Die Zukunft des Monsters
Das seit Jahren leerstehende Berliner ICC wird zehn Tage lang von Künstlern bespielt. Das zeigt: Der marode Riesenbau hat ein enormes Potential.
Das seit Jahren leerstehende Berliner ICC wird zehn Tage lang von Künstlern bespielt. Das zeigt: Der marode Riesenbau hat ein enormes Potential.
Zwei Gen-Sinnesforscher erhalten den diesjährigen Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Sie haben die Rezeptoren für Druck und Temperaturempfinden identifiziert und dafür gesorgt, dass wir heute wissen, wie diese Reize in elektrische Signale übersetzt werden.
Oft wird Migration als Chaos oder Krise beschrieben. Das „Archiv der Flucht“ im Berliner Haus der Kulturen der Welt lässt die Geflüchteten zu Wort kommen.
Sprache soll nicht mehr verletzen. Was aber ist, wenn das neue begriffliche Instrumentarium wichtige Details unterschlägt?
Wolfgang Beck erbte die Hälfte eines Verlages und machte ihn zur wichtigsten Adresse für Autoren aus den Geisteswissenschaften. Nun wird er achtzig Jahre alt.
Um Klimaneutralität kämpft auch die Konzertbranche. Das Publikum verursacht dabei die meisten Emissionen. Doch man kann etwas tun, um Konzertsäle nachhaltiger zu gestalten.
Wenn es Europa nicht gelingt, digitale Souveränität zu erlangen, läuft es Gefahr, zur digitalen Kolonie von China und den Vereinigten Staaten zu werden. Ein Gastbeitrag.
Morgen wird sein, was gestern gewesen ist: In Nürnberg zeigt die soeben eröffnete Zweigstelle des Deutschen Museums, wie man Zukunft ausstellt.
Erst Bologna, dann Corona. Im kommenden Winter besuchen viele Drittsemester zum ersten Mal ein Präsenzseminar oder die Bibliothek. Das halbe Studium haben sie hinter sich. Welche Long-Covid-Folgen drohen an den Hochschulen?
Unser Gastautor Ron Mieczkowski besucht die ehemalige Bibliothek eines literarisch Getriebenen: Auf Pilgerreise in die unerschlossene Welt des bedeutenden ungarischen Schriftstellers Miklós Szentkuthy.
Einmal im Monat kommt im F.A.Z.-Bücher-Podcasts die Nebenfigur einer großen Geschichte zu Wort. Wer sie und das Werk erkennt, hat das Literaturrätsel gelöst und kann einen Buchpreis gewinnen.
Unter dem Titel „Discoveries“ sind beim Gallery Weekend Berlin Arbeiten junger und aus dem Blickfeld geratener Künstler zu sehen. Für Überraschungen sorgen aber auch alte Bekannte.
Eine Stadtteilbücherei mitten in Deutschland erprobt das Konzept der „Open Library“ und will damit Vorbild sein. Die Bücher sind auf eine besondere Weise gegen Diebstahl gesichert.
Blicke von weit oben: Robert Macfarlane hat in seinem Buch manches zur Frage beizutragen, warum Menschen auf die Gipfel hoher Berge steigen.
Himmel und Erde: Rund um den klösterlichen Stiftsbezirk mit der ältesten Büchersammlung Europas sonnt sich St. Gallen in einem weltlichen Wohlstand, der sich dem jahrhundertelangen Handel mit Textilien verdankt.
In Saint-Cloud entsteht ein Museum für die Sammlung des ehemaligen Louvre-Direktors Pierre Rosenberg. Das Musée du Grand Siècle soll Werke aus der barocken Glanzzeit Frankreichs versammeln.
Die wahre Cancel Culture ist die, die darin besteht, das Kulturerbe Aleppos in Schutt und Asche zu legen oder auf Menschen zu schießen, weil sie in Paris tanzen. Sie löscht Sprachen, Religionen und Gemeinschaften aus.
Es gibt keinen besseren Ort, um sich aus dem Leben zurückzuziehen, als das Café. Der Schriftsteller Eckhart Nickel hat Wochen seines Lebens in Kaffeehäusern verbracht und weiß, wie man das Beste findet.
