Präzision von Vija Celmins in der Fondation Beyeler in Riehen. Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons.
Außen ein Pool samt Poolhaus, innen Bücher, Kunstwerke und Designobjekte: Karl Lagerfeld besaß außerhalb von Paris eine Villa, die er nach seinem Geschmack renovieren ließ. Nun wurde sie versteigert.
Wenn vermögende Ältere ihre Wohnfläche verkleinern und in einen Neubau ziehen, kann das auch weniger betuchten Jungen helfen. Die Wohlhabenden leisten damit etwas, was alle Wohnungsbau-Turbos nicht vollbracht haben.
In Göttingen komponierte der 2020 gestorbene Guntram Vesper sein Werk. Was wird nun aus diesem Maschinenraum der Literatur? Ein Besuch an Ort und Stelle.
Endlich nun auch auf Deutsch: Der Auswahlband „Auf dem Nachbargleis“ bezeugt mit Poemen und Aufzeichnungen die literarische Vielfalt des polnischen Dichters Jakub Ekier.
Weniger Bürokratie, mehr internationale Zusammenarbeit: Das deutsche Kulturgutschutzgesetz wird leicht gelockert. Der Kunsthandel und der Leihverkehr profitieren.
Als Koch und Tiktok-Star setzt Thomas Straker in der modernen britischen Küche neue Akzente. Was taugen seine Rezepte? Und werden wir sie wirklich lieben, wie der Titel seines neuen Kochbuchs behauptet?
Die Musikfestspiele Potsdam entdecken Agostino Steffanis „Orlando generoso“. Die Musik ist groß, die Regie verschreckt mit ihrem Realismus.
Seit dem Jahr 2016 regelt das Kulturgutschutzgesetz den Umgang mit Kunstwerken von nationaler Bedeutung. Einzelne Regelungen hat der Bundestag jetzt überarbeitet.
Bruder David Steindl-Rast lehrt Dankbarkeit als spirituelle Praxis. Bald wird der Benediktinermönch 99 Jahre alt – und ist dank KI praktisch unsterblich. Was kann sein Chatbot?
Wer mit dem Zug anreist, bekommt das Leihrad gratis: Die dänische Hauptstadt belohnt das nachhaltige Verhalten seiner Gäste in diesem Sommer ganz besonders. Die Initiative könnte auch anderswo Schule machen.
Der Braunschweiger Danny Morgenstern ist James-Bond-Experte, Knigge-Coach und Krimiautor und schaut sich ab und zu Einäscherungen an.
Einmal im Monat kommt im F.A.Z.-Bücher-Podcast die Nebenfigur einer großen Geschichte zu Wort. Wer sie und das Werk erkennt, hat das Literaturrätsel gelöst und kann einen Buchpreis gewinnen.
Der nun erschienen letzte Band der Schiller-Nationalausgabe enthält Verblüffendes, darunter einen frühen Comic. Schiller scheint damit die zu verspotten, die sich ein zu vernünftiges Bild von ihm gemacht haben.
Lückenlos muss die Überlieferung wahren Wissens sein: Zu Agostino Steucos wirkungsmächtigem Werk „De perenni philosophia“, das nun in einer deutschen Übersetzung vorliegt.
In „An Archive“ erzählt Edmund de Waal eine Geschichte des Archivs, des Archivierens – und der Dinge, die seine jüdischen Vorfahren hinterließen.
Jede Woche fragen wir Menschen aus dem Kulturbetrieb, was sie lesen und welches Buch in ihrem Schrank sie ganz bestimmt nicht lesen werden. Diesmal antwortet der Schauspieler Fabian Hinrichs.
Das Leo Baeck Institute, zentrale Institution jüdischer Geschichtsforschung, feiert sein 70. Jubiläum. Gegründet im Schatten der Vernichtung der europäischen Juden, erinnert sie heute daran, dass jüdisches Leben ohne die offene Gesellschaft nicht möglich ist.
Modenschauen sind für gewöhnlich exklusive Ereignisse – strenge Gästeliste, harte Tür. Amsterdam macht das anders. Am kommenden Wochenende wird die Stadtautobahn gesperrt und zum Laufsteg.
Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy beobachtet in New York, wie die Wissenschaft unter politischen Druck gerät. Die europäischen Universitäten sollten jetzt nicht mit Schadenfreude reagieren, sondern mit Solidarität.
Das neue Berliner Mahnmal für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs war überfällig. Aber es verdankt sich keiner staatlichen, sondern einer privaten Initiative. Die Bundespolitik sollte sich schämen.
Zwei wichtige Bio-Datenbanken stehen vor dem Aus. Warum das uns allen schadet, erklärt der Biologe Markus Engstler.
Vorbild Amerika: Vor 75 Jahren erschien mit Band 1 von rororo die erste Taschenbuchreihe in Deutschland. Nicht nur der Markenname war genial gewählt.
Frankfurt wird 2026 zur Designhauptstadt. Noch liegen viele Pläne im Nebel, das finale Programm soll im Herbst präsentiert werden. Schon jetzt werden Hoffnungen für eine nachhaltige Transformation der Stadt und Impulse für die Wirtschaft geäußert.