Das gab es nur einmal: Thomas Mann und Max Beckmann verbrachten im Sommer 1947 zehn gemeinsame Tage an Bord eines Überseedampfers. Die beiden eitlen Künstler belauerten sich dabei.
Klänge von der Isar: München baut sich pünktlich und preiswert ein Konzerthaus. Der Freistaat hingegen kommt mit seiner ambitionierten Spielstätte nicht voran.
Traditionell zum Geburtstag des Dichters werden seit 1955 die Goethe-Medaillen vergeben. In diesem Jahr erhielten die Auszeichnung Wen Hui, Princess Marilyn Douala Manga Bell und Toshio Hosokawa.
Der Hauptsitz der Sächsischen Aufbaubank in Leipzig vom Londoner Büro ACME versteckt sich hinter einem Wald von Stützen. Sie sollen einladend wirken für die Bürger der Stadt.
Youtube und die Sozialen Medien können radikale Meinungen verstärken. Doch die vom Videoportal verwendeten Empfehlungsalgorithmen stehen offenbar zu Unrecht im Ruf, extremistische Haltungen zu verstärken.
Was die digitale Philologie in den Eingeweiden des Hippokratischen Corpus findet: Die Leipziger Althistorikerin Charlotte Schubert demonstriert die Leistungskraft moderner Stilometrie.
Die Mainzer Gutenberg-Uni hat aus Anlass ihres Bestehens seit 75 Jahren eine monumentale Festschrift herausgegeben. Trotz Hochglanzoptik verschweigt sie auch Skandale nicht.
Südöstlich von Lublin haben israelische Forscher die sterblichen Überreste von 60 Juden gefunden, die während des Nationalsozialismus dort vergraben wurden. Unter den Leichen fand man auch 20 Kinder.
Als Tochter eines Kaufmanns erbt sie 50.000 Gulden, als Ehefrau eines Bankiers kauft sie Schlösser. Die Lebensgeschichte von Lulu Brentano ist mit Adoptivtochter und Geliebtem mindestens so interessant wie die ihrer Geschwister Bettine und Clemens.
Alle denken, dass Menschen hungern, weil es zu wenig zu essen gibt. Der Nobelpreisträger Amartya Sen hat eine andere Erklärung. Heute gilt er als Ökonom der Gerechtigkeit.
Einmal im Monat kommt im F.A.Z.-Bücher-Podcasts die Nebenfigur einer großen Geschichte zu Wort. Wer sie und das Werk erkennt, hat das Literaturrätsel gelöst und kann einen Buchpreis gewinnen.
Philipe Havlik hat schon beim Buddeln im Sandkasten seine Leidenschaft für die Paläontologie entdeckt. Mit seiner Stelle als Kurator am Senckenberg-Museum in Frankfurt hat er nun schon lange einen Traumjob, wie er sagt.
Sieg der Volksdiplomatie: Der Sohn eines Wehrmachtoffiziers gibt wertvolle Bücher an die Universität von Woronesch zurück. Sein Vater hatte sie im Zweiten Weltkrieg dort geraubt.
Ohne Pass kein Einlass: Strenge 3G-Regeln sind in Ländern wie Frankreich, Italien und Österreich längst Realität – auch für Touristen. Einige Branchen bekommen die Folgen schon zu spüren.
Guter Grundriss, schöne Details und Spielraum für Neues – ein Altbau in Hamburg zeigt dank kluger Planung, wie viel Potential in ihm steckt.
Rache ist ewig: Wendy Law-Yone erzählt von ihrer Begeisterung als burmesische Schriftstellerin für Friedrich Dürrenmatt. Das Buch ist ein Lehrstück darüber, wie Literatur die Welt erschließen kann.
Kunstsammler und ein Verleger haben am Sachsenwald zwei Kunsthäuser gegründet, die selbst Hamburger staunen lassen. Fast unverhofft schimmert dort der Glanz vergangener Zeiten wieder auf – und erinnert auch an Roger Willemsen.
Das Viertel im Frankfurter Westen ist schön, einerseits. Doch die Missstände sind offensichtlich. Die Stadt aber feiert nur ihre Erfolge.